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Ungarischer Verdienstorden für Knorr-Bremse-Manager István Lepsényi

Budapest

Der Geschäftsführer der ungarischen Nutzfahrzeugtochter von Knorr-Bremse István Lepsényi hat das Große Verdienstkreuz der Republik Ungarn erhalten. Diese hohe staatliche Auszeichnung wurde ihm im Rahmen einer Feierstunde in der Domhalle des ungarischen Parlaments von Staatspräsident László Sólyom überreicht. Die Ordensverleihung erfolgte als Zeichen der Anerkennung für Lepsényis „jahrzehntelangen Beitrag zur Entwicklung der Automobilindustrie und der Formierung einer Wissensgesellschaft“ in Ungarn, heißt es in der Begründung. Der ungarische Staat würdigt damit das Wirken Lepsényis, der seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Vertretern der ungarischen Automobilindustrie zählt. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Erschließung des regionalen Marktes, dem Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie dem Aufbau von Kompetenzzentren für die ungarische Automobilindustrie. Knorr-Bremse hatte schon 1969 einen Lizenzvertrag zur Produktion von Nutzfahrzeugbremsen in Ungarn abgeschlossen. Einer der wichtigsten Kunden war damals Ikarus, der größte Omnibushersteller des früheren Ostblocks. Nachdem Ungarn als erster sozialistischer Staat die gesetzlichen Voraussetzungen für Joint Ventures mit westlicher Beteiligung geschaffen hatte, gründete Knorr-Bremse bereits am 24. November 1989 ein Gemeinschaftsunternehmen für Nutzfahrzeugbremsen. Daraus entwickelte sich bis heute eine hundertprozentige Tochtergesellschaft mit zwei Standorten: In Kecskemét, 86 Kilometer südöstlich von Budapest, produziert Knorr-Bremse mit rund 750 Mitarbeitern unter anderem pneumatische und elektronische Bremssteuerungen und Luftaufbereitungssysteme größtenteils für die europäische Nutzfahrzeugindustrie. Der Standort Kecskemét ist zuständig für den Vertrieb in die Region Mittel-Ost-Europa. Im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Budapest entwickeln rund 150 Ingenieure Soft- und Hardware für Bremssysteme. Neben dem Nutzfahrzeugbereich ist auch der Schienenfahrzeugbereich in Ungarn vertreten mit einem Entwicklungszentrum in Budapest und einer neuen Fabrik, die im kommenden Frühjahr ebenfalls in Budapest eingeweiht wird.

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