IAA Transportation 2022 MAN will den Mobilitätswandel mit gestalten

Foto: MAN Truck & Bus

Auf der IAA Transportation präsentiert MAN in Halle 12 am Stand C20 den neuen MAN eTruck. Mit der Dienstleistung MAN eMobility Consulting wollen die Löwen zudem Kunden den Umstieg in Richtung E-Mobilität erleichtern. Für das Wartungsmanagement MAN Service Care stellen die Münchner zudem ein neues digitales Bezahlsystem vor. Darüber hinaus stellt MAN Effizenz-Maßnahmen für seine Verbrenner-Modelle vor, mit dem das Unternehmen bis zu vier Prozent Kraftstoff einsparen will.

MAN hat sich für die IAA Transportation 2022 viel vorgenommen. Im Fokus des Messeauftritts am Stand C20 in Halle 12 stehen laut Hersteller dabei drei Megatrends: der CO2 freie Transport von Gütern auf der Straße, die Digitalisierung für die optimale Einbindung von Lkw in Transportabläufe und das autonome Fahren für mehr Sicherheit und Effizienz.

„Mit noch weniger Kraftstoffverbrauch, einem noch größeren Fokus auf die Fahrerbedürfnisse sowie nützlichen digitalen Dienstleistungen, wie dem automatischen Zahlen des Trucks an der Tankstelle, vereinfachen wir das Tagesgeschäft unserer Kunden“, fasst erklärt Alexander Vlaskamp, CEO von MAN Truck & Bus, den Ansatz des Herstellers auf dem Weg zum nachhaltigen klimaneutralen Transport zusammen. Hierzu gehöre auch eine neu ausgerichtete, flexible Fertigung. Hier sollen nach Angaben des MAN-Steuermanns der neue MAN eTruck in der gleichen Produktionslinie wie die konventionellen Verbrenner entstehen. „Unser neuer eTruck wird mit Produktionsstart alle Anwendungsbereiche abdecken, ob für die Regionalverteilung von Biomilch oder den Ferntransport von grünem Stahl“, fasst Vlaskamp die Anwendungssegmente des neuen schweren E-Lkw zusammen. Zudem wolle das Unternehmen seine Kunden beim Umstieg auf die E-Mobilität so eng wie möglich auf Basis der langjährigen Expertise im Bereich der E-Busse und E-Vans sowie unserem elektrischen eTGM im Verteilerverkehr begleiten.

MAN eTruck im Zentrum der Messepräsentation

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Auf der IAA Transportation präsentiert MAN in Halle 12 am Stand C20 den neuen MAN eTruck.

Um den Wandel weiter voranzutreiben, stellt MAN nach eigenen Angaben den seriennahen Prototyp des neuen
MAN eTruck ins Zentrum der Messepräsentation. Dieser soll nach Angaben des Unternehmens ab 2024 an den ersten Kunden ausgeliefert werden. Als technische Besonderheit des neuen Stromers sieht MAN die Vorbereitung für ein künftiges Megawatt-Laden: hohe Ladeleistungen bei kurzen Ladezeiten sollen den Elektro-Löwen tauglich machen für den schweren Fernverkehr mit Tagesreichweiten zwischen 600 und 800 Kilometern. Diese Reichweite will MAN zu einem späteren Zeitpunkt auf 1000 Kilometern ausbauen. Mit dem MAN eTruck soll ein CO2-freie Ferntransport von gekühlten Lebensmitteln wird damit ebenso möglich sein, wie die geräuscharme und abgasfreie Abfallentsorgung in der Stadt oder der vollelektrische Transport von Materialien im Baustellenverkehr.

MAN eMobility Consulting: Ganzheitlicher Ansatz bei der Umstellung

Für die Flottenumstellung von Diesel auf Elektro ist laut MAN eine ganzheitliche Analyse der Kundenbedürfnisse bereits vor dem Kauf eines Elektro-Trucks zwingend notwendig. Mit dem MAN eMobility Consulting, das MAN erstmals auf der IAA vorstellt, wollen die Münchner genau das leisten. Neben der Beratung zum Fahrzeug soll die neue Dienstleistung auch die Betrachtung kundenspezifischer Einsatzbedingungen betrachten, sowie Potentiale herausstellen, mit denen Kunden Kosten einsparen können. Dazu gehören laut Hersteller unter anderem Routenanalysen, Flottenoptimierung und eine Beratung zur Ladeinfrastruktur.

Digitale Tools wie der neue MAN eReady Check mit dem sollen dabei helfen. Mit dem eReady Check sollen Kunden künftig prüfen können, wie sich ihre Lieferrouten rein elektrisch fahren lassen. Der neue MAN eManager, soll es Fuhrparkmanagern zudem ermöglichen, wichtige Ladeinformationen aller Trucks der Flotte im Blick zu behalten. Diese digitalen Helfer sind nach Angaben des Herstellers Teil der von MAN Transport Solutions auf der Messe präsentierten eSolutions, in deren Rahmen auch Partner für die entsprechende Ladeinfrastruktur vorgestellt werden sollen.

Digitale Helfer: MAN Now, MAN Efficient Cruise, MAN Service Care, MAN Perform

She's putting their startup on the map Foto: pixdeluxe
Digitale Helfer zur IAA Transportation: MAN Now, MAN Efficient Cruise, MAN Service Care, MAN Perform

Im Bereich der Digitalisierung will MAN auf der IAA zudem einen Überblick über die bereits bestehenden digitale Services geben. Hierzu zählt unter anderem MAN Now mit dem das Kartenmaterial für die Navigation aktualisiert werden kann, aber auch Fahrfunktionen wie das MAN Efficient Cruise. Beide lassen sich laut Hersteller over-the-air auf das Fahrzeug aufgespielt oder aktualisiert werden. Mit dem digitalen Wartungsmanagement MAN ServiceCare sollen sich Werkstatt-Arbeiten zudem schnell und unkompliziert abwickeln lassen. Zudem präsentiert MAN das online Effizienz-Monitoring MAN Perform, das Flotten dabei unterstützt unterstützt zu jederzeit kraftstoffsparend unterwegs zu sein. Abgerundet werden die digitalen Neuheiten von MAN mit einem digitalen Bezahlsystem, das Fahrern den Besuch an der Tankstelle vereinfachen soll. Davon sollen auch Fuhrparkleitern profitieren, die mit dem neuen Bezahlsystem die Kosten für Kraftstoff im Blick behalten können.

Automatisierung: Projektstatus von ANITA und Atlas-L4

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Auf der IAA will MAN anhand verschiedener aktueller Praxisprojekte die kontinuierlichen Entwicklungsschritte vom autonomen Fahren auf abgeschlossenem Gelände zum voll autonomen Fahren auf der Autobahn zwischen Logistikhubs erläutern. Hierzu gehört laut MAN das Projekt ANITA und das Projekt Atlas L4.

Einen weiteren Hebel für die Transformation hin zu einem nachhaltigen Gütertransport sieht MAN im autonomen Fahren. Auf der IAA will MAN anhand verschiedener aktueller Praxisprojekte die kontinuierlichen Entwicklungsschritte vom autonomen Fahren auf abgeschlossenem Gelände zum voll autonomen Fahren auf der Autobahn zwischen Logistikhubs erläutern. Hierzu gehört laut MAN das Projekt ANITA in dessen Rahmen die autonome An- und Ablieferung von Containern in einem Straße-Schiene-Umschlagterminal des Kooperationspartners Deutsche Bahn deutlich an Leistungsfähigkeit gewinnen soll. Auch das Projekt Atlas-L4 soll am Stand vorgestellt werden, das an einer konkreten Umsetzung von autonomen Hub-to-Hub Transporten arbeitet. Ende 2024 soll mit Atlas-L4 der erste Lkw autonom auf einer deutschen Autobahn unterwegs sein.

Bis zu vier Prozent weniger Verbrauch und mehr Leistung

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Mit Blick auf den klassischen Dieselantrieb präsentiert MAN zur IAA nach eigenen Angaben zudem eine Neuauflage des D26-Motors.

Mit Blick auf den klassischen Dieselantrieb präsentiert MAN zur IAA nach eigenen Angaben zudem eine Neuauflage des D26-Motors. Zahlreiche Optimierungen des Aggregats sollen den Verbrauch des D26 noch einmal bis zu drei Prozent senken, bei gleichzeitiger Steigerung des Drehmoments um 50 Newtonmeter und einem Leistungszuwachs von zehn PS. Eine zusätzliche Einsparung für den Fernverkehr sollen neue Aerodynamikmaßnahmen für den MAN TGX bringen, die den Luftwiderstand des Fahrerhauses weiter verringern soll. Beide Stellschrauben machen laut MAN eine Kraftstoffeinsparung von zu vier Prozent möglich.

Neue Individual Lion S Ausstattungen

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MAN bringt zudem die exklusive Top-Ausstattungen Individual Lion S für die MAN TGS Baureihe zur Leitmesse nach Hannover.

MAN bringt zudem die exklusive Top-Ausstattungen Individual Lion S für die MAN TGS Baureihe zur Leitmesse nach Hannover. Das spezielle Farb-Design umfasst laut Hersteller nun auch die Kameraarme des Spiegelersatzsystems MAN OptiView. Darüber hinaus wurden die roten Designelemente im In- und Exterieur sind um neue optische Akzente ergänzt. Unter anderem sind die Aerodomes an den Seiten der langen Fahrerhäuser mit schwarzen oder roten Farbelementen optisch hervorgehoben. Auch ein schwarzes Optikpaket soll künftig für ein starkes Auftreten beim Kunden sogen.

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