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Transportwelt

Daimler Trucks rüstet sich für die Zukunft

Daimler Trucks rüstet sich für die Zukunft

Daimler Trucks hat im vergangenen Jahr weltweit 427.100 Lkw verkauft. Ein Plus von einem Prozent. Der Umsatz des Fahrzeugherstellers stieg um 106 Millionen Euro auf 28,6 Milliarden Euro. 1,6 Milliarden Euro Gewinn stehen am Ende der Rechnung. Im Jahr zuvor waren es noch 2,1 Milliarden Euro. Diese Bilanz zieht der Stuttgarter Lkw-Bauer für das Geschäftsjahr 2008. „Die ersten neun Monate 2008 liefen sehr gut“, sagt Andreas Renschler, Vorstand für den Bereich Daimler Trucks und Daimler Buses. Wegen der weltweiten Wirtschaftsflaute seien die Aufträge im vierten Quartal allerdings zurückgegangen. Für die Zukunft rechnet der Lkw-Chef mit einem Rückgang des Lkw-Absatzes in Europa um bis zu 50 Prozent. Aufträge seien bei Daimler im laufenden Jahr laut Renschler um durchschnittlich 13 Prozent zurückgegangen. Bei den drei großen Wettbewerbern schätzt der Lkw-Chef den Einbruch auf 42 bis 49 Prozent für das gesamte Jahr. Um sich gegen die Flaute zu stemmen, setzt der Lkw-Bauer auf verschiedene Sparmaßnahmen. Ab April beziehungsweise Mai will Daimler Trucks etwa in den deutschen Werken Kurzarbeit einführen. Im Lkw-Bereich setzt das Unternehmen auf das so genannte Truck Operating System (TOS). Damit will der Hersteller kurze Wege und kleine Lagerbestände, weniger Abfall und höhere Flexibilität sowie minimale Ausfallzeiten bei maximalen Taktzeiten in der Produktion realisieren. Laut Renschler lässt sich die Krise nur dann meistern, wenn auch die Politik handelt. Ein Mittel seien etwa Bürgschaften für den Mittelstand, um unter anderem auch Lieferanten und Händlern des Konzerns unter die Arme zu greifen. Zudem stehen Investitionen in die Infrastruktur auf dem Forderungskatalog. Ausstehende Planfeststellungsverfahren müssten seiner Ansicht nach zügig abgearbeitet werden. Bautätigkeiten würden zudem die Nachfrage nach Lkw ankurbeln. Renschler appelliert auch daran, umweltfreundliche Fahrzeuge zu fördern. Außerdem sollte mehr in Kommunalfahrzeuge investiert werden. Grundsätzlich müsse mehr Kaufanreiz für Investitionsgüter geschaffen werden, appelliert der Lkw-Chef an die Politik. Das Transportgewerbe kauft nur dann neue Lkw, wenn das Transportvolumen wieder steige. Und das geschehe nur, durch Ankurbeln der Konjunktur, ist Renschler überzeugt.

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