Schwertransport-Navi System im Navi erleichtert Fahrgenehmigungen

Report Schwerlast-Navi, FF 11/2018. Foto: Felix Jacoby 4 Bilder

Ein neuartiges System, das sich noch in der Testphase befindet, wird den Umgang mit Ausnahmegenehmigungen für Großraum- und Schwertransporte drastisch erleichtern.

Die Digitalisierung im Straßengüterverkehr, ob in den Büros oder den Lkw-Kabinen, schreitet zügig voran. Doch speziell im Segment der Sondertransporte, die wegen der Überschreitung von Maßen und Gewichten eine individuelle Einzelgenehmigung samt darin vorgegebener Streckenführung benötigen, scheint die Zeit eher stehen geblieben zu sein. Noch immer müssen sich Schwertransportfahrer, Begleiter und Polizisten durch Stapel von Papier kämpfen. Der letzte große Fortschritt war vor gut zehn Jahren die Einführung von Vemags, einer Plattform zur Übermittlung der Genehmigung per E-Mail, was zuvor noch per Fax geschehen war.

Report Schwerlast-Navi, FF 11/2018. Foto: Felix Jacoby
Anzeige und Lautsprecher des Systems weisen den Fahrer auf sämtliche behördlichen Vorgaben hin.

Die Entlastung für die Spezialisten ist enorm

Es sind zwei junge Franken, die endlich eine nahezu marktreife Lösung erschaffen haben und diese nach einer letzten Testphase ab Sommer nächsten Jahres für jedermann anbieten wollen: Thomas Wolf kennt die Thematik von seiner Arbeit in einer Genehmigungsbehörde. Sein ehemaliger Klassenkamerad Maximilian Stoll wiederum ist von Beruf Programmierer. Die beiden haben seit Frühjahr 2016 an der Idee gearbeitet und letztes Jahr ihr Unternehmen intelliRoad GmbH gegründet. Es geht im Wesentlichen darum, die komplizierten und vielfältigen Vorgaben einer Fahrtgenehmigung in ein Navigationssystem zu integrieren, das dem Fahrer und seinen Begleitern klare Anweisungen an der jeweils richtigen Stelle der Transportroute liefert. Bislang ist für diese Aufgabe extra ein zweiter Fahrer vorgeschrieben. Dass das oft schiefgeht, zeigen zwei exemplarische Nachrichten der letzten Wochen: Bei Hof hatte der Transport eines überbreiten Pools die falsche Ausfahrt eines Autobahndreiecks erwischt – auf der fehlgeleiteten Tour rasierte der Fahrer auf drei Kilometern die Warnbaken einer Baustelle ab. Und bei Villingen klemmte sich ein verfahrener Transport unter einer Brücke fest, wobei die Maschine auf dem Tieflader beschädigt wurde.

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