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Kostentreiber Personal

Stückgutabwicklung drei Prozent teurer

Michel Spedition Foto: Ilona Jüngst

Gestiegene Kosten für Maut, Personal und Diesel machen auch den Stückguttransport teurer: Laut dem DSLV-Kostenindex sind die Abwicklungskosten im zweiten Halbjahr 2018 um 3,1 Prozent gestiegen.

Für seinen aktuellen Kostenindex Sammelgutspedition zieht der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) die Daten aus dem zweiten Halbjahr 2018 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2017 heran.

Stärkste Auswirkung auf den Gesamtkostenanstieg in Höhe von 3,1 Prozent hatte demanch der Bereich Personalkosten, der dem Index zufolge sich 2018 im Vergelich zum Vorjahr um 3,1 Prozent verteuert hatte. Mit 1,6 Prozentpunkten trugen die Personalkosten zum Gesamtkostenanstieg bei.

Personalkostenanteil von 53 Prozent

Grund des Kosteanstiegs sei der anhaltende Fahrermangel, der sich auch auf die regionalen Verteilerverkehre auswirke. Dem Werk zufolge betrage der Anteil der Personalkosten an den gesamten Abwicklungskosten jetzt 53,1 Prozent, der Treibstoffkostenanteil 10,9 Prozent, der Anteil der Sachkosten liegt bei 32,4 Prozent und der Mautkostenanteil bei 3,6 Prozent. Damit hätten sich auch Änderungen bei der Gewichtung der einzelnen Kostenarten ergeben.

Auch an der Tankstelle müssen die Speditionen mehr bezahlen - laut dem Index sind die Treibstoffkosten im Betrachtungszeitraum um 8,9 Prozent gestiegen und damit "nahezu wieder auf dem Niveau des Jahres 2014". Ihr Beitrag zur Kostenentwicklung liege bei 0,9 Prozentpunkten. Die flächendeckende Ausweitung der Bundesstraßenmaut zum 1. Juli 2018 hatte auch im Stückgutbereich zu massiven Belastungen geführt, gleichzeitig werden immer größere, mautpflichtige Fahrzeuge im nahverkehr eingesetzt, so dass die Mautkosten in der Branche insgesamt um 27,4 Prozent gestiegen sind. Weil sie aber nur einen geringen Anteils an den Gesamtkosten haben, schlugen die Mautkosten nur mit 0,8 Prozentpunkten zu Buche.

Die Sachkosten gingen leicht zurück und korrigieren den Gesamtkostenindex um knapp 0,3 Prozentpunkte geringfügig nach unten.

Als Benchmark für den Stückgutmarkt wurde der „Kostenindex Sammelgutspedition“ zum neunten Mal im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen vom Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (FORLOGIC) erstellt. An der Erhebung haben sich die Systemverkehr-Netzwerke von 24plus Systemverkehre, CargoLine, Emons Spedition, Honold Logistik Gruppe, IDS Logistik, ILN International Logistic Network, ONLINE Systemlogistik, Rhenus Freight Logistics, Schenker Deutschland, VTL Vernetzte Transport Logistik und Friedrich Zufall mit insgesamt 95 Depots beteiligt.

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