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Einkommen in der KEP-Branche Was Zusteller verdienen

Foto: Deutsche Post DHL

Die Weihnachtszeit und der boomende E-Commerce haben die Mitarbeiter in der KEP-Branche stark gefordert. Die Einkommen steigen aber längst nicht so stark, wie die kletternden Umsätze vermuten lassen.

Die Beschäftigten in der Kurier-, Express- und Postbranche (Kep) verdienen deutlich weniger als Vollzeitmitarbeiter in anderen Wirtschaftszweigen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der durchschnittliche Monatsverdienst (brutto) in der Kep-Branche im Jahr 2021 um gut 1.000 Euro unter dem Durchschnitt der Wirtschaft insgesamt. Im Schnitt kamen die Kep-Mitarbeiter (Vollzeit) demnach auf 3.022 Euro, während das Durchschnitts-Einkommen in der Wirtschaft insgesamt bei 4.100 Euro lag. Alle Hierarchien verdienten weniger als der Durschnitt – vom Ungelernten bis zur Führungskraft.

Nur 3,6 Prozent mehr Lohn als zehn Jahre zuvor

Auch erfolgte die Erhöhung der Einkommen nicht im Gleichklang mit der Entwicklung der Umsätze. In der Wirtschaft insgesamt stiegen die Löhne und Gehälter innerhalb von zehn Jahren um 23,8 Prozent (und die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 14,6 Prozent). Kep-Angestellte dagegen verdienten 2021 im Schnitt nur sechs Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. Das geringste Verdienstplus entfiel auf Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, sie erhielten nur 3,6 Prozent mehr als vor zehn Jahren, wie Destatis ermittelt hat. Fachkräfte machen mit zwei Dritteln das Gros der Beschäftigten in der Kep-Branche aus, gefolgt von angelernten (13 Prozent) und ungelernten (neun Prozent) Arbeitnehmern.

Aufschlussreich ist auch der Blick auf die Arbeitszeit: Laut Destatis sind sechs von zehn Mitarbeitern bei den Kep-Dienstleistern auch an den Wochenenden tätig. Die Quote von 60 Prozent ist doppelt so hoch wie in der Wirtschaft insgesamt. Jeder siebte Erwerbstätige in der Kep-Branche arbeitet ferner nachts zwischen 23 und 6 Uhr. Rund 27 Prozent der Beschäftigten in der Zustellbranche haben einen ausländischen Pass, unter allen Erwerbstätigen liegt der Anteil bei 13 Prozent.

So viele Menschen arbeiten bei Kep-Dienstleistern

Insgesamt stieg die Zahl der Mitarbeiter in der Kep-Branche zwischen 2010 und 2020 nach offiziellen Zahlen um 19,4 Prozent auf 530.000 Menschen. Der Branchenumsatz lag 2020 bei 54,4 Milliarden Euro – was einer Verdopplung gegenüber dem Jahr 2010 entspricht.

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