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Cargoclix bei Würth

Keine Wartezeit an der Rampe

Rampe von Würth in Künzelsau Foto: Würth

Bei Würth buchen Logistiker ein Zeitfenster per Cargoclix. Das erspart lange Wartezeiten. Ausweitung ist bereits geplant.

Die Rampe ist ein ungeliebtes Thema in der Transport­logistik. Lange Wartezeiten sind an der Tagesordnung – mit den entsprechenden Folgen für die weitere Supply-Chain. Beim Schraubenhändler Adolf Würth mit Stammsitz in Künzelsau kommt daher das Zeitfenster-Management-System von Cargoclix zum Einsatz. Seither sind Lkw-Staus an der Rampe passé, wie Martin Roll, Abteilungsleiter Wareneingang am Stammsitz von Würth, im Gespräch mit trans aktuell versichert.

Blaupause für weitere Würth-Standorte

Und das nicht erst seit gestern. Bei dem Schraubenhändler aus der Hohenlohe kommt das IT-Werkzeug bereits seit rund zehn Jahren zum Einsatz. Darauf verzichten möchte Roll jedenfalls nicht mehr. Und nicht nur das: Auch innerhalb der Würth-Gruppe hat sich der Nutzen der Zeitfensterbuchung herumgesprochen. Ganz aktuell hat nun beispielsweise Würth Industrie Services mit Sitz in Bad Mergentheim das Tool im Januar eingeführt. Ziel dort ist es, die Zulaufsteuerung für das C-Teile-Sortiment zu optimieren. Damit gehören auch dort Aufkommensschwankungen im Wareneingang der Vergangenheit an. Lässt sich doch die Anzahl der ankommenden Paletten gleichmäßig über die Woche verteilen. Darüber hin­aus sollen natürlich auch dort die Standzeiten der Dienstleister sinken.

Als Blaupause dient dabei der Standort Künzelsau mit seinen zehn Rampen zum Abladen. Hier fahren gleich mehrere Logistikdienstleister vor: Im Bereich Stückgut wickelt DB Schenker rund 60 Prozent der Transporte ab, den Rest übernimmt Dachser. Im Bereich Pakete liefert DPD den Löwenanteil von 60 Prozent, GLS erledigt 35 Prozent, die restlichen fünf Prozent teilen sich vor allem die KEP-Dienstleister DHL, UPS und TNT, wie Roll berichtet.

Disponent bucht Zeitraum

Bereits im Vorfeld einer Tour bucht der Disponent des jeweiligen Dienstleisters einen Zeitraum, zu dem der Lkw beim Pförtner von Würth eintrifft. Danach folgen als weitere Schritte: Abruf vom Trailerparkplatz, Einfahrt, Entladung, fertige Entladung und Verlassen des Standorts. Fährt ein Lkw vom Hof, ist der Prozess abgeschlossen. Die Länge des Zeitfensters ist laut Roll von der Zahl der Paletten abhängig.

Die Logistikdienstleister müssen folglich lediglich ein Zeitfenster buchen und angeben, wie viele Paletten sie abliefern. Das webbasierte Tool Cargoclix Slot berechnet dann automatisch die Länge des Zeitfensters, das zur Entladung benötigt wird. Das System kann aber noch mehr: Mittels Cargoclix erfasst Würth sämtliche Fahrzeuge, die auf den Hof wollen – also auch Besucher, die mit ihrem Auto aufs Gelände rollen.

Doch zurück zur Rampensteuerung: Angesehen haben sich die Künzelsauer auch die Berechnung der voraussichtlichen Ankunftszeit (Estimated Time of Arrival, kurz ETA). Eine Funktionalität, die Lkw-Ortung und Geofence voraussetzt (vordefinierte digitale Einfuhrzone mit einem entsprechenden Alarm beim Überschreiten). Das Ganze funktioniert auf Basis der Telematikdaten der sich nähernden Lkw. „Aktuell sehen wir hier bei uns noch keinen Bedarf, aber wir behalten die Möglichkeit im Auge“, berichtet Roll. Damit hat Würth auf jeden Fall ein Ass im Ärmel, damit die Rampe auch künftig kein Problemfall mehr wird.

Die Unternehmen

Würth Gruppe

  • Würth ist ein Spezialist im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial
  • Das Unternehmen aus Künzelsau hat rund 600.000 Kunden, vom Handwerker bis zur Industrie
  • Täglich kommen 600 Tonnen Waren und 35.000 Aufträge im System der Firma an
  • 40.000 Pakete sowie 1.500 Paletten verlassen das Unternehmen
  • Es stehen 55.000 Quadratmeter Logistikfläche für den Umschlag zur Verfügung
  • Die mehr als 900 Mitarbeiter arbeiten am Stammsitz in zwei Schichten
  • Die Würth-Gruppe beschäftigt rund 77.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro

Cargoclix

  • Cargoclix ist eine Marke von Dr. Meier & Schmidt
  • Das Software-Unternehmen wurde 1998 gegründet und hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau
  • Zu den IT-Lösungen gehören die Logistikplattform Cargoclix Tender für Ausschreibungen sowie Cargoclix Slot für Zeitfensterbuchungen
  • Auf die Systeme greifen mehr als 50.000 Nutzer zurück
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