Scania Quartalsreport Lkw weiter Mangelware

Foto: Gustav Lindh/Scania

Scania zieht eine erste Bilanz zum ersten Quartal des laufenden Jahres. Die Nachfrage nach Lkw blieb demnach hoch, die Halbleiter-Situation angespannt. Warum darunter der Auftragseingang leidet.

Die aktuelle Situation auf dem Lkw-Markt ist so zumindest seit der Wiedervereinigung wohl einmalig: Die Nachfrage nach Trucks ist hoch, aber das Angebot begrenzt. Erst hat die Corona-Pandemie zu einer großen Verunsicherung auch unter Unternehmern gesorgt, jetzt ist es der Krieg in der Ukraine. Schon vor dem Angriff Russlands hatte die Chipkrise die Branche fest im Griff, nun sind manche Lieferketten noch zerbrechlicher.

Scania- und in Personalunion auch Traton-CEO Christian Levin sieht die Schweden zumindest in dieser Richtung auf einem guten Weg: Der Mangel an Halbleitern und anderen Komponenten in der globalen Lieferkette habe weiter zu Produktionsunterbrechungen geführt, die Situation habe sich gegen Ende des Berichtszeitraums aber etwas entspannt. Die Lieferströme wurden durch den Konflikt in der Ukraine zwar destabilisiert, Scania sei mit nur wenigen Zulieferern in der Region aber weniger betroffen als andere Hersteller.

Absatz und Umsatz gesunken

Für den schwedischen Lkw-Bauer hat die angespannte Gesamtsituation zur Folge, dass trotz einer weiter hohen Nachfrage nach Lkw in den Schlüsselmärkten der Auftragseingang zurückgegangen ist – und das gewollt. "Auch im ersten Quartal waren wir bei der Vergabe von Bestellungen für Lkw aufgrund eines bereits großen Auftragsbestands und der Produktionsumstellung auf die neue Antriebsstrangpalette von Scania restriktiv, daher der geringere Auftragseingang", erklärt Levin.

Insgesamt gingen die Fahrzeugauslieferungen bei Scania im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 28 Prozent zurück. Der Nettoumsatz sank um drei Punkte, das Betriebsergebnis um 44 Prozent. Grund hierfür seien das geringere Fahrzeugvolumen, die schwächere Auslastung der Werke aufgrund der Komponenten-Knappheit und gestiegene Kosten für Rückstellungen, die Scania wegen der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs gebildet hat.

CO2-Ausstoß auch in der Lieferkette im Fokus

In Bezug auf elektrifizierte Lkw spricht Levin von einem weiter steigenden Interesse, wenngleich der Markt noch klein sei. Ein erhöhtes Elektrofahrzeugvolumen sei aber notwendig, um die Emissionen im Einklang mit dem Pariser Abkommen zu reduzieren.

"Zusätzlich zu den Zielen, den Fußabdruck unseres eigenen Betriebs und unserer Produkte in der Nutzung beim Kunden zu verringern, haben wir unsere Dekarbonisierungsziele jetzt auch auf die Lieferkette von Scania ausgeweitet. Die Batterie- und Stahlproduktion macht beispielsweise einen erheblichen Teil unseres gesamten CO2-Fußabdrucks aus. Für unsere europäische Lieferkette haben wir uns für 2030 Ziele gesetzt, die von einer Reduzierung um 35 bis 90 Prozent für die verschiedenen Materialien und Komponenten reichen", so Levin.

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