FERNFAHRER LIVE Sendung 078

Hilfe für die Ukraine [RELIVE]

11.03.2022

Fahrer und Transportunternehmen helfen der Ukraine – doch wer hilft jetzt den Transportunternehmen und ihren Fahrern?

Seit dem 24. Februar greifen russische Truppen die Ukraine völkerrechtswidrig an, die Truppen kesseln trotz eines erheblichen Widerstandes und einer schier unfassbaren Moral der Bevölkerung die großen Städte Charkiw und Kiew im Osten der Ukraine ein, in Mariupol und Cherson richten sie, auch durch gezielte Bombenangriffe auf zivile Einrichtungen, ein Blutbad an. Bald zwei Millionen Menschen sind bereits auf der Flucht. Es werden zwar Waffen an die Ukraine geliefert, aber vor einem militärischen Eingriff scheut sich die Nato, auch trotz des weltweit sichtbaren Leids, um einen dritten Weltkrieg zu verhindern. Einzig auf wirtschaftliche Sanktionen konnte sich eine durch den plötzlichen Krieg quasi „wiedervereinte“ Europäische Union einigen. Doch die Folgen dieses Wirtschaftskrieges schlagen nun auch auf Deutschland zurück.

Aktualisierung des Themas bei FERNFAHRER LIVE

Diese nicht mehr zu kalkulierende Entwicklung hatte auch Einfluss auf die 78. Sendung von FERNFAHRER Live. Ursprünglich sollte sie sich, mit dem parlamentarischen Staatsekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr Oliver Luksics als Gast, um das Thema der maroden Infrastruktur der Brücken in Deutschland drehen, doch angesichts einer vor den Augen der Weltöffentlichkeit in Schutt und Asche bombardierten Infrastruktur in der Ukraine haben wir uns dazu entschieden, über die schier unglaubliche Hilfsbereitschaft der deutschen Transportunternehmen und ihrer Fahrer am Beispiel eines Hilfskonvois der Spedition Maintaler aus Bruchköbel an die polnisch-ukrainische Grenze zu sprechen. Die Hintergründe zu dem Konvoi sind über den Link am Ende zu lesen.

In der emotional-informativen Sendung kommen daher der Fahrer Helmut Huhn und sein Chef Markus Grenzer von Maintaler zu Wort, die zusammen mit dem selbstfahrenden Unternehmer Patrick Bloidt aus dem Vorstand des Verbandes BLV-Pro am Wochenende vom 4. bis 6. März diesen Konvoi durchgeführt haben und dabei belegen konnten, wie perfekt geplante Logistik auch für solche Ausnahmetransporte entscheidend ist. Für die Hilfsbereitschaft der deutschen Fahrer, die zur selben Zeit mit ihren Möglichkeiten gestrandete Fahrer aus Russland und der Ukraine aktiv unterstützen, war mit dem Berufskraftfahrer Christoph Brinker der Sprecher für die Fahrer in der BLV-Pro geladen.

Überrollt vom explodierenden Dieselpreis

Auch dieses Thema der Hilfsbereitschaft deutscher Unternehmer wird mittlerweile durch einen explosionsartig gestiegenen Dieselpreis regelrecht überrollt, wie der BGL am Donnerstag in einer ungewöhnlich dramatischen Pressekonferenz mit Journalisten und betroffenen Unternehmern berichtete. Diesen Aspekt konnte Jens Pawlowski, Leiter des Hauptstadtbüros des BGL in Berlin, auch bei FERNFAHRER Live noch einmal betonen. Leider musste Oliver Luksics (FDP) wegen einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zur Ukraine dann kurzfristig seine Teilnahme an der Sendung absagen. Doch der Ball liegt auch gar nicht in seinen Händen, wie Pawlowski erläuterte, sondern im Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne), das, jedenfalls bis gestern, eine Unterstützung des Transportgewerbes durch „Gewerbediesel“ abgelehnt hat.

So stand diese Sendung auch unter der Frage, ob die Unternehmen, die helfen wollen, sich in Zukunft diese Hilfe überhaupt noch leisten können oder bald schon selbst um ihre Existenz kämpfen müssen – und bald wieder Fahrer auf der Straße stehen oder in Kurzarbeit geschickt werden. Am Ende der Runde, so hieß es einstimmig, helfe nur der gemeinsame Einsatz aller Beteiligten, also der Unternehmer wie der Fahrer, um durch diese Krise zu kommen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, wie Pawlowski betonte. Worauf unser treuer Zuschauer Wolfgang Dorn kommentierte: „Hoffentlich weiß das auch die Hoffnung.“

Aber sehen Sie selbst.

Alle Informationen zum Hilfskonvoi von Maintaler finden Sie hier:
https://www.eurotransport.de/artikel/ukraine-krieg-der-hilfskonvoi-11201947.html

Vielen Dank an Mercedes-Benz Trucks für die freundliche Unterstützung.

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