Exqui.City und neue A-Baureihe Van Hool im ÖPNV emissionsfrei

Foto: Van Hool

Im 75. Jahr seines Bestehens macht der Hersteller Van Hool große Sprünge: Die gesamten ÖPNV-Modellreihen werden auf rein emissionsfreie Antriebe umgestellt. Neueste Belege hierfür: die brandneue A-Baureihe und ein weiterer Auftrag für den Doppelgelenk-Trambus Exqui.City.

Der belgische Spezialist für E- und H2-Busse Van Hool hat einen Vertrag mit Nobina, der größten ÖPNV-Gesellschaft Skandinaviens, über die Lieferung von 21 batterieelektrischen Doppelgelenk-Trambussen vom Typ Exqui.City in der 24-Meter-Version geschlossen. Die Trambusse im BHNS-Design werden ab Mitte 2022 in Malmö in Schweden zum Einsatz kommen. Schon seit 2014 verkehren 15 dieser Doppelgelenkbusse in der schwedischen Stadt. Es handelt sich dabei um Plug-in-Fahrzeuge, die im Nobina-Depot in Malmö geladen werden. Erstmals werden hierbei in Europa hochentwickelte Proterra-NMC-Batterien (drei Packs auf dem Dach zu jeweils 225,3 kWh, insgesamt 676 kWh) eingesetzt, die Van Hool auch in seinen beiden US-Reisebussen CX45E und TDX25E verbaut (Siehe den Fahrbericht zum TDX25E in Lastauto Omnibus Heft 1-2/2021, das am 5. Februar erscheint!). Angetrieben wird der Doppelgelenkbus an Achse 2 und 3 von effizienten Siemens PSM-Zentralmotoren mit jeweils 160 Kilowatt Nominalleistung und 2.500 Newtonmeter Nenn-Drehmoment. Die Busse bieten bei 41 Sitzplätzen bis zu 87 Stehplätze nach einer kundenbezogenen Komfortzählung von 4 Pax/m2, was sehr realistisch ist. Insgesamt sind es dann 128 Passagiere.

Neue A-Baureihe 100 Prozent emissionsfrei

Van Hool hat sich unlängst weitgehend von allen verbrennungsmotorischen Antrieben (Diesel, Hybrid, Erdgas) verabschiedet und setzt voll auf emissionsfreie Fahrzeuge im ÖPNV. Auch bei der neuen A-Baureihe (siehe Foto), die im Frühsommer an den Start gehen soll und mit Längen von 10 bis 24 Meter fein sortiert ist. Es wurden bereits rund 130 Busse des neuen Modells verkauft, noch bevor eine offizielle Vorstellung erfolgte. 108 davon sind rein batterieelektrisch angetrieben, weitere 27 davon mit einer Ballard-Brennstoffzelle ausgestattet.

Filip Van Hool, CEO von Van Hool, erläutert den neuerlichen Großauftrag über die Exqui.City: „Diese Bestellung untermauert das Vertrauen, das Nobina in Van Hool hat. Nobina ist eine neue und wichtige Referenz für Van Hool und ein klarer Beweis für die technologische Vorrangstellung des Unternehmens aus Koningshooikt. Van Hool setzt voll und ganz auf 100-prozentig emissionsfreie Anwendungen in ihren Bus-Baureihen. Wir sind überzeugt, dass die verschiedenen emissionsfreien Antriebslösungen, die wir anbieten – nämlich Batterie, Oberleitungs- und Wasserstoffantrieb – je nach örtlicher Anwendung ein passender Ansatz zur Ökologisierung der Busflotten ist, an der die öffentlichen Verkehrsgesellschaften in aller Welt derzeit arbeiten. Als belgischer und seit 75 Jahren unabhängiger Hersteller von Linien- und Reisebussen haben wir inzwischen über 1.200 E-Fahrzeuge ausgeliefert."

Plattformkonzept Exqui.City schon seit über zehn Jahren

Der Exqui.City, der als 18-Meter-Gelenkbus und 24-Meter-Doppelgelenkbus lieferbar ist, kombiniert die Flexibilität eines Busses mit der Effizienz einer S-Bahn, ohne deren hohe Infrastrukturkosten zu verursachen. Die Trambusse verfügen über ein futuristisches Design, das viele Verkehrsbetriebe weltweit schätzen. Die Niederflurbusse erleichtern den Einstieg und bieten mit vier Doppeltüren schnellen Zugang und einen besonders hohen Passagierfluss. Dieser Fahrzeugtyp basiert auf einer multiplen Antriebsplattform, die Van Hool 2011 auf dem UITP-Kongress in Dubai vorgestellt hat und jetzt zu 100 Prozent emissionsfrei ist: mit Batterie-, Oberleitungs- und Wasserstoffantrieb.

Mittlerweile verkehren bereits über 300 Trambusse in 17 Städten, hauptsächlich in Europa, doch auch im französischen Übersee-Département Martinique.

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