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Iveco X-Way 2017 11 Bilder Zoom
Foto: Michael Kern

Stralis X-Way

Die leichten Baufahrzeuge von Iveco

Stralis X-Way heißt der neue Baukasten, mit dem Iveco das Baufahrzeug auf schlanke Linie trimmt. Heraus kommt dabei eine leichte, aber ganz und gar nicht schmale Kost.

Neu ist der Zusatz "X-Way", bekannt die Bezeichnung "Stralis". Beides zusammen ergibt den neuen Stralis X-Way, ein Hybrid der etwas anderen Art sozusagen. "Speziell für die Baustellenlogistik entwickelt", beschreibt Iveco das Biotop, in dem sich der neue als "eine perfekte Kreuzung für Anwendungen mit hohem Straßenanteil und leichter Geländemobilität" nützlich machen soll. Anders gesagt: Überall da, wo der klassische Stralis zu wenig Ellbogen, sein Offroad-Kollege Trakker aber doch etwas zu viel Biss und vor allem auch Pfunde auf den Rippen hat, genau dort positioniert Iveco nun den neuen Stralis X-Way. Rund 45.000 Einheiten jährlich sollen da europaweit in diesem speziellen Segment zur Debatte stehen, auf das es Iveco nun mit dem neuen X-Way Stralis abgesehen hat. Späte Erkenntnis zwar, 15 Jahre nach der Vorstellung des Stralis und 13 Jahre nach der Premiere des Trakker. Doch besser spät als nie.

X-Way auf "Last Mile Mobility" getrimmt

Der Unterschied zwischen diesen beiden Brüdern – und das Pikante an dieser Paarung: Ist Sinn und Zweck des Trakker mit dem Schlagwort "Offroad" einigermaßen scharf umrissen, so hat der Stralis X-Way Diener vieler Herrn zu sein und wird mit der ihm in die Wiege gelegten Vielseitigkeit schon auch tüchtig am Stuhl des Trakker sägen. Denn die Mission des X-Way genauer ins Visier genommen, der auf sogenannte "Last Mile Mobility" getrimmt ist, machen Iveco zufolge Kipper (31 Prozent) und Fahrzeuge in Art der Abroller oder -setzer (22 Prozent) gleich einmal gut die Hälfte des europäischen Marktes aus. Beim Rest wird’s schnell kleinteilig: Mischer kommen mit elf Prozent noch knapp auf einen zweistelligen Anteil, im einstelligen Bereich fahren vor: mit Kran bestückte Kandidaten à la Baustoff-Lkw, Müllabfuhr, Kommunales, Kanalreinigung und Holztransport, um nur die wichtigsten Aspiranten zu nennen. Es denen allen recht zu machen, damit haben schon seit Jahrzehnten darauf spezialisierte Größen wie Mercedes oder MAN so manchmal ihre liebe Not.

Um ihnen Paroli zu bieten, so gut es geht, greift Iveco natürlich zum modularen Ansatz. Bedient sich brauchbarer, bei Stralis sowie Trakker eh schon vorhandener Komponenten – und bringt aber auch so manches neue Element, wo nötig respektive zweckdienlich. Als Rahmen tritt da zum Beispiel gern auch mal die leichte, 7,7 Millimeter starke Variante an, die aus der Trakker-Reihe schon bekannt ist. Bei den Kabinen wiederum geht der Blick ganz in Richtung Stralis-Reihe, die alles beisteuert, was sie im Regal liegen hat: Von Active Day (schmal, kurz und flach) über die lange Variante Active Time (schmal, flach oder mittelhoch) bis zur breiten Kabine Active Space (niedrig oder hoch) reicht das Spektrum.

Hinterachsen und Aufhängung 200 Kilogramm leichter

Ebenfalls im Dreiklang geht es mit den Motoren weiter. Das Trio Cursor 9 sowie Cursor 11 und 13 liefert die treibende Kraft, die von 310 bis 570 PS reicht. Dreifaltig des Weiteren auch das Angebot an Schaltboxen: Handschalter sind ebenso zu haben wie Vollautomaten oder die neueste Generation der automatisierten Getriebe von ZF: Hi-Tronix nennt Iveco das, was bei ZF als Traxon firmiert. Zu haben sind diese Hi-Tronix-Getriebe in zwölfgängiger Version ab 1.400 bis 2.600 Nm Eingangsdrehmoment. Für die Freunde von 16 Gangstufen gibt’s obendrein zwei weitere Varianten: die eine für 2.400, die andere für 2.600 Nm Eingangsdrehmoment.

Bei den Handschaltern richten es die guten alten Ecosplit-Getriebe, durchwegs mit 16 Gängen übrigens und für Eingangsdrehmomente von 1.700 bis 2.500 Nm konzipiert. Einzig für die milden Varianten des Cursor 9 geeignet ist als alleiniger Vollautomat im Sortiment das Allison-Getriebe S3200, dessen sechs Gänge es mit Drehmomenten bis 1.490 Nm aufnehmen. Und zu den Nebenabtrieben gesellt sich jetzt ein "Sandwich-PTO" genannter, lastschaltbarer Nebenabtrieb, der mit rund 1.600 bis 2.450 Nm Kraft im Überfluss liefern kann. Kanalarbeiter zum Beispiel werden froh drum sein. Was die Hinterachsen und deren Aufhängung angeht, hat Iveco kräftig Hand angelegt. Ungefähr 200 Kilogramm leichter als das Pendant beim Trakker soll zum Beispiel die neue mechanische Aufhängung fürs Doppelachsaggregat sein, mit der der Stralis X-Way nun vorfährt. Zwar einen Tick schwerer als die vom Stralis bekannte Ausführung fällt die neue Luftfederung für hinten aus, die mit dem Stralis X-Way kommt, doch soll sie mit bautypischen Strapazen auch um einiges besser zurechtkommen.

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Iveco X-Way 2017

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 01-02/2018.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

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Datum

25. Januar 2018
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Markus Bauer, Experte für Trucksport Markus Bauer Truck Sport
Redakteur beim ETM Verlag. Truck Sport in allen Variationen ist sein Steckenpferd… Profil anzeigen Frage stellen
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