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BVL vergibt 4. Nachhaltigkeitspreis

Airport Stuttgart für Fairport ausgezeichnet

Flughafen Stuttgart Foto: www.maks-richter.com

Die Bundesvereinigungen Logistik (BVL) aus Deutschland und Österreich haben zum nunmehr vierten Mal den Nachhaltigkeitspreis Logistik vergeben. Preisträger ist der Flughafen Stuttgart für sein Projekt Fairport STR.

Auf dem 31. Logistik Dialog der Konferenz der Bundesvereinigung Logistik (BVL) Österreich in Wien war es wieder so weit. Zum mittlerweile vierten Mal wurde der Nachhaltigkeitspreis vergeben - zusammen mit dem Partner BVL Deutschland.  Wobei die Entscheidung, wie schon die Male zuvor, von einer unabhängigen Jury getroffen wurde. "Der Preis geht in diesem Jahr an ein herausragendes Infrastruktur-Unternehmen", sagte Jury-Mitglied Prof. Dr. Manfred Gronalt, Leiter des Instituts für Produktionswirtschaft und Logistik in Wien. Das Jury-Mitglied hob dabei besonders die Dimensionen des Projekts hervor: Bis zu 400 Starts und Landungen pro Tag zu mehr als 100 Flugzielen, hinzu mehr als 20.000 Tonnen Luftfracht und 11.000 Tonnen Luftpost werden in der schwäbischen Landeshauptstadt abgefertigt. Wobei das Gelände eine Größe von rund 400 Hektar hat - rund 190 Hektar davon sind Grünfläche.

Der Stuttgarter Flughafen hatte es sich in einem Projekt zum Ziel gesetzt, den CO2-Ausstoß auf Basis des Jahres 2009 bis zum Jahr 2020 um ein Fünftel zu senken. "Dieses Ziel ist bereits heute erreicht worden," berichtete Gronalt.
 
 
Bündel an Maßnahmen für den Fairport STR
 
Unter dem Projektnamen Fairport STR hat der Stuttgarter Flughafen dazu ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen etwa das Energiemanagement der Liegenschaften, der Spritverbrauch der Flughafen-eigenen Fahrzeuge, eine umweltgerechte Abfallentsorgung sowie der Schutz von Grünflächen und Grünanlagen auf dem Gelände.

"Eigentlich braucht man einem Schwaben das Prinzip der Nachhaltigkeit nicht erklären", erklärte Walter Schoefer, Geschäftsführer des Stuttgarter Flughafens. So habe man auch schon bevor es diesen Begriff gab, versucht, möglichst okönomisch und damit ökologisch zu handeln. Hinzugekommen sei aber natürlich die soziale Komponente.
 
Das Projekt geht weiter
 
Im Sinne der Nachhaltigkeit setzt der Stuttgarter Flughafen mittlerweile zum Beispiel auf Elektromobilität. Hinzu kommen zwei Solaranlagen mit einer Gesamtfläche von 10.500 Quadratmetern, die jährlich etwa 1,4 GWh Strom liefern. Allein dadurch werden rund 900 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk produziert ebenfalls Strom und nutzt die dabei entstehende Wärme im Winter zum Heizen und im Sommer zur Kühlung der Gebäude.

Manchmal hieß es aber auch nur ein klein wenig Umdenken. So habe man festgestellt, dass das Rechenzentrum auch bei einer leichten Erhöhung der Raumtemperatur auf 26 Grad Celsius problemlos funktioniere. "Das spart rund 30 MWh", berichtete Schoefer. Mittels innovativer Hardware und einer Erneuerung des Netzwerks konnte der Energiebedarf um weitere 82 MWh gesenkt werden.

Doch bei allem Erfolg sieht sich Schoefer noch lange nicht am Ende. Er versteht den Fairport STR als fortlaufenden Prozess. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht trägt daher auch den Titel: "Auf dem Weg zum Fairport STR". Aber immerhin seien wichtige Zwischenschritte erreicht. Der Freude über die erhaltene Urkunde und der Skulptur tat das natürlich keinen Abbruch.

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