Europa Truck Trial 2015 Montalieu Sonntag 67 Bilder Zoom

Europa Truck Trial in Montalieu: Spektakulärer Auftakt

Schon der Samstag hatte es in sich. Am Sonntag legen die Truck Trialer in Montalieu noch kräftig nach.

Das Wettkampfwochenende ist schon beinahe zu Ende, als am späten Nachmittag in Sektion die Bagger anrücken müssen. Alain Heyraud, Team H&Co. liegt auf der Seite. Kommt vor im Truck Trial. Die Stelle an der die Franzosen liegen, oder vielmehr hängen birgt aber einiges an Gefahrenpotenzial. Kurz vor dem Ausfahrtstor der Steilhang-Sektion verliert der Unimog das Gleichgewicht und kippt in Richtung Abgrund. Glücklicherweise bleibt er nach einer halben Drehung auf dem Dach liegen, statt bis ins Tal zu kullern. Sicher ist diese Position nicht. Deshalb eilt Udo Heidenreich mit seinem nahe geparkten Unimog zur Hilfe, um den kleineren Vertreter seiner Art per Abschleppseil zu sichern. Dann rückt zunächst ein Bagger an und übernimmt die Sicherungsfunktion. Zusammen mit einem zweiten Bagger hievt er den Unimog wieder auf festen Grund. Ein paar Äste und das Kabel für die Lautsprecher, die überall im Gelände befestigt sind müssen dran glauben. Die Crew ist wohlauf. Und nach dem ersten Schock springt sogar der Unimog wieder an – wackeres Kerlchen.

Insgesamt reicht es für die Bruchpiloten an diesem Wochenende für den neunten Rang von immerhin 16 Startern in der Kategorie 2. Den Sieg holt sich aber Team 4x4 Aupitz, gefolgt von den beiden französischen Teams LVM und Gangs of Sud Est. Diese Verteilung gilt in Montalieu auch für die Kurzklasse. 

Die Meister holen den Sieg

In der nächsthöheren Klasse, der Kategorie 3, macht der amtierende Meister Team Borzym gerade so weiter wie in der letzten Saison. Mit 496 Fehlerpunkten deklassieren Jan und Nicola Borzym gleichzeitig die Konkurrenz. Mit mehr als 250 Punkten mehr (768) folgt das BFS Trucksport Team auf Platz zwei, vor Team Alsace Truck (1046). Den undankbaren vierten Platz holen sich Felix und Leonie Funke, die ihre ersten Gehversuche mit dem neuen Gefährt machen. Alten Hasen wird der weiße Steyr noch aus der Zeit mit Hermann Anzini bekannt sein. Undankbar ist ihr Platz vier deshalb, weil sie nur zwei Fehlerpunkte von Platz drei trennen. Ebenso eindeutig setzt sich auch der nächstgrößere Europameister, das HS-Schoch Truck Trial Team gegen die Konkurrenten durch. Nur 1022 Fehlerpunkte bringen Marcel Schoch und Johnny Stumpp den Sieg. Mit fast doppelt so vielen Fehlerpunkten folgt das MSC TruckTrialTeam Cloppenburg auf Platz zwei. Alex Budde und Susi Quappe mussten vor allem in Sektion vier und sieben Federn lassen. Sektion sechs lag hingegen den Cloppenburgern deutlich besser als den Ostälblern. Platz drei in Kategorie 3 geht an Team Reicher, knapp hinter dem MSC. 

Mit Karl Vavrik von KVK Racing steht der nächste amtierende Meister auf dem Podium. Allerdings deklassiert der Österreicher seine Konkurrenz nicht nur, sondern fährt wie von einem anderen Stern. In all den elf gefahrenen Sektionen sammelt er zusammen nur 177 Fehlerpunkte. Insgesamt müssen die Kommissare bei Vavrik sechs Mal eine Null in die Tabelle eintragen. Mit 440 Punkten folgt dahinter Team Chevillard, vor Proto Swiss, die ihrerseits fünf Sektionen mit der Null abschließen.

Nach dem Trial ist vor dem Trial. Nächste Station ist Dreis-Brück in der Eifel, am 13. und 14. Juni.

Ford Transit Custom

Autor

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Markus Bauer

Datum

25. Mai 2015
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