Irizar i6S Efficient 13 Prozent sparsamer – ohne Hybrid

Foto: Irizar

Der baskische Busbauer Irizar spendiert dem Reisebus i6S ein Facelift und ein tiefgreifendes technisches Update. Auch ohne Elektrifizierung soll der Wagen so bis zu 13 Prozent Diesel einsparen können.

Der erst vor wenigen Jahren runderneuerte Irizar i6S präsentiert sich abermals tiefgreifend modernisiert: Das Facelift, das sowohl als Integralbus mit DAF-Motoren als auch auf Scania- und anderen Fahrgestellen aufgebaut wird, ist ab sofort in neun Versionen von 10,8 bis 15 Meter und in zwei Höhen zu bekommen. Irizar spricht vollmundig von "endlosen Konfigurationen". Vor allem durch die um bis zu 30 Prozent verbesserte Aerodynamik samt der Kameraspiegel und dem um rund eine Tonne (950 Kilo) niedrigeren Gewicht soll der Verbrauch um bis zu 13 Prozent sinken.

Die deutliche Gewichtsreduzierung ist laut Hersteller vor allem durch den Einsatz neuer, hochfester Stähle sowie Kompositmaterialien möglich geworden. Dabei sei auch die Stabilität und somit die passive Sicherheit des Gerippes deutlich gestiegen. Das Cockpit der Busse soll ebenso wie die Hispacold-Klimaanlagen überarbeitet worden sein, Irizar nennt aber keine weiteren technischen Details. Eine neue Multiplex-Architektur soll erstmals präventive Wartung und erweiterte Telematik-Dienste ermöglichen, die vom Tochterunternehmen Datik kommen.

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Der Irizar i6S wird weiter von konventionellen DAF-Dieselmotoren mit 408 bis 530 PS angetrieben.

Angetrieben wird der Reisebus weiter von konventionellen DAF-Dieselmotoren mit 408 bis 530 PS. Allerdings sei man auf den Einsatz von Biodiesel, Erdgas und Biogas eingestellt und ebenso sei die Technik "auf die Adaption auf zukünftige Zero-Emission-Modelle vorbereitet."

Keine Hybridversion im Plan

Eine Hybridversion wie bei den Überlandbussen i3 und i4 soll es nicht geben, auch wenn diese Modelle mit ihrem 300 PS starken Cummins-Diesel mit 65 kW Elektro-Unterstützung zumindest für die niedrigen Zweiachser durchaus geeignet wären. Auf Nachfrage von eurotransport.de antwortete Arnaud Burban, Directeur Général bei Irizar im Baskenland und für den Vertrieb in der DACH-Region zuständig: "Es ist sicher toll, ein First-Mover bei einer solchen Technik zu sein, aber es ist besser, einen echten und nachhaltigen Business-Case zu haben hinter einem solchen Zug. Die Kosten sind einfach noch zu hoch und keiner will sie tragen."

Als einer der wenigen Bushersteller wird Irizar seinen neuen Wagen wohl auf der IAA Transportation zusammen mit Scania zeigen, wenn auch wohl nicht am Stand, der sicher den Modellen mit dem neuen Scania-Chassis vorbehalten bleiben wird.

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