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BVL Logistik-Indikator

Brexit und China bremsen

Pfeil, Schild, Konjunktur Foto: Mark Fischer

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) veröffentlicht den Logistik-Indikator für das erste Quartal 2019. Konjunkturdelle sorgt für Pessimismus.

Der Geschäftsklima-Indikator der deutschen Logistik ist im Februar 2019 bereits zum fünften Mal in
Folge gefallen. Dies geht aus den monatlichen Erhebungen zum Logistik-Indikator hervor, die das ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik im Rahmen seiner Konjunkturumfragen vornimmt.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. So verschlechtert sich die Stimmung der Logistikdienstleister nun bereits den vierten Monat in Folge, sodass der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit Februar 2016 sank. In den Einschätzungen zur Entwicklung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten überwogen erstmals seit Oktober 2014 pessimistische Aussagen – der Indikator fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2009. Allerdings wurde die momentane Situation weiterhin günstig eingestuft, auch wenn der Umfang an positiven Stimmen in den letzten Monaten spürbar abnahm.

Brexit und China bremsen

Einer der Gründe: Die exportorientierte deutsche Wirtschaft werde zunehmend von der Möglichkeit eines ungeordneten Brexits belastet. „Darüber hinaus dürfte ein potenzieller Konjunktureinbruch der chinesischen Wirtschaft insbesondere die Geschäftstätigkeit deutscher Industrieunternehmen negativ beeinflussen“, heißt es seitens des ifo-Instituts.

Doch wie schlimm ist es nun tatsächlich um die Logistik in Deutschland bestellt, nachdem das Wirtschaftswachstum laut Prognose im ersten Quartal wohl nur 0,2 Prozent betragen wird? Der BVL-Vorstandsvorsitzende Robert Blackburn sieht nach wie vor keinen Grund zu verzagen: „Ich interpretiere es als Ausdruck von Vorsicht und nicht von Rezessionsangst, dass die Logistiker in Industrie, Handel und Dienstleistung zum Beispiel bei der Personalplanung einen Gang herunterschalten.“

Vielleicht spiegle sich darin die Erfahrung wider, dass der Arbeitsmarkt leergefegt ist. Ein Blick auf die weiteren Bewertungen zeige hingegen: „Die Befragten des Wirtschaftsbereichs geben nur in einem einzigen Punkt eine negative Antwort: Bei den generellen Geschäftserwartungen. Im Detail sind alle Einschätzungen nach wie vor im expansiven Bereich angesiedelt“, erläutert Blackburn. Nach seinem Dafürhalten handelt es sich lediglich um eine Konjunkturdelle – aber keine Rezession.

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