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Unfallstatistik Transporter

Mehr Todesopfer bei leichten Nutzfahrzeugen

In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres kamen 220 Menschen bei Unfällen mit Transportern ums Leben – plus ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr.

Damit widersprechen die leichten Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht dem grundsätzlichen Trend. Betrachtet man explizit die getöteten Insassen aller Güterkraftfahrzeuge, so verzeichnet das Statistische Bundesamt in seiner vorläufigen Unfallstatistik 149 Getötete, also 24,2 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2016. "Wenn man die Kategorie Güterkraftfahrzeuge aufschlüsselt, sieht man: Bei Insassen von Lkw über 3,5 Tonnen ist die Zahl der Getöteten um vier gesunken, bei Insassen von Sattelzugmaschinen um drei gestiegen", führt Dekra Unfallforscher Walter Niewöhner aus. „Gleichzeitig weist die Statistik für die Insassen von leichten Nutzfahrzeugen einen Zuwachs um 31 Getötete aus.“ Dies bedeute, dass sich die Zunahme bei getöteten Insassen von Güterkraftfahrzeugen praktisch ausschließlich bei den Transportern abspiele.

Bei den Pkw beträgt die Zahl der Todesopfer hingegen laut Dekra 2.098 Menschen, also etwa sieben Prozent weniger als 2016. "Der deutliche Rückgang in diesem Bereich deutet auf die immer weiter verbesserte aktive und passive Sicherheit der Pkw hin", so Niewöhner. 

Weiter sei bemerkenswert, dass von Januar bis November 2017 72 Menschen bei Unfällen ums Leben kamen, bei denen landwirtschaftliche Zugmaschinen beteiligt waren, also rund 2,4 Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. "Wichtig ist hier wie bei den anderen ausgewerteten Zahlen, dass wir neutral von Unfallbeteiligten sprechen", ordnet Niewöhner ein. Dies sage nichts darüber aus, wer den Unfall hauptsächlich verursacht hat.

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5. März 2018
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