ICCT-Studie veröffentlicht

E-Lkw schon heute kostenneutral

Foto: Daimler Truck

Die Gesamtbetriebskosten von E-Lkw liegen in Deutschland schon heute auf dem Niveau von konventionellen Diesel-Trucks. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des ICCT.

Die zwei größten Hürden für E-Lkw sind aus Sicht der Kunden klar zu benennen: die begrenzte Reichweite und die hohen Kosten. Zumindest der letztere Punkt ist nach einer neuen Studie der unabhängigen Umwelt-Organisation International Council on Clean Transportation (ICCT) aber hinfällig. In Deutschland liegen batterieelektrische Fernverkehrs-Lkw demnach in Bezug auf die Gesamtbetriebskosten (TCO, Total Costs of Ownership) schon heute auf dem Niveau von konventionellen Diesel-Trucks.

Hintergrund sind die aktuellen Fördermaßnahmen seitens der Politik. So trägt der Staat auf Antrag in der Anschaffung 80 Prozent der Mehrkosten eines E-Lkw im Vergleich zu seinem Diesel-Pendant. Dazu gesellt sich die Mautbefreiung für batterieelektrische Trucks. Und: Der Preis für Dieselkraftstoff ist auch aufgrund der CO2-Steuer hierzulande vergleichsweise hoch, während die Kosten für die Wartung von E-Lkw niedrig sind und die Preise für die Batterien kontinuierlich zurückgehen. Auch ohne politische Fördermaßnahmen wären E-Lkw damit laut ICCT bis 2029 nicht mehr teurer als solche mit einem Dieseltriebstrang.

Deutschland ist Vorreiter

Neben Deutschland hat der ICCT auch Frankreich, Spanien, Italien, Polen, die Niederlande und das Vereinigte Königreich unter die Lupe genommen – und damit die Bedingungen in den Staaten beleuchtet, die zusammen für 75 Prozent der Lkw-Verkäufe in Europa stehen. Hier zeigt die Studie, dass eine Kostenparität zwischen batterieelektrischen Sattelzugmaschinen und Diesel-Lkw bei einer Haltedauer über fünf Jahren zumindest ab circa 2025 erreicht werden kann. Deutschland ist damit klarer europäischer Vorreiter.

Laut des ICCT können dazu weitere Maßnahmen die Attraktivität von E-Lkw noch erhöhen – beispielsweise die Einführung einer CO2-Komponente in der Maut oder die temporäre Befreiung von E-Lkw von der EEG-Umlage.

"Unsere Analyse zeigt, wie wichtig unterstützende Rahmenbedingungen sind, um die dringend notwendige Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs zu stemmen", so Felipe Rodríguez, ICCT-Programmleiter und Mitautor der Studie. "Durch eine Kombination aus Kaufprämien, Mautsenkungen und CO2-Bepreisung kann der Betrieb von Elektro-Lkw im Fernverkehr kostengünstiger sein als der von Diesellastwagen."

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