Europa Truck Trial 2022 Mega-Starterfeld am Samstag

ETT 2022 Montalieu Foto: Markus Bauer 86 Bilder

Die Truck Trial Saison 2022 ist endlich gestartet! Los geht es in guter Pfingsttradition im französischen Montalieu-Vercieu.

Satte 42 Starter treten am Samstag in Montalieu unter gleißender Sonne an zum Kampf um die ersten Meisterschaftspunkte der Saison. Allein 23 Zweiachser drängen sich diesmal im Feld, davon kommen allein 22 Teams aus Frankreich - alle bis auf den Titelverteidiger Racing Team Avia Future aus Tschechien.

Das wird nur getoppt von der Klasse der Prototypen. Denn diese - acht Starter sind es in Montalieu - ist komplett in französischer Hand. Doch halt! Wo ist der Titelverteidiger, Karl Vavrik aus Österreich? Für den war bereits am Freitag die Sache gelaufen. Was beim Korso durchs Städtchen Montalieu zunächst aussah, als ob der Truck mit einer verbogenen Felge etwas unrund unterwegs war, entpuppte sich kurze Zeit später als defekte Achse. Vavrik nimmt es sportlich. Am Samstag ist er per Fahrrad im Gelände unterwegs und schaut den Kollegen zu.

Vierachser: Mehr als sportlich

Ähnliches Pech hat Vavriks Landsmann Rudi Reicher. Beim letzten Check des Mercedes-Vierachsers kam die Hiobsbotschaft: Wasser im Öl und damit ein drohender Motorschaden, wenn das nicht schnellstens behoben wird. Die Zeit bis zum Startschuss in Montalieu war dafür leider zu knapp. Doch bei nur vier Läufen in der Saison 2022 würden die Chancen auf die Meisterschaft bei einem Nuller in Montalieu praktisch zu Staub zerfallen. Hier zeigt sich einmal mehr die große Kollegialität und Fairness, die das Truck Trial auszeichnet. Es ist ohnehin Gang und Gäbe, dass man sich bei technischen Problemen im Fahrerlager gegenseitig hilft. Aber Marcel Schoch und Johnny Stumpp gehen noch etwas weiter. Die beiden Schwaben leihen Rudi ihren Vierachser im Doppelstart aus. Eine gefahrene Sektion in Montalieu genügt für Rudi, um wenigstens die Punkte für den vierten Platz einzusammeln - mehr Vierachser sind es nicht - und sich eine Tür zur Meisterschaft offenzuhalten. Hut ab also vor dem HS-Schoch Hardox Truck Trial Team, dass sie ihrem eigentlich schärfsten Konkurrenten so unter die Arme greifen.

Das Pech der Österreicher

Vavrik ist komplett raus, Reicher fährt nur eine Sektion - ganz so schlimm beginnt die Saison für das Zebra-Zil-Offroad-Team nicht, aber dennoch gibt es Grund zum Ärger in der allerersten Sektion. Nach einem ganz guten Lauf berühren Bernhard Faxe Fuchs und Beifahrerin Gertraud Fuchs mit ihrem Zil das rot-weiße Flatterband. Abpfiff, raus aus der Sektion. Glück im Unglück: die meisten Tore hatten die beiden schon hinter sich gebracht.

Wer letztlich beim ersten Lauf die Nase vorn hat, wird sich erst am Sonntag zeigen, zumal da allem Anschein nach auch der Wettergott noch ein Wörtchen mitzureden hat.

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