Rallye Dakar 2014

Führung für de Rooy

Rallye Dakar 2014 Foto: wiw Willy Weyens 11 Bilder

Halbzeit bei der Rallye Dakar. Gerard de Rooy führt mit seinem Iveco – mit drei Kamaz, die ihm am Heck kleben.

Wieviel Wert haben 29 Minuten Vorsprung? In der Formel eins bedeuten sie diverse Extra-Stopps und Ehrenrunden, bei Marathonlauf vermutlich den sicheren Sieg. Aber bei einer Langstrecken-Rallye wie der Dakar? Da reichen 29 Minuten gerade mal als halbwegs sanftes Ruhekissen für den Halbzeit-Ruhetag. Dass erst am Ende abgerechnet wird, weiß deshalb auch der Führende Gerard de Rooy mit seinen 29:05 Minuten Zeitpolster. Wie wenig 29 Minuten sind, wissen auch die Verfolger, die gleich einem Wolfsrudel auf der Jagd hinter dem führenden Iveco lauern: Karginov (0:25:05), Nikolaev (01:07:42) und Sotnikov (01:22:35) haben die Hoffnung auf den Sieg längst nicht aufgegeben und lauern auf ihre Chance, das türkisfarbene Haubentier zu stellen und zu schlagen.

Kamaz im Sandwich

Dabei sollten sie den Rückspiegel im Auge behalten. Denn mit Hans Stacey und Pep Vila Roca sitzt ihnen die de Rooy’sche Kavallerie wiederum ebenso im Nacken wie der schnelle Ales Loprais mit seinem Tatra.

Wie schnell ein Vorsprung futsch ist, weiß auch Marcel van Vliet. Der Niederländer vom Veka-Team startete mit seinem MAN furios und übernahm anfangs die Führung, verlor aber in den folgenden Etappen an Boden und ist jetzt Achter. Und wie wenig ein einzelner Etappensieg wert ist, kann Landsmann, Marken- und Teamkollege Versluis bestätigen, der dennoch nur auf Rang 21 pausiert.

GINAF glänzt zum Come Back

Bemerkenswert ist das Come Back der GINAF-Armada, die sich mit mehreren Fahrzeugen im vorderen Mittelfeld etabliert hat und diverse Akzente setzt. Enttäuschung hingegen beim Martin Kolomy. Der Vorjahres-Fünfte hat mit dem Buggyra-Tatra – trotz mehrerer Top-Platzierungen – inzwischen über 17 Stunden auf den Führenden angesammelt. Da wird die Zeitfrage dann eindeutig – uneinholbar zum Nachteil des Teams.

Und die Deutschen? Der Einzige, der ohne den Ballast als "Fast Service" gestartet war, ist raus. Erneut endete der Dakar-Ausflug für Mathias Behringer mit dem frühzeitigen Ende in Etappe drei, nachdem der  Bayer sich vom letzten auf den 53. Rang vorgearbeitet hatte. Die Service-Trucker Kühn und Bäuerle schlagen sich wacker im vorderen (Bäuerle) und hinteren Mittelfeld. Wallenwein wird zur Halbzeit in der Tabelle seit Etappe fünf nicht mehr geführt.

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