Ford Otosan Trucks

Markteintritt in 80 Länder anvisiert

Foto: Oliver Willms

Ford Otosan Trucks möchte vom türkischen Heimatmarkt heraus die europäische Lkw-Welt erobern. Die Väter des neuen F-Max haben ehrgeizige Pläne.

Einen gesetzten Platz im Kreis der großen Lkw-Hersteller – den will sich Ford Trucks nun auch auf den europäischen Straßen erobern. Nach dem erfolgreichen Eintritt in die Märkte Bulgarien und Rumänien visieren die Türken den westlichen Teil des Kontinents als zusätzliches Absatzgebiet an. Mit dem Einstieg über einen Generalimporteur in Portugal und Spanien haben die Ford-Mannen den Brückenkopf zwischen Afrika und Europa bereits geschlossen, betonte Ford Trucks-CEO Haydar Yenigün bei der feierlichen Eröffnung der spanischen Dependance, deren landesweites Netzwerk über acht Stützpunkte verfügt und sukzessive erweitert wird.

5 Prozent Marktanteil sind vorgesehen

Die Ziele des Newcomers auf dem Fernverkehrs-Lkw-Segment sind durchaus ambitiös. Neben dem Engagement in Afrika und dem Mittleren Osten wollen die Ford-Manager immerhin rund 50 Prozent ihrer künftigen Absätze in Europa einfahren. Der ehrgeizige Business-Plan sieht mindestens fünf Prozent Marktanteil in jedem Land vor. Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei freilich in einem flächendeckenden Servicenetz, das in den kerneuropäischen Staaten neu aufgebaut werden muss. Die Kooperation mit dem etablierten Netzwerk von TIP-Trailer soll helfen, die Marke nicht nur schnell, sondern auch dauerhaft an die Neukunden zu binden. Für Serhan Turfan, Vice President von Ford Trucks, wird die Zusammenarbeit bedeutend zum unternehmenseigenen Ziel von „kontinuierlichem Kundensupport“ beitragen. Paul Beadle, Chief Operating Officer von TIP Trailer Services, zeigt sich wiederum davon überzeugt, dass die Partnerschaft „für beide Seiten viele Vorteile mit sich bringt.“Nach dem IAA-Debüt 2018 konnte der Ford F-Max nicht nur den renommierten Titel „Truck of the Year 2019“ gewinnen, sondern auch Auszeichnungen in Österreich und Russland einheimsen. In Russland errichtet Ford eine eigene CKD-Montage in Kaliningrad, um den gigantischen Markt im Osten aufzurollen.

Foto: Oliver Willms
Deutschland im Fokus: Ford Trucks-CEO Yenigün.

Bislang ist Ford mit seinem Schwer-Lkw in 38 Ländern präsent, zum Jahreswechsel 2019 sollen es bereits 44 Länder sein, darunter auch Italien. Den als besonders schwierig geltenden Markteintritt in Deutschland hat man sich für 2021 vorgenommen. Ford Trucks-Chef Yenigün ist nach den Markterfolgen des F-Max optimistisch, die hohe Hürde nehmen zu können. Nächstes Jahr will Ford den 460 oder 500 PS starken F-Max dann mit einem neuen automatisierten Getriebe aus Eigenentwicklung anbieten, das die ZF-Traxon-Box ersetzen wird. Für den voll ausgestatteten F-Max mit Hochdach und Features wie GPS-gestütztem Tempomat soll ein Preis um die 60.000 Euro aufgerufen werden. Damit läge der Newcomer aus dem Osten rund 10.000 Euro unter den preisgünstigsten Vertretern der etablierten Marken. Bis 2023 hat sich die engagierte Ford-Mannschaft den Markteintritt in insgesamt mindestens 80 Ländern vorgenommen. Ein kühner Plan in Zeiten eher stagnierender Verkaufszahlen und eines zusammengebrochenen russischen Nutzfahrzeugmarkts. Das Tempo und das Engagement, mit denen Ford Trucks auf den neuen Märkten auftritt, zeugen allerdings von einer durchdachten Strategie seitens des ambitionierten türkischen Herstellers.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
lao 12 2019 Titel
lastauto omnibus 12 / 2019
23. November 2019
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