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Foto: Fiat

Fiat Fiorino

Neuer Transporter-Mini

Das kleinste Vollblut im Stall von Fiat Professional hört auf den Namen Fiorino. Mit dem Facelift verpassen die Italiener dem Lieferwagen neben neuen Motoren auch Updates im Innenraum.

Mit modellgepflegter Optik innen wie außen und technisch aufgerüstet schickt Fiat Professional seinen kleinsten Kastenwagen ins Rennen. Unter der Hauber trägt der Italiener einen 1,3-Liter-Diesel mit 80 oder 95 PS. Dazu kommen ein Benziner mit 77 PS sowie eine Erdgasvariante in derselben Leistungsklasse. Das neue, optionale Ecojet-Paket verspricht bei den Dieseln einen Verbrauchsvorteil von bis zu 14 Prozent. Euro 6 erfüllt der Fiorino dank Niedrigdruck-Abgasrückführung (LP-EGR) ohne Adblue. Obwohl der Hersteller bisher in Deutschland bloß rund 700 Einheiten des neuen Fiorino verkauft hat, verheißt der Fahreindruck Gutes. Zur ersten Ausfahrt tritt der Fiorino mit 95-PS-Diesel und besagtem Ecojet-Paket an. Zunächst wirkt der Lieferwagen wertig verarbeitet. Auf den zweiten Blick offenbart sich, dass Fiat bei den Materialien gespart hat.

Dafür verlangt der Hersteller für den Testwagen, unter anderem mit dem neuen Fünf-Zoll-Touchscreen-Navi, lediglich 17.910 Euro. Der Grundpreis des Modells liegt bei knapp über 15.000 Euro, der Einstieg in die Fiorino-Welt gelingt mit Benziner indes schon für 7.990 Euro netto.

Positiver Eindruck überwiegt

Die Sitze sind bequem und bringen ausreichend Unterstützung mit. Der Verstellbereich des Gestühls nach hinten ist allerdings schnell ausgereizt. Beim Schalten berühren die Schienbeine größerer Naturen den Armaturenträger, der sich recht weit in den Fahrerbereich wölbt. Praktisch: Zwischen den Sitzen befinden sich USB- sowie Zwölf-Volt-Steckdose. Für das Kabel eines Navis, das an der Windschutzscheibe angepfropft ist, wird der Weg so aber sehr lang. Das 1,3-Liter-Motörchen bemüht sich unterwegs mehr als redlich. Mit 95 PS ist der Fiorino sehr gut motorisiert. Die Kraftentfaltung ist ausgewogen, das Aggregat spritzig. An der Ampel lässt der Zwerg, zumindest unbeladen, manch stärkeren Pkw stehen. Anteil am Temperament des Wagens hat auch das kurz übersetzte Fünfganggetriebe. Allerdings fällt das Drehzahlniveau außerorts so recht hoch aus. Bei 100 km/h liegen, deutlich hörbar, knapp 2.500 Touren an. Dazu fehlt es dem Getriebe an Präzision.

Die Verbindung zwischen Schaltknauf und Gestänge wirkt gummiartig. Angesichts der generell kompakten Ausmaße des Fiorino liegen die Erwartungen beim Ladeabteil nicht allzu hoch. Dennoch schafft es der Winzling, 2,8 Kubikmeter unterzubringen. Auch die Auswahl von serienmäßigen Sicherheitssystemen überzeugt. So liefert Fiat den Fiorino ohne Aufpreis mit Front- und Seitenairbags, ABS und ESP, Berganfahrhilfe und erfreulicherweise sogar Parksensoren.Trotz der Kritik, die besonders den Materialien im Cockpit und dem Getriebe gilt, überwiegt der positive Eindruck, für den vor allem der lebhafte Motor verantwortlich ist. Wer eher in der Stadt unterwegs ist und nicht allzu viel Platz benötigt, findet mit dem Fiorino ein treues Fohlen für seinen Firmenstall.

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Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 04/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
Ford Transit Custom

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Datum

17. März 2017
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