Girteka, Litauen, Vilnius, Logistik, Lkw Zoom
Foto: Thomas Kueppers

Die Girteka-Flotte wächst

Bis Ende des Jahres 4.000 Fahrzeuge

Allein in diesem Jahr kauft der Logistikdienstleister 2.000 neue Volvo FH-Einheiten, sodass der Fuhrpark bis Ende des Jahres auf rund 4.000 Zug­maschinen anwachsen wird.

Mit einem Lkw gründete der Litauer Mindaugas Raila im Jahr 1996 ­Girteka – und hat es bis heute geschafft, die Fuhrpark-Größe um das Tausendfache zu steigern. Allein in diesem Jahr kauft der Logistikdienstleister 2.000 neue Volvo FH-Einheiten, sodass der Fuhrpark bis Ende des Jahres auf rund 4.000 Zug­maschinen anwachsen wird.

Girteka überholt mit diesem Ergebnis den ungarischen ­Logistikdienstleister Waberer’s, der rund 3.500 Lkw im Einsatz hat. "Wir vergleichen uns nicht mit Waberer’s", erklärt Girteka-CEO Edvardas Liachovicius. Das beginne bei dem Umgang mit den Fahrern und setze sich im Geschäftsmodell fort. "70 Prozent unserer Flotte machen Kühlfahrzeuge aus", sagt Liachovicius.

Die Kühlanlagen stammen laut dem Geschäftsführer mehrheitlich von Thermo King, aber auch von Carrier. Bei den Trailern setzt der Logistiker nach eigenen Angaben auf Schmitz Cargobull und Krone – und auf das Thema Sicherheit. Alle Auflieger sind mit einem Schloss versehen. Zudem bestehen die Planen der Auflieger aus einem extra-robusten Material.  Planenschlitzer haben damit laut Chief Commercial Officer (CCO) Kristian Kaas Mortensen keine Chance.

"How am I driving?"

Mortensen war es auch, der die Idee zu Stickern für das Heck der Lkw hatte. "How am I driving?", steht darauf. Wer eine E-Mail mit Komplimenten oder Kritik an die ebenfalls aufgedruckte E-Mail-Adresse schickt, landet direkt bei Mortensen, der nach eigenen Angaben jede E-Mail beantwortet.

Die weißen Girteka-Lkw haben Lebensmittel, Pharmaprodukte, Zollware wie zum Beispiel Alkohol, Güter für den Einzelhandel, Elektronikgeräte sowie Ersatzteile für die Automobilindustrie an Bord. Der Fokus liegt auf Komplettladungsverkehren, doch auch im Kombinierten Verkehr will die Firma künftig stärker aktiv sein. Nahezu alle Fahrzeuge erfüllen laut Edvardas Liachovicius die Euro-6-Norm – bis auf die russischen, die 25 bis 30 Prozent des Bestands ausmachen. Das hat einen Grund: "In Russland sind Euro-5-Fahrzeuge noch ­Standard."

Die Fahrzeuge werden alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht. Im Fuhrpark herrscht aber auch so viel Bewegung: 2016 orderte Girteka rund 1.000 neue Mercedes Actros, in diesem Jahr kamen die 2.000 neuen Volvo hinzu. Das tatsächliche Wachstum der Flotte betrage 2017 knapp 1.000 Lkw. In den vergangenen sieben Jahren wuchs der Fuhrpark von 600 auf bald 4.000 Fahrzeuge an. "Wir haben bei null begonnen. Wachstum ist für uns normal, es gehört zu unserer DNA", erklärt Liachovicius.

Franziska Niess

Datum

17. September 2017
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