MAN TGX 18.640 Minor

Stolzer Löwe mit perfekter technischer Ausstattung

supertruck, ff8, minor, man Foto: Felix Jacoby 16 Bilder

Rund 90 Zugmaschinen zählt der Fuhrpark von Minor Transporte. Der MAN mit dem Löwen-Airbrush ist das Flaggschiff der Flotte.

Etwas über drei Jahrzehnte hat es gedauert, bis der Fuhrpark der Spedition Minor von einem auf rund 90 Lastwagen angewachsen ist. Firmengründer Detlef Minor war früher nicht nur Lastwagenfahrer mit Leidenschaft, sondern auch Speditionskaufmann und Niederlassungsleiter in anderen Unternehmen, bevor er 1988 mit einem Mercedes-Benz 1635 sein eigenes Unternehmen gründete. Es ist auf den Transport von Flüssigkeiten spezialisiert, wofür aktuell rund 160 für ihren jeweiligen Einsatzzweck konfigurierte Auflieger zur Verfügung stehen.

Heimatstandort hat eigene Dekra Prüfstelle

Ein Großteil davon ist für Gefahrgüter ausgelegt, knapp 50 Auflieger bringen Bier zu Abfüllanlagen und Großkunden. Dazu zählt auch das Stadion des bei Minor verehrten Heimatvereins Schalke. Bei einem Heimspiel in normalen Zeiten braucht es schon einen ganzen Auflieger des Gerstensafts, um den Durst der Fans zu löschen. Der Heimatstandort liegt seit 2007 in Gelsenkirchen, mitten im Ruhrgebiet, ein schmucker Platz mit der großen Bürozentrale, zwei Waschstraßen und Werkstatt samt eigener Dekra Prüfstelle. Dazu kommt ein zweiter Standort in Speyer. Das Minor-Flaggschiff ist ein MAN TGX 18.640, mit allem, was die Zubehörliste hergibt. Dazu gehört eine feine Innenausstattung mit Sitzen im Leder-Alcantara-Bezug, Standklimaanlage und hochwertigem Audiosystem. Und der MAN-Händler in Essen sorgte noch dafür, dass die Sattelzugmaschine nach ihrer Fertigstellung in München noch zum österreichischen Werk in Steyr kam, wo ein Heckschrank mit Mikrowelle, Kaffeemaschine und ausklappbarem Fernseher anstelle des oberen Bettes eingebaut wurde. An dessen Unterseite sind farbwechselnde LED zur zusätzlichen Innenbeleuchtung angebracht.

Anfang 2019 wurde die Zugmaschine ausgeliefert, doch noch standen weitere Arbeiten zur Verschönerung an. So wurde der gesamte Rahmen mit zweifarbig lackiertem Riffelblech aus Aluminium verkleidet. Beim Transport von Gefahrgut müssen die Fahrer viel zusätzliche Schutzausrüstung und spezielle Bekleidung mitführen, weswegen Tankzüge oft einen extra Schrank aus Kunststoff hinter dem Fahrerhaus besitzen. So einen hat auch der TGX, in diesem Fall aber aus Edelstahl passend zum Stil gefertigt. Die Front und die Seiten des MAN sind mit feinen Edelstahlrohren verschönert, die vom Hersteller HS Schoch stammen. Sie tragen eine umfangreiche Zusatzbeleuchtung, die wegen der strengeren Vorschriften aber nur noch für Fotos und Feste angeklemmt wird. Auch die zusätzlichen Fernscheinwerfer sind so geschaltet, dass sich ihre Lichtflut in den gesetzlichen Grenzen hält. Die Spiegelgehäuse glänzen mit Edelstahl, und eine spezielle Sonnenblende mit dem Schriftzug und dem Symbol des Löwen verschafft der Zugmaschine einen feinen Stil.

supertruck, ff8, minor, man Foto: Felix Jacoby
Als Vorlage diente der Airbrusherin ein besonderes Naturfoto.

Stolzer Löwe prangt auf den Seiten

Der Auflieger stammt vom Fahrzeugbauer Gofa aus Goch und ist speziell für den Transport von Lösungsmitteln konfiguriert. In einem weiteren Schrank aus Edelstahl darunter sind Pumpen und Armaturen montiert, alles blitzsauber und aufgeräumt. An den Ecken der Heckstoßstange sitzen Sensoren, die rückwärtige Hindernisse und plötzlich auftauchende Menschen erfassen und dementsprechende Bremseingriffe auslösen. Technisch betrachtet ist dieser Tanksattelzug schon ziemlich perfekt, doch Detlef Minor wünschte sich auch noch eine besondere Verschönerung. Aus diesem Grund wurde die Künstlerin Sabine Krbecek beauftragt, einen stolzen Löwen auf beide Seiten aufzusprühen. Vorher schon hatten die eigenen Lackierer das Blech dafür vorbereitet und die Fenster über und hinter den Türen grundiert, um den Lackbildern mehr Fläche zu schaffen. Detailgetreu und wirklichkeitsnah hat die Airbrusherin die Raubtierköpfe erschaffen. Von ihr kam auch der Vorschlag, bei all dem Grau und Schwarz die Augen in Blau leuchten zu lassen, der Farbe, die nicht ganz zufällig der des Fußballvereins von Schalke 04 ähnelt.

Den prächtigen MAN hat der Chef eigentlich für sich selbst erschaffen, um damit zwischendurch immer mal wieder Touren nach England zu unternehmen. Doch meistens fährt ihn Silvio Spor. Der Thüringer ist mächtig stolz darauf, dass ihm dieser Sattelzug anvertraut wurde. Dafür ist er auch gerne bereit, viel Zeit in die Pflege des außergewöhnlichen Tankwagens zu investieren. Und für Minor ist der MAN ein schöner Leit-Löwe, der das saubere Ansehen der Firma repräsentiert und den Nachwuchs für den Fahrerberuf begeistern soll.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
FF 08 2020 Titel
FERNFAHRER 08 / 2020
4. Juli 2020
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