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Mehr als nur Container Maersk kauft Projekt-Logistiker

Martin Bencher/Maersk Foto: Johan Marklund

Die dänische Großreederei Maersk will sich ein weiteres Logistik-Unternehmen einverleiben. Neben beträchtlichen Aktienrückkäufen bringt das Unternehmen seine Riesengewinne per Expansion unter.

A.P. Moller - Maersk kauft für rund 60 Millionen Euro die dänische Martin Bencher Group. Der Projektlogistiker aus Aarhus ist auf End-to-End-Lösungen für globale Kunden spezialisiert und bringt übergroße Fracht zu Zielen in der ganzen Welt. Die Palette bei der Abwicklung von Projektladungen reicht von Papierfabriken über Kraftwerke und erneuerbare Energien bis hin zu Öl- und Gasprojekten, teilte Maersk mit. Der Containerlogistiker will sich offenbar die vielfältigen globalen Aktivitäten zur Bewältigung der Energiekrise zu Nutze machen.

Neu: Maersk Project Logistics

Gleichzeitig führt die Reederei ein neues Produkt ein: die Maersk Project Logistics. Dabei handele es sich um ein spezialisiertes Dienstleistungsangebot innerhalb der globalen Logistikbranche, das die Kombination von Lösungsdesign, Spezialtransporten und Projektmanagementdienstleistungen umfasst, erläutert Maersk. Dazu gehöre auch die detaillierte Planung der Transporte von den Zulieferern zu den Zielorten.

Vom Reeder zum Integrator

„Martin Bencher passt hervorragend zu Maersk und unserer Integrator-Strategie und stärkt unsere Fähigkeit, unseren Kunden projektbezogene Logistikdienstleistungen anzubieten“, sagte der Europageschäftsführer von Maersk, Karsten Kildahl. Es solle ein umfassenderes Angebot für eine breite Palette von Branchen bereitgestellt werden. Dabei geht es neben der Handhabung übergroßer und spezieller Ladung auch um Straßenvermessungen, die Lieferplanung sowie Entladung und Montage am Standort.

Globales Angebot für Großprojekte

Maersk zielt ab auf Großprojekte in verschiedenen Industriesegmenten, darunter erneuerbare Energien, Zellstoff und Papier, Stromerzeugung, Bergbau, Automobilbau, Hilfs- und Rettungswesen, Logistik im Auftrag der Regierung und industrielle Fertigung. Vom Nischenanbieter in Europa und Nordamerika will der Containerriese „die bestehenden Aktivitäten zu einem globalen Produktangebot konsolidieren.“

Gewinne sprudeln

Die hohen Frachtraten lassen bei Maersk die Gewinne sprudeln. Das Unternehmen korrigierte zum zweiten Mal seine Erwartungen für 2022 nach oben: vor Zinsen und Steuern werde das Ergebnis rund 31 Milliarden US-Dollar betragen, teilten die Dänen mit. Eine frühere Prognose war von etwa 24 Milliarden Dollar ausgegangen. „Maersk hat im zweiten Quartal 2022 Rekordergebnisse erzielt. Der Umsatz stieg um 52 Prozent und der Gewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt“, heißt es. Das 2. Quartal war das 15. Quartal in Folge mit einer Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Wachstum durch Logistik

Während die Volumina im Seeverkehr wegen Überlastung schwächer gewesen seien, stiegen sie in der Logistik stärker als der Markt. „Dies führte zu einem organischen Umsatzwachstum von 36 Prozent, das sechste Quartal in Folge mit einem organischen Wachstum von mehr als 30 Prozent“, sagte Vorstandsvorsitzender Sören Skou. Er betonte erneut den großen Fortschritt „bei der Umwandlung des Unternehmens in ein globales, integriertes Logistikunternehmen“. Maersk hat sein laufendes Aktienrückkaufprogramm für die Jahre 2022 bis 2025 um jährlich 500 Millionen Dollar von 2,5 Milliarden Dollar auf 3 Milliarden Dollar erhöht.

Die Unternehmen

Die Martin Bencher Group ist mit 31 Niederlassungen in 23 Ländern und fast 170 Mitarbeitern weltweit vertreten. A.P. Moller - Maersk ist eigenen Angaben zufolge "ein integriertes Containerlogistikunternehmen, das daran arbeitet, die Lieferketten seiner Kunden zu verbinden und zu vereinfachen." Das Unternehmen siehr sich als weltweit führenden Anbieter von Schifffahrtsdienstleistungen, das in 130 Ländern rund 105.000 Mitarbeiter beschäftigt und mehr als 100.000 Unternehmen betreut.

Weitere Informationen zur Rolle der Containerschifffahrt hier:

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