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Foto: Teva

Vernetzte Pharmatransporte

Teva arbeitet mit verknüpften IT-Systemen

Pharmatransporte müssen besondere Anforderungen erfüllen. Um das zu erreichen, setzt das Arzneimittelunternehmen Teva auf einen eigenen Fuhrpark - und die Verknüpfung aller IT-Systeme.

In Herbst und Winter erwischt es früher oder später jeden. Die Nase läuft, die Lungen versuchen sich mit Hustenanfällen wieder frei zu machen und die Stimme äußert sich in einem kargen Krächzen. Oft hilft dann nur noch der Gang zum Arzt und anschließend in die Apotheke, um das erhoffte Medikament zur Linderung zu bekommen. Und meistens hat der Apotheker nach einem geübten Griff ins Regal dann auch schon das passende Mittel parat. Für die meisten Patienten hierzulande eine Selbstverständlichkeit – doch dahinter steckt ein hoher logistischer Aufwand. Pharmatransporte müssen strenge Anforderungen erfüllen. So muss jede einzelne Sendung lückenlos über die gesamte Lieferkette nachverfolgbar sein, um zu verhindern, dass Medikamente in die falschen Hände geraten und dass gefälschte Arzneimittel in legale Lieferketten gelangen. Darüber hinaus muss die Ladung jederzeit richtig temperiert sein, von der Fabrik über das Lager und das Fahrzeug bis hin zum Kunden.

"Bei Teva sind Pharmaherstellung und -logistik unter einem Dach"

Mit der "Good Distribution Practice" (GDP) hat die Europäische Kommission seit Mitte 2013 den Transport von Arzneimitteln genau geregelt. Und um diese Anforderungen möglichst effizient zu erfüllen, hat das Pharmaunternehmen Teva seine Logistikprozesse seitdem immer weiter digitalisiert. Der Weltmarktführer bei Generika – unter anderem mit der bekannten Marke ratiopharm – setzt dabei nicht nur auf eine intelligente Verknüpfung seiner IT-Systeme, sondern auch auf einen eigenen Fuhrpark. "Bei Teva sind Pharmaherstellung und Pharmalogistik unter einem Dach vereint", berichtet Bernd Schlumpberger, der das Flotten- und Transportmanagement bei Teva in Deutschland leitet. Der Standort in Ulm ist dabei nicht nur die größte Produktionsstätte von Teva weltweit, sondern auch die Drehscheibe der Logistiker. Als internes Profitcenter transportierte die Flotte im vergangenen Jahr mit rund 70 orange-weißen Nutzfahrzeugen europaweit rund 450.000 Paletten. Für die Belieferung von Großhändlern, Krankenhäusern und Apotheken stehen außerdem externe Logistikpartner bereit.

Eine wichtige Anforderung an den Transport von Medikamenten ist, dass die Kühlkette jederzeit eingehalten wird. Denn sonst könnte sich der Wirkstoff im Arzneimittel verändern und die Wirkung nachlassen – oder im schlimmsten Falle gar nicht mehr gegeben sein. Präziser als "Kühlkette" ist der Begriff "aktive Temperaturführung", denn die meisten Transporte finden im sogenannten "Ambient-Bereich" zwischen 15 und 25 Grad Celsius statt. Die Teva-Flotte transportiert aber auch gekühlt zwischen zwei und acht Grad Celsius, etwa flüssige Arzneimittel in Ampullen oder biotechnische Produkte. Sondertransporte gehen im Frostbereich normalerweise bis minus 30 Grad Celsius. Schon in der Produktion und im Lager sind die Räume entsprechend vortemperiert. Um die Fracht beim Verladen an der Rampe vor äußeren Einflüssen zu schützen, wird ein Luftkissen am ebenfalls vortemperierten Auflieger angebracht.

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FERNFAHRER Lastauto Omnibus trans aktuell
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 12/2017.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.

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Datum

30. November 2017
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