Premiere des neuen Mercedes-Benz Actros (2018)

Erste Daten und Fakten zum Lkw-Flaggschiff

Mercedes-Benz Actros 2018 IAA Premiere Foto: Daimler 35 Bilder

Automatisierung, Konnektivität und Digitalisierung: Das sind die drei Schlagworte, die prägend hinter dem neuen Actros stehen. Erweiterte Assistenz- und Sicherheitssysteme vervollständigen das Rezept. Eine ausführliche Vorstellung des neuen Mercedes-Benz Actros lesen Sie in FERNFAHRER 10/2018 und lastauto omnibus 10/2018. Beide Magazine sind ab diesem Samstag, den 8. September erhältlich.

Das auffälligste Merkmal des neuen Actros ist im Grunde gar nicht vorhanden: Die Spiegel sind weg. An ihre Stelle treten Kameras („Mirror-Cam"), die links und rechts am Dach sitzen und ihr Bild auf Monitore innen an den A-Säulen übertragen. Auf der Fahrt dürfte es für den Fahrer schon eine gewisse Umstellung bedeuten, bis der Blick ganz selbstverständlich auf die 15-Zoll-Bildschirme wandert. Ein anderer, nicht zu unterschätzender Vorteil: In den Monitoren hat er auch nach Feierabend bei zugezogenen Vorhängen das Geschehen draußen im Blick.

In Fragen der Betriebssicherheit sind die Konstrukteure absolut vom System überzeugt und auch die Behörden spielen mit: Die Mirror-Cam sind als vollwertiger Ersatz für die Haupt- und Weitwinkelspiegel laut Daimler weltweit zulassungsfähig.

Mercedes-Benz Actros (2018)
Der neue Mercedes-Benz Actros 2018

Neues Cockpit, Funktionen aus A- und C-Klasse

Mit den elektronischen Spiegeln ist bildschirmmäßig noch lange nicht Schluss: Statt auf klassische Instrumente blickt der Fahrer auf ein zehn oder optional zwölf Zoll großes Multimedia-Cockpit, dessen Anzeige sich nach Gusto konfigurieren lässt. Ein weiteres Display mit Zehn-Zoll-Touchscreen findet sich an der Mittelkonsole, wobei Mercedes hier zahlreiche Funktionen aus dem Pkw-Bereich übertragen hat, namentlich aus der neuen A- und C-Klasse. Angelehnt an die Pkw präsentiert sich auch die „Keyless-Start"-Technik mit Chip-Schlüssel und Start-Stopp-Taste im Armaturenbrett.

Zur Ausstattung zählt nun auch eine elektronische Feststellbremse, ansonsten wirkt das Cockpit weitgehend vertraut. In einer Schale oben auf dem Armaturenbrett kann jetzt aber auch ein entsprechend unterstütztes Telefon drahtlos geladen und verbunden werden. Konnektivität ist ohnehin ein großes Thema, das sich mit Fleetboard-Anwendungen, App Store („Mercedes-Benz Trucks App Portal"), offenen Schnittstellen sowie dem Im- und Export von Daten fortsetzt.

Weiterentwickelter Tempomat, neue Assistenzsysteme

Weiterentwickelt hat Mercedes außerdem den vorausschauenden PPC-Tempomaten, vor allem für den Überlandverkehr. Das System greift nun im hinterlegten Kartenmaterial außer auf Topografiedaten auch auf Informationen zu Kurvenradien, Kreisverkehren und Ortseingängen zu und passt Schaltstrategie, Schwung- und Rollphasen entsprechend an. Eine verbesserte Interaktion mit dem ACC soll ebenfalls Sprit sparen. Der Vordermann wird quasi unter Beobachtung gestellt und das System reagiert flexibel darauf, ob er zum Beispiel in der Ebene wegzieht und am Berg wieder langsamer wird. Unterm Strich bescheinigt Mercedes dem neuen Actros Verbrauchseinsparungen von bis minus drei Prozent im Fern- und bis minus fünf Prozent im Verteilerverkehr.

Gestützt auf die Frontkamera und die PPC-Daten ist auch eine Verkehrszeichenerkennung geboten. Das System greift aber bewusst nicht aktiv ein, sondern blendet die Information im Display „zur Kenntnis" ein. Das Sicherheits-Duo aus Abstandsregler und Spurassistent hat Mercedes um eine Stop-and-go-Funktion erweitert, außerdem holt das neue System LDW+ (Active Lane Departure Protection) den Zug auch automatisch in die Spur zurück. Ähnlich wie beim Notbremsassistenten wird der Fahrer aber zunächst gewarnt und kann seinerseits angemessen reagieren. Der Notbremsassistent wiederum hat den Schritt vom ABA 4 mit Fußgängererkennung auf die Version ABA 5 mit eingeleiteter Notbremsung auf Fußgänger vollzogen – innerhalb physikalisch möglicher Grenzen, versteht sich.

Hardware aus dem Vorgänger, moderne Lichtkonzepte

Eine weitere neue Komponente bildet die elektrisch unterstützte Lenkung „Comfort Steering". Ansonsten übernimmt der neue Actros die „Hardware", sprich Fahrerhäuser, Fahrgestelle, Motoren, Achsen und Getriebe, vorerst unverändert. Die Kabinen prägt aber ein neues Lichtkonzept, mit schwebendem Charakter der Deckenleuchten und LED statt Glühlampen. Zum Feierabend hin schimmert der Innenraum in heimeligem Amber-gelb und wer nachts fahren muss, kann jetzt ein blaues statt zuvor grünes Nachtfahrlicht einschalten.

Außen setzen LED-Lichtleisten um die Scheinwerfer neue Akzente, die neuen LED-Rückleuchten beinhalten einen Laufblinker und zu den Mirror-Cam gibt es optional Positionsleuchten. Ebenfalls auf Wunsch wird jetzt auch beim Einstieg in den Actros ein Logo auf den Asphalt projiziert – ein Mercedes-Stern, wie könnte es anders sein.

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