Profitest Engelbert-Strauss, Haix, Winkler Arbeitsschuhe in der Werkstattpraxis

Profitest Werkstattschuhe Foto: GSS Nutzfahrzeuge

Mitarbeiter stellen besondere Anforderungen an Werkstattschuhe. Bei der täglichen Arbeit soll das Schuhwerk sie vor Verletzungen schützen. Ebenso sollen nach einem langen Tag die Füße nicht ermüden. Im Profitest diesmal: Modelle von insgesamt drei Händlern und Herstellern.

Wie in vielen anderen Bereichen des Arbeitslebens sind auch in Werkstätten Sicherheitsschuhe vorgeschrieben. Die Liste der Anforderungen ist lang. Bereits die niedrigste Sicherheitsklasse S1 schreibt eine Zehenschutzkappe vor, die einem Mindestdruck standhalten muss. Zudem muss der Fersenbereich geschlossen sein und die Sohle antistatische Eigenschaften aufweisen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, auch auf andere Merkmale zu achten. So sollte die Sohle durchtrittsicher sein. Beim Drauftreten auf Blech und Schrauben dürfen keine Teile ins Schuhinnere gelangen. Gegen Rutschgefahr durch Öl und andere Stoffe auf dem Werkstattboden hilft eine rutschfeste Sohle.

Zudem sollte der Schuh gegenüber Chemikalien resistent sein. „Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass Schuhe in der warmen wie in der kalten Jahreszeit gut zu tragen sein sollten“, sagt Benjamin Gerstner, Mechaniker beim Nutzfahrzeugspezialisten GSS Nutzfahrzeuge in Langenbernsdorf. Er fasst seine Eindrücke und die seiner Kollegen zusammen. Die Sicherheits-Merkmale richten sich nach den Schutzklassen S1, S2 und S3. Bei der Auswahl der Schuhe komme es jedoch auch auf etwas anderes an, betont Gerstner: Nämlich: Während einer Arbeitswoche werden die Sicherheitsschuhe häufiger getragen als Schuhe im Privatgebrauch. Auch nach einem Zehn-Stunden-Tag möchte sich ihr Träger darin wohlfühlen. Das gute Gefühl spielt also neben den Sicherheitsmerkmalen eine ebenso große Rolle.

Tipps zum Kauf von Werkstattschuhen

Profitest Werkstattschuhe Foto: GSS Nutzfahrzeuge
Wie in vielen anderen Bereichen des Arbeitslebens sind auch in Werkstätten Sicherheitsschuhe vorgeschrieben. Bereits die niedrigste Sicherheitsklasse S1 schreibt eine Zehenschutzkappe vor, die einem Mindestdruck standhalten muss.

Und ganz wichtig: Einlagenträger sollten ihre eigenen Einlagen verwenden können. „Letztlich kommt es für den Mechatroniker darauf an, dass die Schuhe mit den eigenen Füßen harmonieren“, sagt Gerstner. Aus diesem Grund sieht er es eher kritisch, wenn der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen bestimmten Schuh vorschreibt. Zwei Paar Schuhe sollten es für jeden Werkstattmitarbeiter auf jeden Fall sein. Und noch einen Tipp hat Gerstner für alle Werkstattkollegen: „Man sollte sich vorab auf keinen Fall auf die Größe verlassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich in den Werkstattschuhen oftmals eine Nummer größer benötige als sonst. Am besten, man probiert aus, welche Größe passt.“

WERKSTATT aktuell hat im Profitest die Werkstattschuhe von Engelbert-Strauss, Haix und Winkler getestet. Alle Modelle sind speziell für Werkstätten geeignet und erfüllen die Schutzklasse S3. Sie wurden den Testern kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Werkstattmitarbeiter haben die Schuhe längere Zeit bei der täglichen Arbeit getragen, ehe sie Bilanz zogen. Wie immer bei unseren Profitests erstellen wir kein Ranking, sondern geben die Eindrücke aus der Praxis zum jeweiligen Produkt wieder. Kriterien waren dabei Sicherheit, Tragekomfort sowie Gewicht. „Alle Modelle haben sich bewährt“, betont Gerstner.

S3-Sicherheitsschuh Zahnia low von Engelbert-Strauss

Profitest Werkstattschuhe Foto: Engelbert Strauss
Der Zahnia low ist laut Engelbert-Strauss vollständig metall- und lederfrei. Eine robuste Kunststoffkappe schützt die Zehen. Die Sohle ist durchtrittsicher und besteht aus flexiblen Textilfasern.

Der Zahnia low ist laut Engelbert-Strauss vollständig metall- und lederfrei. Eine robuste Kunststoffkappe schützt die Zehen. Die Sohle ist durchtrittsicher und besteht aus flexiblen Textilfasern. Der Hersteller teilt mit, dass die Füße immer trocken bleiben. Dafür soll eine Mischung aus widerstandsfähigem Cordura und wasserabweisenden Mikrofasern mit einer Dryplexx-Membrane sorgen. Dryplexx heißt dabei, dass die entsprechende Membrane nach dem „Strumpfprinzip“ in den Schuh eingearbeitet ist und so einen hervorragenden Wetterschutz garantieren soll. Zur weiteren Ausstattung des Schuhes gehören reflektierende Elemente sowie eine ganzflächige, anatomisch geformte und herausnehmbare Einlegesohle. Der Schuh ist für Einlagenträger gut geeignet und erfüllt verschiedene Anforderungen. Wie etwa die Regel 112-191 für Fuß- und Knieschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Benjamin Gerstner hat den Zahnia low getestet und trägt selbst Einlagen. „Für mich ist es sehr wichtig, meine eigenen Einlagen verwenden zu können“, erklärt er. Die Sohle weist rutschhemmende und dämpfende Merkmale auf, dafür sorgt die Gummi- bzw. Phylonsohle. Sie ist zudem antistatisch sowie kraftstoff- und hitzebeständig bis circa 110 Grad. Unser Tester hat einen guten Eindruck vom Zahnia low gewonnen: „Der Tragekomfort ist sehr hoch. Damit kann ich lange völlig ermüdungsfrei arbeiten. Der Schuh ist robust und sitzt straff, was auch an dem speziellen Schnürsystem liegt.“ Das Urteil: „Ein leichter und stabiler und für unsere Werkstattarbeit gut geeigneter Schuh.“ Preis (unverbindliche Preisempfehlung): circa 75,90 Euro (netto).

S3-Sicherheitsschuh Black Eagle Safety 40.1 low von Haix

Foto: Haix
Der Black Eagle Safety 40.1 low von Haix verspricht dem Anwender einen Rundumschutz dank der Sicherheitsklasse S3. Der Schuh ist durchtrittsicher, wasserdicht, rutschhemmend und stoßfest.

Der Black Eagle Safety 40.1 low von Haix verspricht dem Anwender einen Rundumschutz dank der Sicherheitsklasse S3: Der Schuh ist durchtrittsicher, wasserdicht, rutschhemmend und stoßfest. An der Schuhspitze hat Haix einen anatomisch geformten und leichten Kunststoffschutz angebracht. Sofern etwas auf die Schutzkappe prallt, geht sie sofort wieder in ihre Ursprungsform zurück und gibt die Zehen wieder frei. Die Sohle bietet eine besondere Gummimischung und ein besonderes Profil. Beides führt laut Haix zu einer hohen Rutschhemmung und Haftung auf unterschiedlichsten Böden. Das Obermaterial besteht aus Textil und soll die Feuchtigkeit von innen nach außen leiten. Dafür sorgt die Verwendung fein verarbeiteter Mikrofasern. Passgenauigkeit und Tragekomfort verspricht Haix für den Leisten. Für eine gute Dämpfung sorgt ein Dämpfungskeil, der in die Sohle eingearbeitet ist. Der Schuh ist hitzeresistent, kälteisolierend sowie kraftstoffbeständig gemäß EN ISO 20345:2011. Elektrostatische Probleme gibt es dabei nicht. Der Schuh ist geprüft nach der entsprechenden Norm. Der Black Eagle Safety 40.1 low ist für orthopädische Einlagen zertifiziert. Für den Schuh bietet Haix drei verschiedene Einlegesohlen, mit denen der Schuh in der Weite individuell angepasst werden kann. Eine rote Einlage (medium) wird mit dem Schuh geliefert, eine Einlegesohle in gelb (wide) und blau (narrow) muss separat bestellt werden. Das Urteil: „Der Schuh bietet einen hohen Tragekomfort und ist für die Werkstatt gut geeignet.“ Preis (unverbindliche Preisempfehlung): circa 126 Euro (netto).

S3-Sicherheitsschuh Puma Safety von Winkler

Foto: Winkler
Der Werkstattausrüster Winkler führt den Puma Safety in zwei Größen in seinem Sortiment. Er kombiniert klassische Designelemente mit einer modernen Schnittführung, betont der Anbieter.

Der Werkstattausrüster Winkler führt den Puma Safety in zwei Größen in seinem Sortiment. Zwei Mitarbeiter testeten den Schuh. Er kombiniert klassische Designelemente mit einer modernen Schnittführung, betont der Anbieter. Der Schuh ist im Sneaker-Style gestaltet und bietet eine gerade Schnürung. Technisch sorgt die Sohlenkonstruktion mit ihrem passgenauen Leisten für neue Maßstäbe, so Winkler. Das Besondere dabei ist der in die Sohle eingearbeitete Rotationspunkt. Dieser Punkt am inneren Mittelfuß wird am stärksten beim Bewegungsablauf im Arbeitsalltag belastet. Durch die Verstärkung des Rotationspunktes werden die Reibung und somit auch die Ermüdungserscheinungen minimiert. Die Sohle bietet eine lange Lebensdauer. Geschützt wird der Fuß durch eine Fiberglaskappe sowie einen flexiblen, metallfreien und keramikbeschichteten Durchtrittschutz. Die Gummisohle ist hitzebeständig bis 300 Grad. Es können eigene Einlagen verwendet werden. Darüber hinaus sorgen bestimmte Stoffe für Tragekomfort: Ein Schaumstoff aus Polyurethan transportiert die Feuchtigkeit vom Fuß weg und sorgt in Kombination mit dem wasserabsorbierenden Obermaterial für ein gutes Fußklima. Im Fersenbereich ist ein Gelkissen eingebettet, das wie ein Gelkissen wirken soll. Es dämpft Stöße ab und nimmt die Energie auf, um diese in Form von Sprungkraft zurückzugeben. Das Urteil: „Der Schuh ist optisch ansprechend und modisch geschnitten und bieten einen hohen Tragekomfort“, fasst Benjamin Gerstner die Eindrücke seiner beiden Kollegen zusammen. Preis (unverbindliche Preisempfehlung): circa 80 Euro (netto).

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