Zoom
Foto: Thomas Küppers

Expertenforum Goodyear Driving Ahead

Gesamtkosten im Blick

5. Goodyear Expertenforum Driving Ahead: Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Frage der Technik.

Logistiker in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen flexibel auf einen sich stetig wandelnden Markt reagieren. Gleichzeitig stehen sie unter einem hohen Kostendruck.  Umso wichtiger ist es daher, die Gesamtbetriebskosten im Blick zu behalten. Dass dabei Themen wie Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit nicht in den Hintergrund rücken müssen, zeigte sich beim unlängst stattgefundenen Expertenforum Driving Ahead von Goodyear. 

Die technischen Voraussetzungen für eine ressourcenschonende Logistik werden nach Ansicht von Dieter Schoelling, Director Commercial D-A-CH bei Goodyear, vonseiten der Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie bereits zur Verfügung gestellt. Durch verbrauchsarme Motoren, praxisorientierte Telematik und rollwiderstandsoptimierte Reifen lassen sich seiner Meinung nach nicht nur Verbräuche sukzessive senken, sondern auch die Gesamtbetriebskosten deutlich reduzieren. 

"Maßnahmen wie diese tragen jedoch nicht nur zur nachhaltigen Wirtschaftlichkeit eines Transportunternehmens bei", ergänzte der Goodyear-Flottenfachmann, "sondern auch zur Schonung sich verknappender Ressourcen". Von diesen Einspareffekten sollen seiner Meinung nach auch kommende Generationen profitieren.

Klimawandel zeigt seine Auswirkungen

"Es wird immer deutlicher, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit unserer Umwelt und den endlichen Ressourcen ist", sagte Andreas Normann, geschäftsführender Gesellschafter der Spedition Mathias Normann. Inzwischen bekomme fast jeder die Auswirkungen des Klimawandels zu spüren. Deshalb müsse auch in der Transportbranche ein Bewusstsein für dieses Problem geschaffen werden – sowohl auf der Geschäftsführungs- als auch auf der Fahrerebene. Der sinnvolle Einsatz von Fahrerassistenz- und Telematik-Systemen sei dabei ein wichtiger Schritt. 

Bei der Spedition aus Bendorf weiß man jedoch auch um die Rolle des Fahrers bei der Reduzierung der CO2-Emissionen. Umso wichtiger ist es laut dem Firmenchef, qualifiziertes Fachpersonal im Unternehmen zu halten. "Die Mitarbeiter sollen gerne bei uns arbeiten – nur so können wir sie langfristig ans Unternehmen binden und dem Fahrermangel begegnen", unterstrich Normann den Stellenwert des Fahrers.

Neben einer entsprechenden Schulung des Fachpersonals setzt man bei der Bamberger Spedition Elflein auf technische Innovationen, um den UN-Klimazielen zu entsprechen. Zu den Maßnahmen, die das Unternehmen heute bereits umsetzt, zählt nach Angaben von Geschäftsführer Rüdiger Elflein zum einen die Drosselung der Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge. Auch kommen aero­dynamische Maßnahmen wie Spoiler und zweiachsige Sattelauflieger zum Einsatz, letztere abhängig vom Gewicht des jeweiligen Transportauftrags. Positiver Nebeneffekt dieser Maßnahmen ist laut Elflein, dass mit der Ressourcenschonung auch eine Kosteneinsparung einhergeht und Bemühungen in dieser Richtung vom Kunden positiv wahrgenommen werden. 

Lang-Lkw spart Ressourcen

"Deshalb engagieren wir uns in Zukunfts- und Forschungsprojekten", berichtet Elflein. "Wir setzen derzeit 23 Lang-Lkw ein, die rund 15 bis 20 Prozent Ressourcen einsparen und damit zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen beitragen." Ergänzend dazu seien bei der Spedition Elflein überwiegend Euro-6-Motoren im Einsatz – auch wenn nach Ansicht von Elflein die Ausweitung der Abgasnormen von Euro 5 auf Euro 6 allein nicht ausreichen wird, um die gesteckten Emissionsziele zu erreichen. Deshalb werden seiner Meinung nach Elektro- und Hybridantriebe auch im Nutzfahrzeugbereich immer mehr an Bedeutung gewinnen. 

Gruber setzt auf Premium

Auch die Spedition Gruber aus dem österreichischen Unternberg sieht darin einen Trend. Dort setzt man laut Geschäftsführer Maximilian Gruber ebenfalls auf einen modernen Fuhrpark. Das Maßnahmenpaket beinhalte die sukzessive Umstellung auf Elektroantrieb. Als Ressource sieht die Spedition Gruber auch den Reifen. Deshalb verwendet sie Premiumprodukte mit guter Laufleistung, setzt wo immer möglich runderneuerte Reifen ein und lässt Reifen nachschneiden.

"Die Ressourcenschonung ist für uns ein Thema, das uns per Gesetz vorgegeben ist", sagte der Transportunternehmer. "Es ist aber in gleichem Maße auch ein bedeutsamer Punkt, wenn wir unsere Gesamtbetriebskosten betrachten." Ein Ansatz, den auch Rüdiger Elflein unterschreiben kann: "Neben unserer Verantwortung, die Umwelt zu schonen, bringt uns jegliche Einsparung von Ressourcen natürlich auch eine Kosteneinsparung." Nachhaltigkeit kann mit einer Senkung der Betriebskosten unternehmerisch Hand in Hand gehen. 

Dieser Inhalt ist exklusiv für unsere Digital-Abonnenten

Melden Sie sich an und prüfen Sie, ob Ihre Abonummer in Ihrem Profil hinterlegt ist. Wenn Sie Abonnent sind, aber noch kein Profil haben, können Sie sich hier registrieren. Weitere Informationen zu Registrierung und Anmeldung finden Sie hier.

› Jetzt anmelden

Sie haben noch kein Digital-Abo? Angebote und Informationen zu unseren Titeln und den Digital-Abos erhalten Sie in unserem Shop.

› Jetzt informieren
Dieser Artikel stammt aus Heft trans aktuell 17/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
Knut Zimmer

Autor

Datum

25. August 2016
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Tests +++
+++ News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.