Vorstellung

MAN überarbeitet Lion’s Coach

MAN Lion's Coach Modelljahr 2018 Reisebus Hochdecker Foto: Thorsten Wagner 8 Bilder

Dem Neuheitenreigen anlässlich der neuen Umsturzrichtlinie schließt sich auch MAN an und zeigt beim arg in die Jahre gekommenen Lion’s Coach deutlichen Mut zur Kante.

Es wurde Zeit. Und zwar höchste Zeit – das dachten sich auch die Verantwortlichen in München. Seit 2002 war am Standard-Reisebus Lion’s Coach, der vor allem durch seine rundliche Unaufgeregtheit auffiel, nicht allzu viel Pflegendes geschehen. Herausgekommen ist bei den neuesten Bemühungen, die vor allem durch die neue Umsturzrichtlinie ECE R66.02 notwendig wurden, ein ähnlich extensives Facelift wie beim Schwestermodell Neoplan Tourliner, das nun wieder deutlich oberhalb des MAN-Bruders positioniert werden soll. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, zeigt sich der Wagen doch äußerlich deutlich angeschärft und mutig gestaltet.

Mit seinen neuen, selbstbewussten Scheinwerfern darf er sogar die Poleposition für das neue MAN Nutzfahrzeug-Design übernehmen – der TGX wird die Schmuckstücke erst 2018 bekommen. Neben der willkommenen, erhöhten Langlebigkeit bieten Voll-LED-Leuchten eine um 50 Prozent höhere Lichtausbeute als die bisherigen Halogenlampen.

"Gnade der späten Geburt"

Aber zurück zum braven Löwen, der nun etliche, modisch getönte Strähnen bekommen hat. Zwar ist das Gerippe konzeptionell weitgehend unverändert, was aber nicht heißt, dass unter dem Blech nicht trotzdem vieles angepasst werden musste, um die ECE R66.02 zu erfüllen – Verwendung hochfester Stähle, neue Rohr-Querschnitte und die beim Neoplan Starliner schon 2004 (!) eingeführte Rohr-in-Rohr-Technik an den neuralgischen Anbindungspunkten der Fensterholme sind die wichtigsten Stichworte hierzu. Leider hat es zum Frontalaufprallschutz noch immer nicht gereicht. Trotzdem haben es die Konstrukteure in München geschafft, das Leergewicht nicht zu erhöhen. Das Ziel der Gewichtsneutralität habe man laut Launch-Manager Florian Rott klar erreicht.

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