25 Jahre Automechanika

Stars von gestern und morgen

Foto: Montage: ETM Verlag 9 Bilder

Zum 25jährigen Jubiläum der Automechanika haben wir keine Kosten und Mühen gescheut: Anhand von acht Fahrzeug-Paarungen aus unterschiedlichen Kategorien, hat der ETM Verlag auf der Messe Geschichte lebendig werden lassen. Wie sich Technik, Optik und die damit verbundenen Anforderungen verändert haben, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Stellvertretend für den Wandel der letzten Jahre haben wir uns für folgende Modell-Paarungen für die Besucher der Automechanika entschieden:

  • Renntruck Mercedes-Benz 1834 S/Atego (Baujahr: 1996/1998) - Renntruck Iveco Stralis 440 E 56 XP (Baujahr: 2017)
  • Büssing 8000 (Baujahr: 1950) - Unimog U 5023 (Baujahr: 2015)
  • VW T1 (Baujahr: 1960) - MAN TGE 3.180 (Baujahr: 2017)
  • Setra S 215 HD (Baujahr: 1976) - Neoplan Tourliner C (Baujahr: 2016)
  • John Deere Lanz 310 (Baujahr: 1967) - John Deere 7310R (Baujahr: 2018)
  • Opel Calibra Last Edition (Baujahr: 1997) - Insignia Grand Sport (Baujahr: 2018)
  • Hymermobil 520 D (Baujahr: 1976) - Hymer Tramp CL 678 (Baujahr: 2018)
  • BMW Kompressor Rennmotorrad - BMW R 1200 GS (Baujahr: 2017)

Renntruck Mercedes-Benz 1834 S/Atego

Der Mercedes-Benz 1834 S Renntruck kommt in der 1994 eingeführten Rennserie der Superrace-Trucks zum Einsatz. Der Bolide repräsentiert die zweite Generation der Racetrucks mit dem Stern. Der 1834 S verfügt über einen verstärkten Rahmen sowie wassergekühlte Scheibenbremsen vorne und hinten. Die dritte Generation, der Mercedes-Benz Atego Renntruck, geht dagegen in der Saison 2001 erstmals mit einem Gitterrohrrahmen an den Start. In beiden Generationen sorgt der Innovationsmotor OM 501 LAR für einen machtvollen Vortrieb. Der V6-Hochleistungsdieselmotor verfügt über Hochdruckeinspritzung sowie zwei Turbolader mit Hochdruckverdichter und Ladeluftkühlung. Die Motorelektronik mit Electronic Diesel Control verhindert das Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern. Mercedes-Benz nimmt von 1989 bis 2001 am Truck-Race teil und gewinnt in dieser Zeit acht Fahrertitel.

  • Baujahr: 1996/1998
  • Motor: 6-Zylinder OM 501 LAR
  • Hubraum: 12.000 cm³
  • Leistung: 1400/1500 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h (abgeregelt)
  • Länge/Breite/Höhe: 5.500/2.546/2.700 mm

Renntruck Iveco Stralis 440 E 56 XP

Der Iveco Stralis 440 E 56 XP des Teams Hahn Racing ist eine zum Rennboliden umgebaute Zugmaschine. Sie bringt ein Gewicht von 5.300 Kilogramm auf die Waage. Der Cursor 13-Rennmotor kommt aus der Entwicklungsabteilung von Iveco. Das Reglement der European Truck Racing Championship sieht vor, dass sind die meisten Teile serienmäßig oder seriennah ausgeführt sein müssen. Die komplette pneumatische Bremsanlage für den Iveco Renntruck hat Knorr-Bremse entwickelt und umgerüstet. Für die Lenkung zeichnet Knorr-Bremse SteeringSystems verantwortlich. Sie wartet mit einer besonderen Spindelsteigung auf, die direktes Lenken ermöglicht. Der Fahrer benötigt dadurch weniger Umdrehungen am Lenkrad, um den gleichen Radwinkel zu erzeugen. Beim Fahrwerk kommt Stoßdämpferhersteller Bilstein mit maßgeschneiderten Aluminiumstoßdämpfern zum Zug. Die eigens dafür angefertigten Kolbenstangen weisen einen Durchmesser von gerade mal 14 Millimetern auf.

  • Baujahr: 2017
  • Motor: Cursor 13-Motor
  • Hubraum: 13.000 cm³
  • Leistung: 1.180 PS
  • Max. Drehmoment: 5.000 Nm
  • Eigengewicht: 5.300 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h (abgeregelt)

Das sagen Werkstattprofis
Wartung zwischen den Trainings- und Rennläufen ist ein Erfolgsfaktor im Truck-Race. Im Atego hat Mercedes-Benz durch eine kluge Positionierung von Bremsanlage, Ölkühler und Tank den Mechanikern den Service enorm erleichtert. Bei Iveco sind die Mechaniker Teil des Teams. Sie kennen ihren Truck aus dem Effeff und haben die sicherheitsrelevanten Systeme wie Bremse und Lenkung jederzeit im Griff.

Büssing 8000

Der Büssing 8000 ist in den frühen 50er Jahren der Inbegriff des Fernlastzugs. Der Lkw mit der markanten Fronthaube wartet mit fünf Gängen und einem Rückwärtsgang auf, wobei der fünfte Gang als Schnellgang ausgelegt ist. Das Datenblatt aus dieser Zeit vermeldet unter anderem, dass der Schalthebel für das nicht synchronisierte Getriebe neben dem Fahrersitz befindet. Die Lenkung hatte bereits eine druckluftunterstützte Servofunktion. Trotzdem waren enorme Muskelkräfte nötig, um das Lenkrad im Stand zu drehen. Die Ära des Büssing 8000 endet bereits 1957. Die Änderung der Straßenverkehrsordnung bringt neue Vorschriften für die Länge von Gliederzügen. Für die Kombination mit einem Hänger ist der Büssing jetzt zu lang und daher nur noch im wenig wirtschaftlichen Betrieb als Solofahrzeug einsetzbar.

  • Baujahr: 1950
  • Motor: 6-Zylinder-Reihenmotor
  • Hubraum: 13.500 cm³
  • Leistung 150 PS
  • Max. Drehmoment: 90 mkg bei 800 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 61 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 16.000 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 6.700/2.500/2.900 mm

Unimog U 5023

Der Unimog U 5023 gehört zum Portfolio von Mercedes-Benz Special Trucks. Das 1946 eingeführte Universal-Motor-Gerät hat sich auch in seinem achten Lebensjahrzehnt seine Vielseitigkeit bewahrt. Die Schnittstellen und Antriebe für den den Anbau verschiedener Gerte hat der hochgeländegängige Truck bereits ab Werk an Bord. Darüber hinaus stellt er die Basis für Aufbauten wie Pritsche und Koffer sowie für Sonderlösungen wie Wohnmobile und Sportaufbauten. Das Markenzeichen des Unimog U 5023 ist das extrem verwindungsfähige Fahrwerk, das ihn zum Spezialisten für Geröll, Schnee, Sand und unbefestigte Straßen werden lässt. Es erlaubt eine Achsverschränkung um bis zu 30 Grad. Dafür sorgen der Rahmen mit einer 3-Punkt-Lagerung von Fahrerhaus, Motor und Getriebe sowie die Achsaufhängung mit Schubrohrtechnik, Querlenker und Schraubenfedern.

  • Baujahr: 2015
  • Motor: 4-Zylinder-Reihenmotor
  • Hubraum: 5.132 cm³
  • Leistung: 231 PS
  • Max. Drehmoment: 900 Nm/1.400 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 89 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 14.500 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 4.100/2.280/1.400 mm

Das sagen Werkstattprofis
Den Büssing hat ein Mechaniker damals noch mit dem Hammer und Schlüssel gewartet. Allein mit den Bremsen war ein Mechaniker zwei Tage beschäftigt. Wartung und Reparatur waren schwere körperliche Arbeit. Beim technisch und elektronisch hoch gerüsteten Unimog ist der Aufwand sicher um den Faktor zehn geringer.

VW T1

Der VW T1 hat als automobiles Kulturgut Geschichte geschrieben. 1950 im Markt eingeführt, avanciert der Kleintransporter mit seiner geteilten Frontscheibe und dem VW-Logo auf der V-förmigen Sicke zur Ikone des deutschen Wirtschaftswunders. Das Fahrwerks ist enorm robust, dazu kommen nach und nach Verbesserungen wie das asymmetrische Abblendlicht, das vollsynchronisierte Getriebe und die Frischluftheizung. Am 9. Oktober 1954 läuft im VW-Werk Wolfsburg das 100.000 Modell vom Band. Acht Jahre später ist die Million voll, bis zum Ende der Produktion in 1967 kommen weitere 800.000 Einheiten dazu. Der T1 macht in Handwerk und Gewerbe als Kastenwagen, Pritsche, Kombi und Kleinbus Karriere. Er ist als Einsatzfahrzeug für Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei auf Achse. Und mit seiner unverwüstlichen Technik macht er Generationen von Reisemobilisten und Hippies glücklich.

  • Baujahr: 1960
  • Motor: Vierzylinder-Boxermotor
  • Hubraum: 1.192 cm³
  • Leistung 34 PS
  • Max. Drehmoment: 82 Nm bei 2.000 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 2.000 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 4.280/1.750/1.920 mm

MAN TGE 3.180

Der MAN TGE ist der erste Transporter in der Geschichte von MAN Truck & Bus, der das Markenlogo mit dem Löwen trägt. Die Münchener haben sich dazu aus dem technischen Baukasten der VW-Konzernmutter bedient. Unter der Haube sitzen die Motoren, die auch im VW Crafter für Vortrieb sorgen. Für Sicherheit sorgt ab Werk der Notbremsassistent. Dazu stehen elektronische Helfer zur Wahl, die für Einparken, Verkehrszeichenerkennung und den Abstand zum Vordermann zuständig sind. Der Kastenwagen lässt sich in zwei Radständen, drei Fahrzeuglängen und mit Normal, Hochdach und Superhochdach in drei Höhen ordern. Seinen Weg machen soll der TGE in Handwerk, Bau und Logistikbranche. Die Münchner führen den TGE in ihrem Produktprogramm als Lkw. Damit verbinden sich für die Käufer des Transporters die gleichen Services, die bereits die Kunden der Lkw-Sparte schätzen.

  • Baujahr: 2017
  • Motor: Vierzylinder-Dieselmotor
  • Hubraum: 1.968 cm³
  • Leistung :177 PS
  • Max. Drehmoment: 410 Nm bei 1.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 3.500 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 6.836/2.427/2.625

Das sagen Werkstattprofis
Der Wartungsaufwand für den VW ist überschaubar. Alle 5.000 Kilometer waren in der Regel die Bremsen nachzustellen. Der neue MAN Transporter hat lange Wartungsintervalle und ist in jeder Lkw-Werkstatt des Herstellers willkommen. Das sichert dem Nutzer eine hohe Verfügbarkeit.

Setra S 215 HD

Technische Standards setzen die Busse durch den serienmäßigen Einbau von Scheibenbremsen an der Vorderachse sowie mit der Einführung einer thermostatischen Regelung für temperierte Luft und Heizung. Die Setra Querstrom-Raumlüftung und -heizung führt erstmals im Omnibus Frischluft über die ganze Fahrzeuglänge in den Fahrgastraum, was den Klima-Komfort für die Fahrgäste enorm verbessert. Die Windschutz- und Seitenscheiben sind geklebt und übernehmen eine tragende Funktion. Die Motoren für den Setra liefert Mercedes-Benz, die Kässbohrer dann im Ulmer Werk für den Einbau modifiziert. Der Fahrer bewegt den eleganten Bus durch das Schalten von sechs Gängen. Zum Flaggschiff der Baureihe avancierte der Setra S 215 HD. Er steht für den gehobenen Reisebus im europäischen Markt. Die Baureihe 200 bringt es auf 27.680 Einheiten, darunter 7.000 Setra S 215 HD.

  • Baujahr: 1976
  • Motor: 10-Zylinder Diesel
  • Hubraum: 16.000 cm³
  • Leistung 320 PS
  • Max. Drehmoment: 1.100 Nm bei 2.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 16.000 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 12.000/2.500/3.340 mm

Neoplan Tourliner C

Reisekomfort, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit schreibt MAN dem Neoplan Tourliner C ins Stammbuch. Der in Akyurt bei Ankara gebaute Reisebus besitzt einen verstärkten Aufbau, der die Anforderungen der Überschlagrichtlinie ECE R66.02 erfüllt. Die überarbeiteten Motoren für den Zweiachser verfügen ab Werk über eine Zweimassen-Schwungrad und zeichnen sich durch ein niedriges Geräuschniveau aus. Das automatisierte Zwölfganggetriebe MAN TipMatic sorgt für flüssige Gangwechsel und eine verkürzte Zugkraftunterbrechung zwischen den Gängen. Die Münchner spendieren dem jüngsten Mitglied der Neoplan-Familie eine Fülle moderner Assistenzsysteme, die den Fahrer im Hinblick auf eine sichere und wirtschaftliche Fahrweise wirksam unterstützen. Ein technologisches Schmankerl ist der neue MAN Aufmerksamkeitsassistent "Attention Guard", der Abweichungen von der gewählten Fahrspur erkennt und den Fahrer durch eine Kombination verschiedener Alarmstufen warnt.

  • Baujahr: 2016
  • Motor: 6-Zylinder Diesel
  • Hubraum: 12.419 cm³
  • Leistung 420 PS
  • Max. Drehmoment: 2.100 bei 1.350 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: k. A.
  • Zul. Gesamtgewicht: 18.000 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 12113/2550/3840 mm

Das sagen Werkstattprofis
Beim Setra waren alle 15- bis 20.000 Kilometer ein Ölwechsel fällig. Den Luftkessel musste der Mechaniker von Hand entwässern und auch die Türen regelmäßig schmieren. Der Tourliner mit langen Wartungsintervallen spielt in einer anderen Liga. Ein Plus für den Betreiber ist der Wartungsrechner, der Termine und Komponentenverschleiß überwacht und prognostiziert.

John Deere Lanz 310

Mit dem John Deere Lanz 310 tritt die Deere & Company in Deutschland mit der neuen Baureihe 10 in Erscheinung. Die Nordamerikaner sind ein bedeutender Hersteller in der Landtechnik. Sie hatten 1956 die Heinrich Lanz AG in Mannheim übernommen und firmieren seit 1960 unter dem Namen John Deere-Lanz AG. Der John Deere Lanz 310 ist der kleinste Schlepper der Baureihe 10. Das 1964 eingeführte Modell ist eine komplette Neukonstruktion. Mit der 10er-Serie läutet John Deere den Wechsel von der Halbrahmenbauweise auf die rahmenlose Blockbauweise ein. Das Getriebe hatte zehn Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge. Die Bauteile für den John Deere Lanz lässt der Konzern in den USA und in Frankreich herstellen. Die Endmontage findet später am Standort Mannheim statt. 1967 stellte John Deere die Fertigung der 10er-Baureihe ein. In der Folge verschwindet der Name Lanz vom deutschen Schleppermarkt.

  • Baujahr: 1967
  • Motor: 3-Zylinder-Diesel
  • Hubraum: 2.490 cm³
  • Leistung 32 PS
  • Max. Drehmoment: k. A.
  • Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h
  • Eigengewicht: 2.100 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 3.400/1.510/1.570 mm

John Deere 7310R

Der John Deere 7310R ist der stärkste Vertreter der 2013 überarbeiteten Baureihe 7R. In den Nomenklatur des Landmaschinenherstellers bezeichnet der Buchstabe R die höchste Ausstattungsvariante. Das Topmodell 7310R ist auch auf anspruchsvolle Zugarbeiten bestens vorbereitet. Es verfügt über einen Powertech PSS Motor mit Abgasstufe IV. In dem Reihenturbolader kommen neben SCR-Abgasreinigung auch Dieselpartikelfilter und Abgasrückführung (EGR) zum Einsatz. Die Bausteine dieser Abgasreinigung sind so ausgelegt, dass der Verbrauch von AdBlue niedrig ausfällt. Der Partikelfilter soll bei entsprechender Regeneration über die gesamte Lebensdauer des Motors seine Arbeit verrichten. Für das Fahrzeug stehen zwei Getriebevarianten zur Wahl. Das stufenlose AutoPower ist eine Eigenentwicklung von John Deere und arbeitet mit drei Fahrbereichen. Dagegen ist das e23 ein mechanisch aufgebautes Getriebe, das durch einen hohen Wirkungsgrad und gute Verbrauchswerte überzeugt.

  • Baujahr: 2018
  • Motor: 6-Zylinder-Diesel
  • Hubraum: 9.000 cm³
  • Leistung 352 PS
  • Max. Drehmoment: 1.452 Nm bei 1.600 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
  • Eigengewicht: 10.668 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 5.540/2.602/.3630 mm

Das sagen Werkstattprofis
Die Werkstätten für den Lanz waren mit einer Schmiede zu vergleichen. Der Traktor war einfach zu reparieren, da er kaum Elektrik an Bord hatte. Die modernen Systeme sind durch lange Wartungsintervalle auf Betriebskosten optimiert. Bei der Fehleranalyse erhalten die Techniker via Internet Unterstützung.

Opel Calibra Last Edition

Seine Weltpremiere hatte der Opel Calibra auf der IAA 1989. Das schnittige Sportcoupé besitzt einen hervorragenden Luftwiderstandswert von 0,26 Cw, der ihn zum Aerodynamik-Weltmeister unter den Serienfahrzeugen machte. Das Fahrwerk punktete mit Einzelradaufhängung und Schräglenker-Hinterachse. Der Allradantrieb konnte als Sonderausstattung bestellt werden. Die Benzinmotoren waren ab Werk mit geregelten Katalysatoren versehen. Üppig ausgestattet mit der Großserientechnik des Opel Vectra, machte der in Rüsselsheim und bei Valmet Automotive im finnischen Uusikaupunki gebaute Calibra auch auf der Rennstrecke Karriere und fuhr 1996 in der Internationalen Tourenwagen Meisterschaft (ITC) aufs Siegerpodest. Nach sieben Jahren und 238.647 Einheiten stellte der Hersteller die Produktion ein. Den Abschluss der Ära markierte das limitierte Sondermodell Last Edition, das mit Sportfahrwerk, BBS-Rädern, Lederausstattung und Klimaanlage ausgestattet wurde.

  • Baujahr: 1997
  • Motor: Reihen-4-Zylinder Ottomotor
  • Hubraum: 1.998 cm³
  • Leistung 136 PS
  • Max. Drehmoment: 185 Nm bei 4.000 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 215 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 4.492/1.688/1.320 mm

Insignia Grand Sport

Der auf dem Genfer Autosalon 2017 vorgestellte Opel Insignia ist eine neue Referenz in der Mittelklasse. Die Fließhecklimousine hat zahlreiche Assistenzsysteme an Bord. Es gibt ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung, Abstandswarner und einen adaptiven Tempomaten. Am Rückspiegel ist eine Kamera integriert, die Personen erkennt. Bei einer kritischen Situation zeigen der digitale Tacho und das Head-up-Display Warnungen an. Neue Infotainmentsysteme ermöglichen dem Fahrer einen hohen Grad an Vernetzung. Beim Grand Sport 2.0 Direct Injection Turbo besorgt ein Vierzylinder-Dieselmotor mit zwei in Reihe geschalteten Turboladern den Vortrieb. Das Modell ist jedoch nur in der Kombination mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik erhältlich. Neue Wege geht Opel mit dem Insignia bei der Individualisierung. Erstmals steht eine "Exclusive"-Ausstattung zur Wahl, bei der sich der Kunde aus einer umfassenden Kollektion eine eigene Lackierung bestellen kann.

  • Baujahr: 2018
  • Motor: 4-Zylinder-Reihen-Diesel
  • Hubraum: 1.956 cm³
  • Leistung 210 PS
  • Max. Drehmoment: 480 Nm bei 1.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 231 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 2.340 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 4.970/2.093/1.455 mm

Das sagen Werkstattprofis
Der Calibra ist ein kultiger Youngtimer. Elektronik und Technik sind robust. Wichtig ist der rechtzeitige Wechsel des Zahnriemens. Auf Wasserpumpe und Lichtmaschine sollten die Mechaniker ein Auge haben. Der Insignia machte bisher bei den Hautuntersuchungen stets eine gute Figur. Das neue Modell dürfte da keine Ausnahme sein.

Hymermobil 520 D

Das 1975 eingeführte Hymermobil ist eines der ersten Wohnmobile des Herstellers aus Bad Waldsee, das die Fahrerkabine in das Konzept für den Innenraum einbezieht. Kennzeichen dieses vollintegrierten Aufbaus sind die geteilte Frontscheibe, ein Dachgepäckträger und eine umlaufende Zierleiste. Die Basis für das knapp zwei Tonnen leichte Hymermobil stellen Transporter der Harburger-Bauart von Daimler-Benz. Zum Einsatz kommen ein 60 PS starker Diesel mit der Typenbezeichnung L 206 D sowie der Benziner L 207 mit 70 PS. Die Transporter haben Frontmotor und Frontantrieb sowie ein Fahrgestell aus parallelen Rohren. Die Vorderräder sind an doppelten Dreieckslenkern mit Drehstabfederung durch längs eingebaute Blattfedern aufgehängt, die Hinterachse ist als Starrachse mit Blattfedern ausgeführt. Der 520 D ist das kleinste Modell der Reihe. Die Produktion endete bereits nach zwei Jahren. Nachfolger wurde das Modell 521, das auf der Basis Opel Bedford Blitz steht.

  • Baujahr: 1976
  • Motor: 4-Zylinder-Dieselmotor
  • Hubraum: 2.180 cm³
  • Leistung: 60 PS
  • Max. Drehmoment: k. A.
  • Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 2.400 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 5.000/2.050/2.600 mm

Hymer Tramp CL 678

Der Hymer Tramp CL 678 ist ein Wohnmobil der gehobenen Mittelklasse mit einer umfangreichen Sicherheitsausstattung. Die Basis für den Teilintegrierten ist ein Fahrgestell, das Fiat in der sechsten Generation seit 1982 produziert. In Europa ist der Ducato mit einem Marktanteil von rund 75 Prozent die Nummer eins als Basis für Reisemobile. Die Euro-6-Motoren hat Fiat im Herbst 2016 überarbeitet. Sie erfüllen die Euro-6-Norm ohne die Zugabe von Ad-Blue. Der Hersteller bedient sich dazu einer Niederdruck-Abgasrückführung (LPEGR). Dabei passieren die Abgase zunächst den Dieselpartikelfilter, anschließend werden sie gekühlt und vor dem Turbolader wieder der Ansaugluft zugeführt. Als ideales Triebwerk für mittelgroße Reisemobile gilt der 2.3-Liter-Vierzylinder 2.3 MultiJet 150. Ein technisches Highlight ist die neue Direkteinspritzung MultiJet 2, die zu deutlich reduzierten CO2-Emissionen und einer höheren Durchzugskraft bei niedrigen Drehzahlen beiträgt.

  • Baujahr: 2018
  • Motor: 4-Zylinder-Dieselmotor
  • Hubraum: 2.287 cm³
  • Leistung: 150 PS
  • Max. Drehmoment: 380 Nm bei 1.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 152 km/h
  • Länge/Breite/Höhe: 7.490/2.350/2.900 mm

Das sagen Werkstattprofis
Das Daimler-Triebwerk war bei richtiger Wartung für viele Kilometer gut. Der Ölbadluftfilter musste regelmäßig ausgewaschen und das Öl erneuert werden. Fürs Wohnmobil mit geringerer Laufleistung gilt zwar die Jahresinspektion, allerdings genügt hier eine Ölstandskontrolle, bis Öl und Filter dem Kilometerstand entsprechend zu wechseln sind.

BMW Kompressor Rennmotorrad

1939 gewann der BMW Werksfahrer Georg Meier als erster Nicht-Brite auf einer ausländischen Maschine die legendäre "Senior Tourist Trophy" auf der Isle of Man. Das Kompressor Rennmotorrad auf Basis der BMW R 57 erreichte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 143,7 Km/h. Das Superbike, zuletzt beim Goodwood Revival 2018 stilvoll präsentiert, besitzt einen geschweißten Rohrrahmen. Der Motor mit jeweils zwei durch Königswellen angetriebene obenliegenden Nockenwellen und das mit dem Fuß geschaltete Vierganggetriebe waren Neuentwicklungen. Die Kompressortechnik selbst erprobte BMW im Motorradrennsport seit Ende der 20er Jahre. Auf internationalen Rennpisten waren BMW Rennmaschinen mit Kompressor nach 1945 nicht mehr im Einsatz. Dort gilt mittlerweile ein Verbot für aufgeladene Motoren. Den letzten Auftritt mit diesen Motorrädern im nationalen Rahmen hatte BMW im September 1950 am Grenzlandring.

  • Motor: 2-Zylinder-Boxermotor mit Kompressor
  • Leistung: 60 PS
  • Hubraum: 492 cm³
  • Eigengewicht: 138 kgchstgeschwindigkeit: über 220 km/h

BMW R 1200 GS

Die BMW GS mit dem Zweizylinder-Boxermotor verkörpert den Begriff der Reiseenduro. Sie dominiert seit Jahren die Zulassungsstatistiken. Zum 90-jährigen Jubiläum des Boxermotors entwickelten die Münchener für die BMW GS des Modelljahrs 2013 ein neues Triebwerk mit Wasserkühlung. Motor, Getriebe und Ölbadkupplung sitzen bei dieser Konstruktion im selben Gehäuse. Das interne Modellkürzel für das Motorrad lautet "K50". Im Modelljahr 2017 ist die Reiseenduro mit zahlreichen Assistenzsystemen am Start. Das ABS Pro ermöglicht das Bremsen mit Antiblockiersicherheit auch in Schräglage. Serie sind die Fahrmodi "Rain" und "Road". Sie sorgen durch die automatische Stabilitätskontrolle für optimale Traktion. Darüber hinaus ermöglicht Bluetooth die Vernetzung von Motorrad, Smartphone und Helm und damit den Zugriff auf Navigation, Telefonie, Media und zusätzliche Fahrzeuginformationen.

  • Baujahr: 2017
  • Motor: 2-Zylinder-Boxermotor
  • Hubraum: 1.170 cm3
  • Leistung 125 PS
  • Max. Drehmoment: 125 Nm bei 6.500 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: über 200 km/h
  • Zul. Gesamtgewicht: 460 Kilogramm
  • Länge/Breite/Höhe: 2.207/952/1.412 mm

Das sagen Werkstattprofis
Eine BMW R57 von 1928 verlangte nach regelmäßiger Kontrolle, um sich ihre Zuverlässigkeit zu bewahren. Eine aktuelle BMW R1200 GS gibt sich da pflegeleichter. Nach der Zündanlage, seinerzeit eine der größten technischen Herausforderungen, braucht man heutzutage gar nicht mehr zu schauen. Ende der 20er Jahre musste man sich noch um die Einstellung mehr oder weniger verbrannter Zündkontakte kümmern.

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