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Deutsche Post DHL Group

Weniger Gewinn, mehr Umsatz

Deutsche Post-Chef Frank Appel Foto: Christoph Papsch

Die Deutsche Post DHL Group hat im vergangenen Jahr mehr Umsatz erwirtschaftet, beim Gewinn aber Einbußen hinnehmen müssen.

09.03.2016 Susanne Spotz

Nach Angaben des Unternehmens lag der operative Gewinn bei 2,41 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2014 fuhr der Konzern damit ein Minus von 18,7 Prozent ein (2014: 2,97 Milliarden Euro). Grund für den Rückgang ist laut Deutsche Post auch die Erneuerung der IT im Geschäftsfeld Global Forwarding. Im Oktober vergangen Jahres habe man daher die Ergebnisprognose entsprechend korrigiert.

Den Konzernumsatz gibt die Deutsche Post mit 59,2  Milliarden Euro an - ein Plus von 4,6 Prozent. Der Umsatz der DHL-Divisionen stieg um 5,3 Prozent an, im PeP-Bereich kletterte die Zahl um 2,8 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro zu (2014: 15,7 Milliarden Euro). Das Ebit allerdings fiel mit 1,1 Milliarden Euro um 15 Prozent geringer aus als 2014. Grund hierfür seien höhere Material- und Personalkosten, der Ausbau des Paketnetzes sowie der Streik.

Mehr als 1,1 Milliarden Pakete befördert

Im Geschäftsfeld Post gingen die Erlöse um 2,3 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro zurück. Erfreulich entwickelte sich das Paket-Geschäft. Der Bereich PeP hat 2015 mehr als 1,1 Milliarden Pakete befördert – ein Plus von 8,7 Prozent.

Express fährt 13,7 Milliarden Euro ein

Der Unternehmensbereich Express hat seine Volumen-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2015 laut Deutsche Post weiter fortgesetzt. Die Erlöse kletterten im Gesamtjahr um 9,4 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro (2014: 12,5 Milliarden Euro) - um Währungseffekte bereinigt lag der Anstieg bei 2,3 Prozent. Das Ebit der Division legte um 10,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu.

Der Umsatz im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight lag im Jahr 2015 mit 14,89 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (2014: 14,92 Milliarden Euro). Um Währungseffekte bereinigt lagen die Erlöse um 3,9 Prozent unter dem Vorjahr, bilanziert die Deutsche Post. Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain ist im Geschäftsjahr 2015 um 7,2 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro gestiegen (2014: 14,7 Milliarden Euro).

Für 2016 erwartet der Konzern einen Ebit-Anstieg von 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro. Für den Bereich PeP rechnet man mit einem Ebit von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Die DHL-Divisionen sollen zum Ergebnisziel 2016 zwischen 2,45 bis 2,75 Milliarden Euro beitragen.

Bis 2020 will die Post den operativen Gewinn um durchschnittlich mehr als acht Prozent steigern (seit 2013). Dazu beitragen sollen die DHL-Divisionen mit einem durchschnittlichen Ebit-Wachstum von zehn Prozent pro Jahr, der Bereich PeP mit einem Plus von drei Prozent pro Jahr.

 

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