Cargobeamer, Sattelauflieger Zoom

Cargobeamer: Sattelauflieger fahren durch den Gotthard

Die Ingenieure von Cargobeamer starten Pilotfahrten durch den Gotthard-Tunnel. Die Trailer müssen dabei nicht kranbar, dürfen aber höher als derzeit zulässig sein.

Seit dem Bau eines Cargobeamer-Bahnterminals beim Automobilhersteller Volkswagen in Wolfsburg ist es still um die Ingenieure aus Leipzig geworden. Die nutzen nun den Bau des Gotthard-Basistunnels, um erneut von sich reden zu machen.

Der schreitet zwar munter voran – doch bis der für die Nord-Süd-Achse wichtige Teilabschnitt fertig ist, gibt es durchaus Einschränkungen für den Kombinierten Verkehr. So sind während des Ausbaus nur sogenannte  P400-Profile erlaubt – das heißt Trailer bis zu einer maximalen Eckhöhe von 3,85 Metern. Alles was die vollen vier Meter ausnutzen möchte, muss die Lötschberg-Achse nehmen. Die ist allerdings hoffnungslos überlastet.
Mit den speziellen Taschenwagen von Cargobeamer sieht das allerdings anders aus. Wie gehabt, setzen diese kein kranbares Equipment voraus. Schließlich steht der Trailer auf einer entsprechenden Wanne, die dann auf die Waggons verladen werden. Entweder über ein Cargobeamer-Gate, das dann gleichzeitig be- und entladen kann oder aber über einen klassischen Kran, der an der besagten Wanne ansetzt.

Waggon mit deutlich reduzierter Aufstellhöhe

Diese Wanne wiederum bietet laut der Konstrukteure nun noch einen weiteren Vorteil: Die Sattelauflieger stehen im Waggon mit deutlich reduzierter Aufstellhöhe. Die einschränkenden Schienenprofile des Internationale Eisenbahnverband (UIC) müssen jedoch auch im unteren Bereich des Waggons eingehalten werden. »Einfach den Wagenkasten tiefer legen, geht nicht«, erklärt  Dr. Hans-Jürgen Weidemann, Vorstandsvorsitzender von Cargobeamer. Auch nach Abschluss der Bauarbeiten, wenn alle mit den Vier-Meter-Profilen unterwegs sein können, bleibe immer noch der Vorteil, dass auch nicht-kranbare Trailer auf die Schiene können.

Noch in diesem Jahr wollen die Verantwortlichen von Cargobeamer die ersten regulären Deutschland-Italien-Verkehre aufnehmen.  Die Produktion der notwendigen Waggons habe bereits begonnen und BLS Cargo übernimmt laut Unternehmensangaben die Traktion der Züge.

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Cargobeamer

Datum

20. Januar 2014
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