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Transportwelt

"Stabilität und langfristige Erfolge“

Die Wirtschaftskrise hat die Stückgutkooperation System Alliance mit Sitz im hessischen Niederaula bisher vergleichsweise moderat getroffen. Geschäftsführer Georg Köhler schaut nicht zuletzt deshalb optimistisch in die Zukunft. Auch der Wechsel von Militzer & Münch zu Cargoline sieht er nicht als problematisch an. Das Unternehmen aus Hof erfülle bis zum Jahresende ihre vertraglichen Pflichten, für die Zeit danach sei eine gute Lösung in Aussicht, sagte er beim traditionellen Redaktionsgespräch von trans aktuell. transaktuell.de: Herr Köhler, macht die Wirtschaftskrise auch System Alliance zu schaffen? Köhler: Wir befinden uns natürlich in einer nicht einfachen Situation. Letztlich bleibt uns nichts weiter übrig als weiterhin einen guten Job zu machen, dann gibt es auch in der Krise eine Chance, Kundenkontakte zu knüpfen und neue Geschäfte anzubahnen. Außerdem können wir diese Zeit nutzen, um unsere Abläufe, beispielsweise in der Datenverarbeitung, zu optimieren. transaktuell.de: Auf welche Stärken baut ihr Netzwerk in der jetzigen Situation? Köhler: Wir haben ein Netz starker Partner, für die Stabilität und langfristige Erfolge zählen. Allein in den vergangenen drei Jahren haben die Unternehmen unserer Kooperation 133 Millionen Euro investiert. Außerdem sind wir in Deutschland mit elf Gesellschaftern und drei Systempartnern mit 40 Betrieben flächendeckend gut aufgestellt. Daran ändert auch der Ausstieg von Militzer & Münch zum Jahresende nichts. Mir liegen aktuell die Clearingzahlen des Monats Juli vor. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir bei den Sendungsmengen nur 5,7 Prozent verloren. Das ist ein vergleichsweise moderater Verlust. transaktuell.de: Woran liegt es, dass die Rezession bei Ihnen weniger stark zuschlägt als bei anderen Marktteilnehmern? Köhler: Von den Sendungsrückgängen sind besonders Unternehmen betroffen, die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben, etwa auf den Automotivebereich. Unsere Partner sind eher Generalisten mit einer starken Verankerung bei mittelständischen Kunden unterschiedlicher Branchen. Da es nicht allen Branchen gleich schlecht geht, mildert das die Rückgänge bei den Sendungen. transaktuell.de: Trotzdem wird auch System Alliance in diesem Jahr ein Minus bei den Sendungen verzeichnen müssen ... Köhler: Wir gehen davon aus, dass die Anzahl der Sendungen von 9,4 Millionen im Jahr 2008 auf 8,6 Millionen zurückgeht. Das ist vor dem wirtschaftlichen Hintergrund ein akzeptables Ergebnis. transaktuell.de: Sie sehen also keinen Grund dafür, um über einen Preiskampf die Sendungsmengen zu steigern? Köhler: Einige Wettbewerber stellen sich in dieser Hinsicht aggressiv auf. Wir werden aber keine Transportdienstleistungen erbringen, die nicht kostendeckend sind nur um die Mengen zu erhöhen. Wer damit anfängt, muss sich bewusst sein, dass die Preise sehr schnell im Keller sind, aber sehr lange brauchen, um wieder ein einträgliches Niveau zu erreichen.

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