Mercedes Benz Econic Zoom
Foto: Daimler/ Martin Stollberg

Mercedes-Benz Econic

Stadt-Profi mit Niederflur-Technik

Mit einer variantenreichen Flotte von Verteilerfahrzeugen deckt Daimler den 
Distributionsbereich ab. Dabei ist vor allem der Atego ein echter Allrounder.

Mit zwei Schritten geht es auf der Beifahrerseite die Stufen hinauf und ins ­Innere des Mercedes Econic. Auf der Fahrerseite gibt es nun eine weitere Stufe nach unten. Der Motortunnel ist gewachsen, weil der Reihensechser höher baut und mehr Wärmedämmung benötigt. In der recht ruhigen Kabine heißt der großzügige Innenraum den Fahrer und bis zu drei Mitstreiter willkommen. Der Arbeitsplatz erinnert an ­Atego und Antos, ist aber ein wenig  zweckdienlicher gehalten. Vom bequemen Fahrersitz fällt der Blick durch die Panoramascheibe nach ­draußen. Dank Niederflurkonstruktion sitzen die Insassen auf ­Augenhöhe mit dem übrigen Verkehr. In Kombination mit den üppigen ­Außenspiegeln entgeht dem Fahrer so nichts.

Müllsammeln bleibt bevorzugtes Einsatzgebiet

Am bevorzugten Einsatz als Müllsammel-Fahrzeug hat sich mit der Erneuerung des Modells wenig geändert. Deshalb führt die ­erste Ausfahrt mit einem Econic 2635 auch in die Frankfurter Innenstadt. Der vom Antos entlehnte Antriebsstrang mit dem Reihensechser OM  936 als Herzstück stellt sich schnell als gute Wahl heraus. In der 350-PS-Variante mit einem maximalen Drehmoment von 1.400 Newtonmetern reagiert der Motor auf maximale Leistungsanforderung durch den Fahrer überaus lebhaft. Für den Zweiachser reichen 299 PS allemal.

Die sechsstufige Allison-Automatik springt leichtfüßig durch die Stufen, ohne die Zugkraft merklich zu unterbrechen. Im Interesse des Verbrauchs wurden die Schaltzeitpunkte der Automatik um 200 Umdrehungen gesenkt. Im Vergleich zum Vorgänger gereicht das beim Vortrieb nicht zum Nachteil, weil zugleich das Drehmoment der Motoren gewachsen ist.

Fahrstabil trotz angenehmer Wendigkeit

Eine Freude ist die Wendigkeit des Econic. Dank progressiv gelenkter Nachlaufachse ist ­eine Kehrtwende auch auf kleinem Raum möglich. Maßgeblich verbessert hat sich mit dem Modellwechsel auch die Fahrstabilität. Der Euro-6-Econic läuft selbst bei Autobahntempo stoisch geradeaus. Für Langstreckeneinsätze wäre aber eine ­Alternative zum Automat wünschenswert. Drehzahlen um 1.800 Touren bei Tempo 80 sind zu hoch. Laut Mercedes könnte bald Powershift 3 im Econic Einzug halten. Dann sollen auch Hypoid- anstelle der Außenplanetenachsen verfügbar sein. Derart ausstaffiert ist der Econic ­eine Alternative auch im Verteilerverkehr. Dabei könnte der für Frühjahr 2015 angekündigte monovalente Erdgasantrieb helfen. Der Econic dürfte aber preislich nicht so attraktiv sein wie seine Verteiler-Brüder.

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1. Juli 2014
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