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Konkurrenz für Hamburger Hafen

Hapag-Lloyd steigt in Wilhelmshaven ein

Hapag-LLoyd: Die 400 Meter lange "Al Nefud" ist eines unserer größten Schiffe und kann insgesamt 19.870 TEU transportieren. Foto: Heinz-Joachim Hettchen

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd steigt beim Konkurrenzhafen der Hansestadt, dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ein.

Der Reeder beteiligt sich am Jade-Weser-Port mit 30 Prozent am Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) und mit 50 Prozent am Rail Terminal Wilhelmshaven (RTW). Der bremische Terminalbetreiber Eurogate hält weiterhin die restlichen Anteile, teilte das Unternehmen mit. Der Jade-Weser-Port in Niedersachsen ist der einzige deutsche Tiefwasserhafen und kann unabhängig von Ebbe und Flut direkt von sehr großen Containerschiffen angefahren werden. Die Hamburger Reederei hatte in diesem Jahr zwölf der Riesen mit einer Kapazität von 23.500 Standardcontainern (TEU) in Korea bestellt. Bislang schlägt Hapag-Lloyd als Großkunde seine Container vorrangig in Hamburg um.

Umlenken nach Wilhelmshaven

Künftig könnten Anläufe anstatt durch die 130 Kilometer lange Elbe einfach nach Wilhelmshaven gelenkt werden. Dabei war erst zur Jahresmitte eine erneute ökonomisch und ökologisch sehr umstrittene Ausbaggerung der Elbe zugunsten von Mega-Containerschiffen beendet worden. Die Kosten in Höhe von rund 800 Millionen Euro tragen die Steuerzahler in der Hansestadt und bundesweit. Das Bundesverwaltungsgericht hatte den Eingriff zugelassen, Ziel der Maßnahme war es, verlorengegangene Marktanteile beim Containerumschlag für den Flusshafen zurückzugewinnen.

Zusammenarbeit im Norden nötig

Der Jade-Weser-Port ist auf 2,7 Millionen TEU pro Jahr ausgelegt, blieb aber bislang weit dahinter zurück. Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden hier lediglich rund 639.000 Container umgeschlagen. Und so begrüßt Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) die Entscheidung von Hapag-Lloyd. Er hält die Zusammenarbeit der Hamburger Reederei mit Bremern und Niedersachsen aber auch mit Blick auf die internationale Konkurrenz für sehr wichtig: „Wir werden uns in diesem Wettstreit nicht allein behaupten können, sondern nur, wenn wir unsere verschiedenen Standorte als einen ,Hafen Norddeutschland‘ verstehen und enger zusammenarbeiten“, betonte er. Antwerpen und Rotterdam liegen nun einmal ganz nah am Meer.

Anteile von Maersk übernommen

Hapag-Lloyd hat seine Anteile in Wilhelmshaven vom dänischen Containerreeder Maersk übernommen. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Genehmigung der Kartellbehörden steht noch aus. Derzeit verfügt die größte deutsche Reederei nach eigenen Angaben über eine Flotte von 250 Containerschiffen und eine Gesamttransportkapazität von 1,8 Millionen TEU. Das Unternehmen ist mit etwa 13.400 Beschäftigten an Standorten in 130 Ländern vertreten.

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