Next Mobility Konsortium Wasserstoff-Tankstelle ab 2023

Foto: Next Mobility Konsortium

Paul Nutzfahrzeuge, Shell und der Tankstellenbetreiber Maier Korduletsch bauen die leistungsstärksten Wasserstofftankstelle Europas. Der Spatenstich erfolgte unlängst auf dem Betriebsgelände von Paul in Passau Sperrwies.

Das Next Mobility Konsortium, eine Kooperation von Shell Deutschland, Paul Nutzfahrzeuge und dem Tankstelleninfrastrukturbetreibers Maier Korduletsch steht für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für mittelschwere mit Wasserstoff-Brennstoffzellen angetriebene Lkw. Constanze Weinkum, Hydrogen Key Account Manager bei Shell, beschreibt das Konzept wie folgt: „Für alle Unternehmer, die Wasserstofffahrzeuge in ihren Fuhrpark integrieren wollen, bieten wir ein attraktives „pay per use“-Modell, kümmern uns um die aufwendigen Förderanträge und stellen die Fahrzeuge wie den PH2P-Truck der Paul Group den Logistikern schlüsselfertig bereit, inklusive Wasserstoff-Betankung, Versicherung und Übernahme des Restwertrisiko. Zudem sind Aftersales-Services und Schulungen im Paket enthalten. Damit unterstützen wir die Anwendung der Technologie in der Praxis.“

Leistungsstärkste Wasserstofftankstelle Europas

Nach der Vorstellung des Wasserstoff-Lkw PH2P aus dem Hause Paul Nutzfahrzeuge erfolgte jetzt der Spatenstich für den Bau die erste Wasserstoff-Tankstelle auf dem Gelände von Paul Nutzfahrzeuge in Passau Sperrwies. Federführend für den Bau des „Mobility Hubs“ ist Maier Korduletsch und umfasst neben der Bereitstellung von Wasserstoff auch Treib- und Betriebsstoffe für konventionelle Fahrzeuge. Diese werden nach Angaben des Konsortiums vom Mineralölkonzern Shell zur Verfügung gestellt, darunter: E5- und E10-Treibstoffe und Premiumprodukte wie das Shell V-Power Racing, Shell Fuel Save Diesel und Shell V-Power Diesel aber auch moderne Kraftstoffe wie der R33-Diesel mit bis zu 33 Prozent biogenen Rohstoffen und der Dieselzusatz AdBlue. Ein E-Ladepark mit zehn Schnellladepunkten, die zeitglich jeweils 150 kW abgeben soll zudem das Leistungsspektrum des „Mobility Hubs“ abrunden.

Foto: Next Mobility Konsortium
Das Mobility Hub wird nach Angaben des Next Mobility Konsortiums Mitte 2023 in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Passau-Mitte auf dem Betriebsgelände von Paul Nutzfahrzeuge eröffnet

Unterstützt wird der Bau vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit einem Fördergeld von zwei Millionen Euro. Minister Hubert Aiwanger, der in dem ließ es sich entsprechend nicht nehmen, dem Spatenstich beizuwohnen. „Die heutige Veranstaltung zum Spatenstich der Wasserstofftankstelle zeigt eindrucksvoll, dass ambitionierte und vorausschauende Unternehmen wie die Maier-Korduletsch-Gruppe mithilfe der Unterstützung des Freistaats Bayern in der Lage sind, das Henne-Ei-Problem der Wasserstoffmobilität zu lösen“, erklärt Aiwanger.

Mobility Hub wird Mitte 2023 eröffnet

Foto: Next Mobility Konsortium
Der Wasserstoff zur Versorgung des "Mobility Hubs" des Next Mobility Konsortiums erfolgt über mehrere Druck-Trailer.

Das Mobility Hub wird nach Angaben des Next Mobility Konsortiums Mitte 2023 in unmittelbarer Nähe der Autobahnabfahrt Passau-Mitte eröffnet und soll zwei Wasserstoff-Zapfpunkte mit einer Druckleistung von jeweils 350 bar umfassen. Diese Performance soll durch einen Hoch- und Mitteldruckspeicher sowie eine Kühlung sichergestellt werden. Je nach Fahrzeugmodell sollen so zwischen 25 und 40 kg in 10 min getankt werden können. Der Einsatz einer leistungsstarken Verdichter- und Speicherlösung inklusive zweier Kompressoren soll es ermöglichen, dass dort zweimal fünf Lkw pro Säule parallel und ohne Wartezeiten hintereinander tanken können. Die H2-Bereitstellung soll durch mehrere Druck-Trailer mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1000 Kilogramm Wasserstoff erfolgen.

Tankerlebnis auf 200 Quadratmetern Fläche

Foto: Next Mobility Konsortium
Neben der Bereitstellung von Wasserstoff soll das "Mobility Hub2 auch Treib- und Betriebsstoffe für konventionelle Fahrzeuge führen. Schnellladepunkte für batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge sollen das Konzept abrunden.

Nebst der Treibstoffversorgung soll auch das leibliche Wohl der Kunden nicht zu kurz kommen. Diese sollen auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 Quadratmetern einen Shop mit Reisebedarf vorfinden sowie diverse gastronomische Angebote. Bei der Energieversorgung des „Mobility Hubs“ setzt die Maier-Korduletsch-Gruppe nach eigenen Angaben auf ein vollintegriertes, sektorengekoppeltes Energiekonzept. Ein eigener Energiespeicher soll die Möglichkeit bieten, Lastspitzkappung, Flexibilisierung und eine effektivere Nutzung der regenerativen Energien vor Ort zu kombinieren. Zudem sollen auf allen nutzbaren Dachflächen der Anlage Photovoltaik-Elementen installiert werden, die zusätzlich bis zu einem Megawatt elektrischen Strom produzieren.

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