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Transportwelt

Jobmotor Logistik stottert

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Unternehmen tun sich erheblich schwerer damit, geeignete Fachleute zu finden als vor zwei bis drei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Personalmarkt-Studie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) in Zusammenarbeit mit der Berufsakademie Lörrach. Die Experten starteten die Umfrage im August 2008. Ein Drittel der Unternehmen wurde nach Angaben des BME nach Einsetzen der Finanzkrise noch einmal im Oktober befragt. So glaubten rund 80 Prozent der Unternehmen vor der Finanzkrise, dass sich der enge Logistikpersonalmarkt in absehbarer Zeit nicht entspannen würde. 20 Prozent gingen davon aus, Aufträge nur eingeschränkt durchführen zu können, weil geeignetes Personal fehle. Ein Drittel stand kurz vor dieser Entscheidung. 26 Prozent von ihnen gaben an, offene Stellen besetzen zu müssen. Ende Oktober sank dieser Wert laut Studie auf 16,7 Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ergab, dass in den nächsten 24 Monaten ungelernte oder Facharbeiter weniger gebraucht werden als höher Qualifizierte. 45,7 Prozent der Befragten kündigten Ende Oktober an, im Bereich Ungelernte zu reduzieren. 14 Prozent wollen dies im Bereich Facharbeiter tun. Bei Einkäufen und Logistik-Strategen werde es aber im Moment zu keinem nennenswerten Stellenabbau führen. Mehr Stellen planen die Befragten im Bereich höher Qualifizierte. Insgesamt benötige die Logistikbranche laut Umfrage mehr betriebswirtschaftlich ausgebildete Logistiker - Kandidaten mit einer ingenieurswissenschaftlichen Ausbildung in Kombination sind gefragt. 81 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, dass die Branche im Bereich betrieblicher Ausbildung allerdings noch große Anstrengungen unternehmen muss. Bei den Gehältern gingen vor der Finanzkrise noch 32 Prozent der Unternehmen davon aus, dass operative Logistikmitarbeiter teurer würden. Im Oktober waren es noch 14 Prozent. Neun Prozent gehen gar von rückläufigen Gehältern aus. 17 Prozent rechnen auch mit Einbußen bei den Gehältern der Führungskräfte. Der Bedeutung des Bereichs Logistik im Unternehmen ist bei mehr als Dreiviertel der Befragten gestiegen. Wichtiger geworden ist dabei die Steuerung von Dienstleistern und die Plandung von Supply Chains (67 Prozent). Auch der Einkauf von Dienstleistungen (55 Prozent) und die operative Steuerung (61 Prozent) haben an Bedeutung gewonnen. An der Befragung nahmen nach Angaben von BME und Berufsakademie Lörrach im Zeitraum August bis Oktober 2008 branchenübergreifend 118 Unternehmen teil.  

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