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trans-o-flex: Auf Gefahrgut spezialisiert

Trans-o-flex hat ein Kompetenzzentrum eingerichtet, das seine Kunden rund um die Uhr berät.

"Chemiealarm wegen toxischer Fracht im Paketwagen" lautete kürzlich die Schlagzeile einer Lokalzeitung. In einem anderen Artikel war davon die Rede, dass im Verteilzentrum eines Paketdienstes ein Unfall mit Gefahrgut passierte, eine giftige Flüssigkeit sei aus einer Sendung ausgelaufen. Wurden dort Päckchen achtlos verschickt und gehören derlei Unfälle zum Alltag von Paket- oder Lieferdiensten? Mitnichten.

Das Risiko für Paketdienste, die auch im Privatkundenbereich (C2C) tätig sind, mag etwas höher sein. Denn ihnen ist der Inhalt etwa von privat verschickten Sendungen nicht bekannt.  Private Versender melden in der Regel Gefahrgutsendungen nicht an. Packt eine Großmutter ihrer Enkelin zu Weihnachten ein Päckchen, das Parfümfläschchen, Haarspray und Deos enthält, ist ihr im Zweifelsfall gar nicht bewusst, dass sie Gefahrgut verschickt.
Viele Paketdienste schließen die Beförderung von Gefahrgut in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von vornherein aus, um eben nicht in eine solche Situation zu kommen. Häufig heißt es, dass sie nur Limited Quantities (LQ) befördern, also in begrenzten Mengen verpackte gefährliche Güter aus dem Gefahrgutrecht im Sinne des Europäischen Übereinkommens über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), die teilweise von den Transportvorschriften befreit sind. Verhindern lassen sich Fälle wie eingangs beschrieben dennoch nicht.

Zentrum für Gefahrgut eingerichtet

"Aber wir sind darauf vorbereitet und im Unterschied zu klassischen Paketdiensten, die sich auch im Privatkunden-Segment bewegen, wissen wir in der Regel, was wir transportieren", sagt Christian Knoblich, beim Schnelllieferdienst trans-o-flex für Vertrieb und Marketing zuständig. Der Dienstleister sei vor allem im Firmenkunden-Bereich tätig und arbeite eng mit seinen Kunden zusammen. "Wir haben unsere Kompetenz im Zusammenhang mit Pharma aufgebaut und ein Zentrum für Gefahrgut eingerichtet, das nicht nur wir nutzen, um die Gefahrgutabwicklung einwandfrei abzubilden", fügt er hinzu.

Hotline für Gefahrgut

So hat beispielsweise die Österreichische Post ihre deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex als Kompetenzzentrum für Gefahrgut beauftragt. Für die Konzernbereiche Paketlogistik, Brief und Filialnetz wurde eine eigens eingerichtete Hotline geschaltet, die in der Fachabteilung Gefahrgut des Dienstleisters in Weinheim aufläuft. Über eine kostenlose internationale Rufnummer können Mitarbeiter von Postfilialen und Post-Partnern, aber auch Vertriebsmitarbeiter, Mitarbeiter in Paket- und Briefverteilzentren oder Privatkunden werktags rund um die Uhr Fragen zum Thema Gefahrgut stellen.
Die meisten Anrufer wollen wissen, ob ein bestimmter Sendungsinhalt im Postsystem befördert werden kann.

Experten klären fragliche Versandstücke

Wenn sich bereits "fragliche"Versandstücke im Postsystem befinden, übernehmen die Gefahrgutexperten in Weinheim auch die Klärung direkt mit den Absendern. Wie bei Post- und Paketdienstleistern üblich transportiert die Österreichische Post Gefahrgüter in der Brief- und Paketlogistik nur dann, wenn sie unter erleichterten Bedingungen (LQ) befördert werden dürfen, als freigestellte Versandstücke deklariert oder wenn sie zu biologischen Stoffen (Serum, Plasma) der Kategorie B (UN 3373) zählen.
Das Kompetenzzentrum überwacht aber auch die Abwicklung von Gefahrgut im Netzwerk von Trans-o-flex. Es stellt sicher, dass die Mitarbeiter geschult und dass die Schulungen entsprechend dokumentiert sind. Es überprüft regelmäßig, ob der Versand so wie vorgeschrieben auch tatsächlich abgewickelt wurde und ob die Fahrzeuge mit den vorschriftsmäßigen Mitteln ausgestattet sind. Sie checken, ob die gesetzlich geforderte persönliche Schutzausrüstung an Bord und ob beispielsweise die Mindesthaltbarkeitstermine nicht überschritten sind.

Keiner fährt ohne gültigen ADR-Schein

"Bei uns fährt keiner Gefahrgut in kennzeichnungspflichtigen Mengen ohne gültigen ADR-Schein", sagt Knoblich. Alle trans-o-flex-Mitarbeiter, die mit Gefahrgut zu tun haben, werden entsprechend regelmäßig geschult "und wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist", fügt er hinzu. Fahrzeugführer, die radioaktive Stoffe transportieren, werden zusätzlich einmal im Jahr strahlenschutzrechtlich unterwiesen. Die Unterweisungen enthalten sowohl die Sensibilisierung für die einzelnen Gefahrzettel, die davon ausgehenden Gefahren, die notwendigen Inhalte der für den Gefahrguttransport erforderlichen Beförderungspapiere und das Notfallmanagement – das minimiert das Risiko.

Autor

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trans-o-flex

Datum

1. Dezember 2015
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