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Portal von Cargobull Telematics

Flottendaten sicher teilen

Einblicke ins Trailer Connect Portal Foto: Schmitz Cargobull

Trailerconnect-Portal von Schmitz Cargobull bindet andere Lösungen ein – Tyremanager spart Kosten für den Spediteur.

Beim Trailerhersteller Schmitz Cargobull setzen die Verantwortlichen auf Transparenz – und das nicht nur mit Blick auf die eigene Telematik. Denn der Fahrzeugbauer aus Horstmar bindet mit dem Portal Trailerconnect auch die Daten anderer Lösungen in die Übersicht ein. Mehr als 40 andere Provider hat Schmitz Cargobull bereits an das Portal angebunden.

Keine Prozesslücken mehr

Für den Fuhrparkverantwortlichen beziehungsweise den Disponenten liegen die Vorteile klar auf der Hand: Daten- und Prozesslücken gehören der Vergangenheit an. Darüber hinaus sind alle wichtigen Informationen vereint. Denn auch alle wichtigen Meldungen führt Trailerconnect zusammen. Das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Portalen entfällt. Die Verantwortlichen bei Schmitz Cargobull betrachten die serienmäßige Ausstattung der Trailer mit Telematiksystemen als einen „elementaren Baustein für Konnektivität und ganzheitliches Flottenmanagement“. Er trage maßgeblich zur Reduzierung der innerbetrieblichen Prozesskosten bei.

Automatisierung nimmt zu

Neben der Überwachung, Absicherung und Verfolgung der Ladung gewinnen aber auch die Automatisierungsprozesse rund um den Trailer immer mehr an Bedeutung. Und noch etwas ist laut Schmitz Cargobull von entscheidender Bedeutung: die Übersichtlichkeit – besonders dann, wenn viele Informationen einfließen. Der Nutzer wiederum braucht eine möglichst schnelle, einfache und transparente Darstellung aller Fahrzeugdaten. All das biete das Portal Trailerconnect, heißt es seitens des Trailerherstellers.

Daten für Kunden bereitstellen

Gerade für Spediteure gibt es allerdings noch eine weitere ­Herausforderung. Sie werden mit steigenden Anforderungen zur Bereitstellung logistikrelevanter Daten konfrontiert. Ihre Kunden und Auftraggeber wiederum benötigen diese Daten zur Optimierung ihrer Prozesse. Um dem gerecht zu werden, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Visibility-Plattformen. Schließlich müssen die Spediteure nicht nur ihre eigenen Flotten, sondern auch die Flotten ihrer Subunternehmer im Blick behalten.

Transparenz birgt Herausforderung

Die gleichsam von den Verladern geforderte wie auch logistisch notwendige Transparenz birgt aber einige Herausforderungen. Zumal Ladungsüberhänge oder -bedarfe etwa auf Frachtenbörsen ausgeschrieben werden. Das hat zur Konsequenz, dass die Visibility-Plattformen Datentransparenz über das gesamte Netzwerk der Spediteure erhalten. Für die Logistiker ist es zwar wichtig, tourbezogene Informationen mit ihren Kunden zu teilen – allerdings ohne ihr komplettes Netzwerk von Subunternehmern offenzulegen.

Bedenken der Nutzer berücksichtigen

In dem Maße, wie die Bedenken der Spediteure hinsichtlich der Folgen der Anbindung ihrer Daten an die verladergetriebenen Plattformen wachsen, ändert sich auch die Rolle der OEM-Telematikprovider wie Cargobull Telematics. Denn die Logistikbranche verlange immer mehr Daten in immer höherer Qualität, heißt es. Dafür müssten die Spediteure ihre Flotten mit modernen Telematiklösungen ausstatten. „Visibility-Plattformen, die Services zur Optimierung der Verladerprozesse entwickeln und verkaufen, setzen meist auf Venture-Capital-finanzierte Geschäftsmodelle. Diese sind, was die nachhaltige und sichere Datennutzung angeht, nicht ausschließlich auf den Nutzen der Spediteure fokussiert, und sie nutzen sämtliche Flottendaten der Spediteure, auf die sie Zugriff haben“, gibt Leoni Nathaus, Head of Product Management Telematics & Service Sales von Cargobull Telematics, zu bedenken.

Vertrauen in die Datensicherheit

Das sei auch der Grund, warum der Trailerhersteller, der zugleich Telematik-Provider ist, an einer Lösung arbeitet, mit der Spediteure und Transportunternehmer künftig Daten sicher und belastbar teilen können. Zudem würden Geschäftsmodelle aufgesetzt, bei denen die Kosten für diese Daten gerecht in der Supply-Chain aufgeteilt werden. Das Wichtigste sei Vetrauen, sagt Nathaus. Denn nur dann würden die Daten, die es für eine tatsächliche Transparenz in der Supply-Chain braucht, auch wirklich geteilt.

Reifen im Blick

Keine Zukunftsmusik ist hingegen die Lösung Trailerconnect Tyremanager (siehe Kasten). Dabei geht es um eine Applikation, mit deren Hilfe die Reifensensoren nach einem Reifentausch oder Reifenwechsel einfach vom Kunden selbst konfiguriert werden können. Alle relevanten Reifendaten stehen dann umgehend wieder im Trailerconnect-Portal von Schmitz Cargobull zur Verfügung. Zeitaufwendige Werkstattaufenthalte werden minimiert und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöht – mit entsprechenden Vorteilen auf der Kostenseite. Denn der Trailer ist umgehend wieder auf Tour.

Der Tyremanager

  • Mit der Applikation Tyremanager lassen sich die Reifensensoren nach einem Reifentausch oder -wechsel selbst konfigurieren
  • Mit nur wenigen Klicks lassen sich die Sensoren der neuen Radposition zuweisen
  • Zur Nutzung der Anwendung ist ein Smartphone, ein Tablet oder ein PC nötig
  • Voraussetzung ist, dass der Trailer mit dem Steuergerät Trailerconnect CTU oder CTU 3 ausgestattet ist
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
ta 06 2021 Titel
trans aktuell 06 / 2021
9. April 2021
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