Trailerhersteller präsentiert Neuheiten

Schmitz Cargobull sieht Zeichen für Belebung

Foto: Karl-Heinz Augustin

Der Trailerhersteller Schmitz Cargobull glaubt an einen Aufschwung und stellt seine Produktneuheiten vor, die er sonst auf der IAA präsentiert hätte.

Der Trailerhersteller Schmitz Cargobull sieht Zeichen für eine wirtschaftliche Belebung und will wieder Leute einstellen, um die anziehende Nachfrage zu bedienen. „Wir sehen eine starke Erholung nach einem tiefen Fall“, sagte Vorstandschef Andreas Schmitz am heutigen Donnerstag bei einer Videokonferenz mit Journalisten. Er räumte aber offen ein, dass es quasi unmöglich ist, präzise Prognosen für den weiteren Jahresverlauf abzugeben.

Trailer-Produktion von 30.0000 bis 50.000 Einheiten

Schmitz geht von einer Jahresproduktion im Korridor von 30.000 bis 50.000 Aufliegern aus. Im voran gegangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen aus Horstmar bei Münster 46.125 Einheiten gefertigt, im Spitzenjahr 2018/2019 waren es 63.496. Mit Blick aufs operative Ergebnis sagte der Vorstandsvorsitzende: „Wir können in die Verlustzone fahren oder auch ein vernünftiges Ergebnis erzielen.“ Das hängt demnach vor allem mit Corona zusammen – das Worst Case-Szenario für den Unternehmer ist ein zweiter Lockdown.

Firmenchef Schmitz nutzte die Videopräsentation, um seinen Anspruch deutlich zu machen: Weltmarktführer für Trailer zu sein und 2025 mehr als 2,5 Milliarden Euro umzusetzen. Im Spitzenjahr 2018/2019 war das Unternehmen bereits sehr nahe an diesem Wert, musste im Folgejahr jedoch einen deutlichen Rückgang verschmerzen.

Neue Chassis-Generation bei Schmitz Cargobull

Punkten will das Unternehmen beim Kunden vor allem mit einer klaren Fokussierung auf niedrige Betriebskosten (TCO) sowie Lösungen zur CO2-Vermeidung. Was den ersten Punkt angeht, setzt Schmitz Cargobull mit einer neuen Chassis-Generation Akzente, die durch industrielle und modularisierte Fertigung einerseits Kostenvorteile bringt, andererseits aber kundenindividuell anpassbar sei, wie Schmitz erläuterte.

Das Chassis sei verzinkt und besonders robust, was sich aber nicht negativ auf die Nutzlast auswirke. Im Gegenteil, einige Kilos sind zum Vorteil des Kunden gepurzelt. Die Light-Variante beginnt nach Angaben von Vertriebsvorstand Boris Billich bei 4.975 Kilogramm. Eine Besonderheit sei auch, dass die neue Plattform für Sattelauflieger an unterschiedliche Längen anpassbar sei – ob auf 13,62 Meter wie für den Standardtrailer, auf 15 Meter Länge für den verlängerten Auflieger oder auf Sondermaße von 16,36 Metern für ausländische Märkte.

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Als Beitrag zur CO2-Vermeidung bringt Schmitz Cargobull das Lang-Lkw-Konzept EcoDuo ins Spiel, das sich aus zwei Standard-Aufliegern zusammensetzt. Mit einer Gesamtlänge von 32 Metern darf es zwar nicht innerhalb von Deutschland, wohl aber in den Niederlanden, Spanien und Finnland verkehren. Vorstandschef Andreas Schmitz nannte ein Einsparpotenzial von 25 Prozent auf der Langstrecke.

Ebenfalls im Sinne des Klimaschutzes ist ein Telematikpaket, womit nun alle Planenauflieger und Trockenkoffer ab Werk ausgerüstet werden. Bislang war das den temperaturgeführten Fahrzeugen vorbehalten. Nach einem Jahr kann der Kunde entscheiden, ob er das Paket weiter nutzen möchte oder nicht.

Neue Elektro-Achse zum Antrieb des Kühlgeräts

Und ebenfalls im Sinne der Umwelt und eine Reaktion auf Fahrverbote in den Städten ist eine Elektro-Achse, die Schmitz Cargobull nun im Angebot hat. Fährt der Fahrer bergab oder bremst, wird eine Batterie geladen – zwei unterschiedliche Größen zu 34 und 68 kWh sind verfügbar –, die wiederum das Kühlaggregat antreiben. Technikvorstand Roland Klement zeigte sich überzeugt: „Es gibt einen Markt für batterie-betriebene Kühlmaschinen.“ Unbestritten ist: Durch die CO2-Gesetzgebung dürfte der Druck in Richtung alternative Antriebe noch deutlich steigen.

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