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Drohnen-Transporte

Alibaba fliegt Ingwer-Tee nach Peking

Foto: Thomas Küppers, Montage Götz Mannchen

Der chinesische Online-Händler Alibaba stellt seine Lieferungen per Drohne zu. Zumindest gilt das für Ingwertee, den 450 Testkunden in diesen Tagen mit Hilfe der kleinen Flugobjekte erhalten.

05.02.2015 Markus Bauer

Dieses sei jedoch vorerst ein einmaliger Test, wie das amerikanische Portal Bloomberg berichtet. Die erste Zustellwelle der Tee-Päckchen von Alibabas Händler Taobabo, die der Konzern zusammen mit Shanghai YTO Express Logistics ausliefert ging demnach nach Peking. Shanghai und Guangzhou sind die nächsten Ziele. Bemerkenswert sei, dass die chinesische Regierung lediglich ein Fünftel des Luftraums überhaupt für zivile Flugbewegungen freigegeben habe.

"China befindet sich noch immer in der Anfangsphase, in der Regelungen für die kommerzielle Nutzung von Drohnen eingeführt werden sollen. Viele Gebiete sind noch immer komplett blank", zitiert Bloomberg Zhang Qihuai, einen Anwalt der Pekinger Kanzlei Lanpeng. "Schlüsselbestimmungen wie die Flughöhe und die Verantwortlichkeiten bei Unfällen sind noch nicht verfasst." Es liege noch ein weiter Weg vor den Unternehmen, bis Drohnen tatsächlich kommerziell in China genutzt werden können. Immerhin geben Alibaba und YTO demnach an, die Behörden informiert zu haben.

Bote übernimmt die "letzte Meile"

Eine der Drohnen habe für ihren Weg zum Kunden laut Bloomberg von den östlichen Außenbezirken Pekings bis zum China World Trade Center weniger als eine Stunde gebraucht. Dort habe ein Bote die Fracht in Empfang genommen und sie ausgeliefert. Aktuell erarbeiten die chinesischen Behörden demnach einen Katalog von Voraussetzungen, die ein Drohnen-Pilot erfüllen muss.

Mit den Testflügen in China ist Alibaba laut internetworld.de seinem Konkurrenten Amazon einen großen Schritt voraus. Noch immer warte dieser auf die Genehmigung für Drohnen-Tests. Bisher sei dies nur in wenigen abgelegenen Testgebieten möglich, so das Portal golem.de. Wie sich der jüngste Vorfall mit einer verirrten Drohne im Garten des Weißen Hauses auf den Genehmigungsprozess in den USA auswirkt, ist überdies fraglich.  

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