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Daimler und Hermes

Elektro-Partnerschaft besiegelt

Daimler-Hermes-Vertrag Foto: Markus Bauer

Fahrzeughersteller Daimler und KEP-Dienstleister Hermes wollen künftig gemeinsam die Elektrotransporter vorantreiben.

Dazu haben die beiden Partner in Hamburg einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Hermes setzt künftig Transporter von Mercedes-Benz ein, um in der Hansestadt und in Stuttgart Kunden mit Paketen zu beliefern. Ab 2018 sollen rund 50 elektrisch angetriebene Mercedes-Benz Vito und Sprinter emissionsfrei zustellen. Bis 2020 soll diese Flotte auf 1.500 Fahrzeuge wachsen. Dies sei aber, so Hanjo Schneider, Aufsichtsrat bei Hermes, eher als Minimum zu sehen. Dann werden gemäß Plan 24 deutsche Großstädte Teil des emissionsfreien Zustellgebietes sein. Tatsächlich will Hermes aber bereits ab 2025 in allen deutschen Großstädten emissionsfrei liefern. 

Technisch orientiert sich der Antriebstrang an der bereits eingesetzten Pkw-Technik. Daimler will allerdings kein allumfassendes Standardprodukt anbieten, sondern zunächst eine technische Basis entwickeln, die dann je nach Anwendungsfall auf die Kunden angepasst werden soll. Im Fall von Hermes beträgt die Reichweite beispielsweise 70 bis 120 Kilometer. Das reiche für den angedachten Einsatzzweck vollkommen aus. Mehr Reichweite bedeute zudem, dass die Kosten unnötig hoch wären. Außerdem, so Schneider, geht die Tendenz eher zu enger gefassten Zustellumkreisen.

Lösungen für den Laderaum

Während des gemeinsamen Pilotprojektes wolle man zudem auch den Bereich Laderaumlösungen angehen. Daimler hatte ja bereits im Vorfeld das sogenannte One Shot Loading gezeigt. Vorkonfektionierte Paketmagazine werden dabei am Stück eingeladen, was wertvolle Zeit beim Beladen spart. Wann diese Technik dann aber bei Hermes im Einsatz sein wird, sei aktuell noch nicht bekannt.

Die beiden Partner sind zuversichtlich, dass der Vorstoß in die breite Elektromobilität im Transporterbereich fruchtet. Während der Vito eCell im Jahr 2011 nach einem kurzen Hype nicht wirklich durchstarten konnte, scheinen die Karten nun also neu gemischt. "Die Zeit war 2011 noch nicht reif", gibt Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans zu. Kunden brauchen demnach mehr als nur einen Van mit elektrischem Antrieb. Dazu kommt ab 2018 dank des Engagements von Hermes auch eine ordentliche Stückzahl. Schließlich gehe es nicht nur um den Transporter an sich, sondern auch das nötige Drumherum.

Beide Unternehmen blicken auf eine längere Geschichte von Kooperationen zurück. Im April 2016 haben die beiden beispielsweise testweise den elektrischen Fuso Canter auf Stuttgarts Straßen geschickt. 

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