Scania Ecolution

Scania will CO2-Reduktion auf breiter Front

Harald Ludanek, Scania, Forschung und Entwicklung, Zukunftskongress 2013 Foto: Thomas Kueppers

Scania hält nicht viel von Einzelmaßnahmen bei der CO2-Reduktion. Die Schweden setzen auf Gesamtsysteme wie etwa Scania Ecolution. Harald Ludanek, Executive Vice President Research and Development bei Scania, erklärt auf dem 2. lastauto omnibus-Zukunftskongress, wie das funktioniert.

"Es gibt eine Gesamtkette von Komponenten, die zum globalen CO2-Ausstoß beitragen. Das Fahrzeug selbst ist nur ein Teil dieser Kette." Harald Ludanek aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Scania ist deshalb überzeugt, dass an all diesen Stellschrauben gedreht werden muss, um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren. Neben dem Verbrauch des Fahrzeugs und dem individuellen Fahrverhalten des Fahrzeugführers sieht er auch die Qualität der Energieressourcen und Verkehrsführung sowie das Verkehrsaufkommen als Glieder dieser Kette.

Lkw bietet zahlreiche CO2-Ensparpotenziale

Beim Lkw selbst gebe es zahlreiche Potenziale, um den CO2-Ausstoß auf breiter Front deutlich zu reduzieren. Scania ist überzeugt, dass bei konsequenter Ausnutzung dieser Potenziale der CO2-Ausstoß von Lkw bis zum Jahr 2020 halbiert werden könne (Basisjahr: 2000). "Durch die Erhöhung der Transportkapazität und eine optimierte Zuglänge sehen wir ein Einsparpotenzial von mehr als 15 Prozent", sagte Ludanek beim 2. lastauto omnibus-Zukunftskongress in Ludwigsburg. Durch Fahrertrainings seien weitere zehn Prozent CO2-Reduktion drin. Technische Verbesserungen, etwa beim Antriebsstrang oder durch Hybridantriebe sowie einen reduzierten Roll- und Luftwiderstand brächten mehr als 20 Prozent ein. Schließlich könne auch die Politik ihr Quäntchen beitragen. Durch die Anforderungen der EU-Direktive für erneuerbare Energien könnten nochmals fünf Prozent CO2 ausgestoßen werden.
 
Zum Optimismus der Skandinavier tragen auch eigene Erfahrungen im Werkverkehr auf der Strecke zwischen Södertälje und Zwolle bei. Hier konnte der CO2-Ausstoß im Fernverkehr (32-Meter-Zug) durch eine verbesserte Auslastung sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer in den Jahren von 2008 bis 2011 um 45 Prozent verringert werden.

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