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Krisenvorsorge

Vier neue THW-Logistikzentren

THW Foto: THW

Das Technische Hilfswerk stärkt seine logistischen Fähigkeiten. So soll künftig jeder der acht THW-Landesverbände über einen Trupp Schwerer Transport verfügen. Zudem erhält das THW vier neue Logistikzentren für die Bevorratung von Schutzausstattung.

Ein einziges Logistikzentrum betreibt das THW derzeit im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus. Es dient vornehmlich dem Eigenbedarf wie Kommissionierung und Versand von Bekleidung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. In der Coronakrise erwuchs dem Logistikzentrum eine weitere Aufgabe als zentrale Drehscheibe für die Verteilung von Pandemie-Schutzausstattung an die Bundesbehörden.

Nicht zuletzt als Lehre aus der Coronakrise will der Bund nun wieder mehr auf die Bevorratung von Schutzausrüstung setzen. Damit stärkt der Bund auch die Rolle des THW. Die Bundesanstalt soll vier weitere Logistikzentren erhalten, strategisch verteilt über das Land. Dafür stellt der Bundestag rund 42 Millionen Euro zur Verfügung, wie das THW mitteilt. Ziel sei es, mit diesen Zentren die Materialversorgung in künftigen Krisen oder Pandemielagen sicherzustellen.

Standorte stehen fest, Bauplätze noch nicht

Die Standorte der neuen THW-Logistikzentren stehen bereits fest: Baden-Württemberg (Raum Biberach), Bayern (Raum Aschaffenburg), Niedersachsen (Raum Westerstede) und Thüringen (Raum Altenburg/Nobitz). Derzeit werden laut THW temporäre Standorte in den Regionen identifiziert, um mit dem operativen Betrieb schnellstmöglich beginnen zu können. Gleichzeitig erkundet das THW in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) geeignete Dauerstandorte. Gute Anschlussmöglichkeiten an Autobahnen und Flughäfen sind dabei entscheidend.

Betrieb durch haupt- und ehrenamtliches Personal

Für jedes Logistikzentrum stehen etwa zehn Millionen Euro zur Verfügung. Für den dauerhaften Betrieb sind zusätzliche Arbeitsplätze vorgesehen. Den Einsatzbetrieb sollen ehrenamtliche und hauptberufliche THWler gemeinsam gewährleisten. Dieses Modell hat sich in der Coronakrise bereits an den eigens eingerichteten Logistikstützpunkten bewährt. Von März bis Dezember 2020 organisierte die vom THW eingerichtete „Zentrale Koordinierungsinstanz Logistik“ (zKiL) die Verteilung von Schutzausstattung an die verschiedenen Bundesbehörden. Zudem übernimmt das THW seither für mehrere Bundesländer die Verteilung von Schutzausstattung.

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Neuer Fachzug Logistik

Auch was die taktische Ebene betrifft, baut das THW seine logistischen Fähigkeiten aus. Die bisherige „Fachgruppe Logistik“ wurde zu einem „Fachzug Logistik“ aufgewertet, mit dem „Trupp Schwerer Transport“ als neuer Teileinheit. In jedem der acht THW-Landes- und -Länderverbände soll es mindestens einen dieser Trupps geben. Das aktuelle THW-Rahmenkonzept sieht sogar bis zu drei pro Landesverband vor.

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