Fahrer aus Osteuropa weiterhin viel billiger

Kostenvorteil bei über 170 Prozent

Kombiverkehr - Fahrerpause Foto: Rathmann

Osteuropäische Transporteure haben bei den Arbeitskosten einen Vorteil von mehr als 170 Prozent und werden ihn zunächst auch behalten. Das ergab eine Studie im Auftrag der EU-Kommission.

Laut der Studie werden die Arbeitskosten für westeuropäische Unternehmen auf das Jahr 2019 bezogen um durchschnittlich 179 Prozent höher geschätzt als für Betriebe aus dem Osten der Union. Der Anteil der Arbeitskosten an den Gesamtbetriebskosten lag daher bei westeuropäischen Unternehmen bei 38 Prozent, gegenüber 22 Prozent bei osteuropäischen Firmen, so die Untersuchung. Konkret verbergen sich dahinter pro Fahrzeug jährliche Arbeitskosten in Höhe von 58.807 Euro für westeuropäische Unternehmen und Arbeitskosten von 21.068 Euro für osteuropäische Betriebe. Die Zahlen beziehen sich auf Preise aus dem Jahr 2019.

Im Westen auch 2023 noch ein Plus von 171 Prozent

Obwohl die Kosten für Arbeit im osteuropäischen Transportsektor bis 2023 voraussichtlich um 8,6 Prozent steigen, findet keine wesentliche Angleichung statt. In den westeuropäischen Mitgliedstaaten liegt das Kostenplus bei 5,5 Prozent, insgesamt müssen für die Arbeit im Westen dann immer noch 171 Prozent mehr als im Osten bezahlt werden, so die Studie. Die Arbeitskosten in den südeuropäischen Ländern liegen etwa in der Mitte zwischen den Werten im Westen und Osten.

Marktanteil Westeuropas gesunken

Der Marktanteil westeuropäischer Unternehmen im Straßentransportsektor bezogen auf den Umsatz ist zwischen 2012 und 2017 um zwei Prozent zurückgegangen, der aus Osteuropa ist im gleichen Zeitraum um drei Prozent gewachsen, Südeuropa verzeichnete ein Minus um ein Prozent. In den 27 EU-Staaten gab es 2017 rund 523.000 Straßentransportunternehmen. An der Spitze lagen zahlenmäßig die Osteuropäer mit 207.312 Betrieben, gefolgt von Unternehmen aus Südeuropa mit 191.264 Einheiten, Westeuropa brachte es auf 124.791 Firmen. Dabei gilt es zu bedenken, dass westeuropäische Betriebe in der Regel größer sind. Hier arbeiten im Schnitt 7,6 Personen, in Ost- und Südeuropa sind es lediglich 5,2 beziehungsweise 3,5 Arbeitskräfte. Für die Untersuchung wurden die neuesten vorliegenden Zahlen verwendet.

Unsere Experten
Harry Binhammer, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Harry Binhammer Fachanwalt für Arbeitsrecht
Experte für Flottenmanagement und angewandte Mobilitätsangebote Rolf Lübke Flottenmanagement und Mobilitätsangebote
Aktuelle Fragen Bullenfänger illegal? Sind Bullenfänger in Deutschland erlaubt? Arbeitszeit: Anfahrt zum Stellplatz Ist die Anfahrt zum Lkw-Stellplatz Arbeitszeit? Digitacho (Nachrüstpflicht) Gibt es eine Digitaltacho-Nachrüstpflicht für alte Lkw?
Betriebsstoffliste 2021
Element_Teaser_BL_2020 Mehr als 2.500 Produkteinträge

Immer auf dem neuesten Stand: Die DEKRA Betriebsstoffliste 2021

Leserwahl 2021
Leserwahl 2021 Letzte Chance Preise im Wert von 100.000 Euro zu gewinnen!

Hauptgewinn: IVECO Daily Hi-Matic Natural Power!

trans aktuell-Symposien 2021
trans aktuell-Symposien 2021 Infos & Anmeldung

Alle Termine, Themen und Gastgeber für 2021 auf einen Blick

Kostenloser Newsletter
eurotransport Newslettertitel Jetzt auswählen und profitieren

Maßgeschneidert: Die neuen Themen-Newsletter für Transportprofis.

Who is Who
Who is Who Nutzfahrzeuge 2019 WHO IS WHO Nutzfahrzeuge

Alle Hersteller, Zulieferer und Dienstleister für Nutzfahrzeugflotten.

eurotransport.de Shop
Web Shop Content Teaser Der Shop für die, die es bringen.

Zeitschriften, Bücher, Lkw-Modelle, Merchandising und mehr.