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Hapag-Lloyd

Halbjahresbilanz fällt ernüchternd aus

Foto: Heinz-Joachim Hettchen

Die Großreederei Hapag-Lloyd hat im ersten Halbjahr 2016 ein Konzernergebnis von -142,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Im Vorjahreszeitraum lag der Wert eigenen Angaben zu Folge noch bei positiven 157,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis fällt im Berichtszeitraum ebenfalls ins Negative und nahm von 267,7 Millionen Euro auf -39,7 Millionen Euro ab. Als problematisch hatten sich demnach das verhaltene Wirtschaftswachstum in vielen Teilen der Welt, ein anhaltend scharfer Wettbewerb in der Linienschifffahrt sowie weiter rückläufige Frachtraten gezeigt. Das Transportvolumen blieb hingegen fast auf Vorjahresniveau: -0,4 Prozent auf 3,703 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer (TEU). 

Dafür nahm die durchschnittliche Frachtrate laut Hapag-Lloyd um 254 Dollar, also fast 20 Prozent ab auf 1.042 Dollar pro TEU (939 Euro). Der Umsatz der Reederei ging von 4,7 auf 3,8 Milliarden Euro zurück. Gleichzeitig habe man jedoch die Transportaufwendungen um rund 600 Millionen Euro (-16 Prozent) gesenkt. Dafür seien unter anderem niedrigere Bunkerpreise und -verbräuche sowie Synergien aus dem Zusammenschluss mit CSAV und Kosteneinsparungsprogramme verantwortlich. Im zweiten Quartal nahmen die Bunkerpreise wieder zu. Dennoch blieben die Frachtraten laut Hapag-Lloyd auf ihrem niedrigen Niveau.

Enttäuschendes Ergebnis

"Das Halbjahresergebnis ist enttäuschend", sagt Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. "Zwar laufen unsere Kostensenkungsprogramme weiterhin erfolgreich und die Synergien aus dem Zusammenschluss mit CSAV werden planmäßig geliefert." Dies reiche jedoch nicht aus, um den Rückgang der Frachtraten zu kompensieren. "Auch wenn die Frachtraten zuletzt in der Hochsaison in verschiedenen Fahrtgebieten wieder angestiegen sind, kommt diese Erholung später als wir es erwartet haben." Im zweiten Halbjahr liege daher das Hauptaugenmerk darauf, die Kostenbasis weiter zu optimieren und die Frachtraten wieder auf ein "auskömmliche Niveau" zu bringen. 

Das schwierige Marktumfeld mache es zudem umso wichtiger, die Transaktion mit UASC schnellstens umzusetzen. "Deshalb werden wir sofort nach Freigabe des Zusammenschlusses durch die Wettbewerbsbehörden mit der Integration der UASC beginnen. Der Zusammenschluss wird uns jährliche Nettosynergien in Höhe von mindestens 400 Millionen US-Dollar (rund 360 Millionen Euro) bringen, die zum Teil bereits im nächsten Jahr greifen sollten", sagt Habbe Jansen.

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