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Weitere Lkw-Kontrollen angekündigt

Tirol wegen Eingriffen in Lkw-Verkehr in der Kritik

Foto: Land Tirol/Oswald

Bayerische Spediteure kritisieren das geplante Tiroler Antitransitpaket. Derweil kündigt Tirol weitere Lkw-Kontrollen an.

Das österreichische Bundesland Tirol ist wegen der geplanten zusätzlichen Eingriffe in den Lkw-Transitverkehr weiter in der Kritik. In einer gemeinsamen Erklärung warnen die beiden bayerischen Branchenverbände LBS und LBT vor der Umsetzung des angekündigten Tiroler Antitransitpakets und haben sich dazu an die Bayerische Staatsregierung gewandt.

LBS und LBT kritisierend die weiterhin durchgeführten Lkw-Blockabfertigungen am Grenzübergang Kiefersfelden/Kufstein, das auf Samstag, 7 Uhr, vorgezogene Wochenendfahrverbot für Lkw, die geplante Verschärfung des sektoralen Fahrverbots für weitere Gütergruppen und die geplante Ausweitung des Lkw-Nachtfahrverbots auch für Euro-6-Lkw zum 1. Januar 2021. „Wir appellieren dringend an die Bayerische Staatsregierung, sich sowohl gegenüber Tirol als auch der EU-Kommission konsequent und auch mit der nötigen Schärfe für die Interessen des Wirtschaftsstandorts Bayern einzusetzen und auf ein Ende der Tiroler Blockadepolitik hinzuwirken“, erklären sie.

Tirol erhöht Lkw-Prüftage um 30 Prozent

Derweil haben die Verantwortlichen in Tirol weitere Eingriffe ins Verkehrsgeschehen angekündigt. Hier geht es aber nicht darum, die Zahl der Lkw einzuschränken oder zu dosieren, sondern darum, die Sicherheit des Transit-Schwerverkehrs zu erhöhen. So solle die Zahl der technischen Lkw-Kontrollen weiter erhöht werden, erklärte Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe. Die Zahl der Prüftage, an denen Unterwegskontrollen stattfinden, solle von 114 auf 146 Tage gesteigert werden – also um 30 Prozent, erklärte sie am Rande einer mobilen Kontrolle. Bei ihren mobilen Kontrollen setzen die Beamten auch auf einen mobilen Prüfzug, der die Möglichkeiten biete, schlecht ausgerüstete und mangelhaft ausgestattete Lkw ausfindig zu machen und an der Weiterfahrt zu hindern.

Beamte nehmen von 122 Lkw die Kennzeichen ab

„Sollten bei Kontrollen schwere Mängel oder ‚Gefahr im Verzug‘ festgestellt werden, wird das Fahrzeug von der Polizei solange stillgelegt, bis die Mängel behoben sind“, heißt es. Sei das vor Ort nicht möglich, drohen die Behörden damit, das Kennzeichen und den Zulassungsschein vor Ort abzunehmen. Im vergangenen Jahr stoppten die mobilen Beamten in Tirol 402 Lkw mit schweren Mängeln und 250 mit sicherheitsrelevanten Mängeln und dem Zusatz „Gefahr im Verzug“. 356 Mal untersagten sie die Weiterfahrt, 122 Mal nahmen sie die Kennzeichen ab.

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