MAN TGE 3.180 4x4 5 Bilder Zoom
Foto: Jacek Bilski

MAN TGE 3.180 4x4 im Test

Transporter-Spezialist fürs Grobe

Mit dem TGE spielt auch MAN mit in der Liga der leichten Nutzfahrzeuge. Zum Test schicken die Bayern einen Spezialisten fürs Grobe: 177 PS, Allradantrieb, Buchhalterausstattung.

Trotz identischer Technik müssen VW Crafter und MAN TGE ihre eigene Nische finden, um sich nicht gegenseitig das Wasser abzugraben. Darum tritt der Bayer deutlich hemdsärmeliger an als der VW. Schon bei der Präsentation hat MAN viel Wert darauf gelegt, dass die beiden Beinahe-Zwillinge eigentlich ganz verschiedene Zielgruppen haben. So geht beispielsweise das robuste Multifunktionslenkrad in Plastik statt Leder auf die Initiative der MAN-Kollegen zurück. Im Baustellenbetrieb geht es schließlich oft etwas schmutziger zu. Die einfachere Ausstattung macht sich gerade der Testwagen zur Tugend. Die Ausstattungsliste fällt relativ kurz aus. Die bedeutendsten Punkte: Sitz- und Standheizung für die Crew und Allradantrieb. Komfort-Extras wie Lenk­assis­tent, Abstandstempomat oder gar ein eingebautes Navi fehlen. Der Fahrer muss sich ­also allein auf die eigenen Fahrkünste verlassen.

Allradantrieb bringt Traktionsvorteil

Stattdessen wartet der Transporter lediglich mit einem althergebrachten starren Tempomaten auf. Das dürfte den Käufer aber nicht allzu sehr stören. Denn wer lange Auto­bahn­etap­pen vor sich hat, die solch ausgefeilten Systeme rechtfertigen, wird eher nicht zum Allrad greifen. Das unterstreicht auch der etwas schwache Geradeauslauf des Testwagens. Das Lenkrad verlangt stets einen sicheren Griff. Dank der gefühlvollen elektromechanischen Lenkung gelingt das Spiel gegen die Elemente aber ohne größere Schwierigkeiten.

Für reine Langstreckenetappen auf der Autobahn scheint der Allrad also nicht gemacht. Diesen TGE 3.180 vermutet man eher im alpenländischen Raum. Dank der Traktion des Allradantriebs kommt ein gestandener Hüttenwirt im Sommer wie Winter zu seinem Betrieb auf der Alm. Und dank der mannigfaltigen Heizungsoptionen für Gesäß und Körper muss er dabei auch nicht frieren.

Dass der Laderaum wie bei der heckgetriebenen Variante 100 Millimeter an Höhe einbüßt, ist zu verschmerzen. Um die Kraft des Motors an die Hinterachse zu schicken, muss sowohl beim 4x4 als auch beim Hecktriebler eine Kardanwelle unter dem Laderaum hindurchgeführt werden. Die Nutzlast liegt wegen des Allradaufschlags beim 3,5 Tonner bei maximal 1.334 Kilogramm. In der 3,0-Tonnen-Version bleiben davon nur maximal 834 Kilogramm übrig. Nicht viel für ein Fahrzeug mit 10,7 Kubikmeter Laderaum. Doch auch hier heiligt der Zweck die verfügbaren Mittel, wenn der Wirt beispielsweise nur einige Kisten Lebensmittel aufwärts chauffieren muss.

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MAN TGE 3.180 4x4

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 03/2018.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
Ford Transit Custom

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Datum

12. Februar 2018
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