Peterbilt von American Truck Promotion

Kerniger US-Truck-Geselle

Peterbilt Supertruck Foto: Felix Jacoby 9 Bilder

Eine neue Zugmaschine zieht den FERNFAHRER-Auflieger zu den Festivals – wir machten vorab eine kleine Probefahrt mit dem Peterbilt 386.

Faszination Amihauber – auf den schier endlosen ameri­kanischen Highways hat ihr technisches Konzept durchaus seine Vorzüge. Dank langem Radstand und zwei Antriebsachsen laufen die Sattelschlepper stabil und traktionsstark geradeaus und bieten Platz für ein geräumiges Fahrerhaus. Fahrwerk und Kabine sind Leichtbau, einfach zu reparieren, aber mit nur geringer passiver Sicherheit. Die meisten Komponenten wie Kupplung und Getriebe sind gut zugänglich und in vielerlei Kom­binationen kompatibel. Die Palette frei wählbarer Motoren ist riesig. Damit lassen sich die Fahrzeuge leicht warten und reparieren.Vergnüglich ist es auch, mit so einem mächtigen Gerät durch die Weiten Brandenburgs zu fahren. In Krieschow bei Cottbus betreibt Marco Barkanowitz einen Handel mit neuen und gebrauchten Amilastern, dazu vermietet er Show- und Promotionsauflieger. Zudem unterstützt er die „Drive your Dream“-Tour von FERNFAHRER und ETM-Verlag, indem er den passenden Auflieger zu Festivals und Trucktreffen fährt.

Pete stammt aus Kanada

Die neue Zugmaschine, ein Peterbilt 386, stammt aus dem kanadischen Montreal.Der Dortmunder, der vor 25 Jahren in den Osten zog, lebt von seiner Erfahrung damit, gute Fahrzeuge auszuwählen, zu verschiffen und zu verzollen und sie dann auf die deutschen Zulassungsvorschriften zu modifizieren. Einige Maschinen beschafft er direkt auf Kundenwunsch und richtet sie passend her. Unsynchronisierte Fullergetriebe sind der Schrecken vieler Fahrer in Europa, weil kaum noch jemand das Zwischenkuppeln beherrscht. Über 90 Prozent der US-Truck-Importe verwenden diese Schaltung, doch der Peterbilt hat stattdessen einen Schalt­automaten von Eaton, die Fahrstufen werden per Druckknopf gewählt. Das Fahrzeug ist Baujahr 2007. Ein im Vergleich zu modernen Eurotrucks etwas schwerfälliger Anfahrvorgang lässt ahnen, dass die Technik seinerzeit noch nicht so ausgereift war.

Manuell schalten mit Pfeiltasten

Um mit vernünftigeren Drehzahlen unterwegs zu sein, kann man mit Pfeiltasten auch manuell schalten. Dann brummt der Caterpillar 13 C mit 450 PS und Euro-5-Programmierung dezent vor sich hin, während man versucht, den runden Hauber sauber rechts entlang schmaler Straßen zu manövrieren. Bei der monumentalen Front des Amis bleibt auch öfter mal der Gegenverkehr staunend und abwartend stehen. Eine Schau für sich, in akustischer Hinsicht, ist das schmutzige Röcheln der Jake Brake, die die Solozugmaschine lässig bremst. Eine Fernfahrt unter Last wäre damit sicher ein Vergnügen!

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