Porträt Spedition Hallog

Kühles aus Eisleben

Foto: Steffen Loeffler 9 Bilder

Der Name Hallog steht für eine moderne Kühlspedition mit weit über 100 Sattelzügen im Lebensmitteltransport. 15 MAN TGX der neuesten Baureihe bereiten Chefetage und Fahrern große Freude.

Wohl jeder von uns dürfte schon ein Brötchen oder Baguette verspeist haben, das auf einem Lastwagen der Hallog GmbH verreist ist. Die Eislebener Spedition transportiert solche Backwaren in Tiefkühlform für namhafte Großhändler. Zumeist geht die Ware aus der Produktion in die Verteilstationen der Bäckereibetriebe und in die Zentrallager der Industriebäckereien. In Supermärkten, Schnellbackstuben oder auf Großveranstaltungen werden die Rohteiglinge dann fertig gebacken und an die Kunden verkauft. Hallog fährt deutschlandweit für die größten europäischen Backwarenhersteller. Um Brot, Brötchen oder Tiefkühlpizza jederzeit pünktlich zu verteilen, ist der Fuhrpark auf inzwischen 115 moderne Sattelzugmaschinen und 150 Kühlauflieger ­angewachsen. Gut ein Viertel der Lastwagen stammt von MAN. „Wir haben von Beginn an auf eine Mehrmarken-Strategie im Fuhrpark gesetzt. Damit sind wir sehr gut gefahren“, versichert Stephan Held. Als technischer Leiter ist er bei Hallog für die Fahrzeugflotte sowie für Werkstatt, Lager und Gebäudemanagement zuständig.

„Die neue Fahrzeuggeneration hat uns echt überrascht"

Aktuell sind 36 Fernverkehrs-Lkw mit dem Löwen im Grill bei den Sachsen-Anhaltern im Einsatz, 15 davon aus der neuesten Generation. Die 430 bis 500 PS starken TGX verfügen über ein Großraumfahrerhaus, zwei Schlafbetten, Klimaautomatik, Standklimaanlage, Standheizung, Kühlschrank und alles weitere, was Fahrer unterwegs nicht missen möchten. „Die neue Fahrzeuggeneration hat uns echt überrascht. Nicht nur die aufgewertete GX-Kabine mit digitalem Display und pfiffigen Details wie SmartSelect kommt beim Fahrer sehr gut an, auch die Performance der MAN TGX 18.430 stimmt“, unterstreicht Held. Damit verweist der 40-Jährige auf den deutlich verbesserten Kraftstoffverbrauch. Seit Dezember 2020 rollen die ersten TG3 für Hallog durch die Republik und legen dabei etwa 11.000 Kilometer pro Monat zurück. Dabei genehmigen sie sich bis zu zwei Liter pro 100 Kilometer weniger Diesel als ihre Vorgänger, so der zweifache Familienvater. Das spare gut 200 Euro Kraftstoffkosten pro Fahrzeug und Monat. Auf das Jahr gerechnet beträgt das Einsparpotenzial rund 36.000 Euro.

Foto: Steffen Loeffler
Seltener Besuch: Am geringen Verschleiß der neuen MAN TGX merkt Werkstattleiter Frank Ziegner, wie gern die Fahrer ihren Truck of the Year haben.

„Mit dem neuen TGX ist MAN ein großer Wurf gelungen. Viele sinnvolle Features und Assistenzsysteme erleichtern unseren gestandenen Berufsfahrern die tägliche Arbeit immens. Dadurch sind sie noch konzentrierter und äußerst wirtschaftlich unterwegs“, sagt Uwe Ritzmann, geschäftsführender Gesellschafter von Hallog. Ritzmann hat die Spedition 2008 gegründet und das Dienstleistungspaket rund um die Kühllogistik sukzessiv erweitert.

Heute bietet das mittelständische Logistikunternehmen neben dem reinen Transport noch zahlreiche Zusatzdienstleistungen wie Lagerung, Kommissionierung, Konfektionierung, Verpackung, Retourenbearbeitung und Etikettierung an drei Standorten in Eisleben, Unna und Halle an. Darüber hinaus betreibt Hallog die FBZ-Fahrschule und repariert Pkw, Lkw und Auflieger in der eigenen Werkstatt. Für die MAN existiert ein Rahmenvertrag, sodass die TGX für den Service nicht extra in die knapp 30 Kilometer entfernte MAN-Vertragswerkstatt nach Sangerhausen fahren müssen.

Insgesamt beschäftigt Hallog etwa 200 Kraftfahrer

„Für uns ist wichtig, dass die Fahrzeuge zuverlässig und immer am Rollen sind. Pannen am Straßenrand können wir uns in der Tiefkühllogistik nicht leisten“, versichert Stephan Held. Insgesamt beschäftigt Hallog etwa 200 Kraftfahrer, um die Kühlzüge mit Sonn- und Feiertagsgenehmigung möglichst an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr am Laufen zu haben. Die Auftragsübermittlung und der Kontakt zur Disposition erfolgen per Mobiltelefon oder Telematiklösung, was Temperaturüberwachung, Permanentortung sowie Fahr- und Ruhezeitkontrolle ermöglicht.

Foto: Steffen Loeffler
14,5 Millionen Kilometer spulen die Fahrer von Hallog pro Jahr ab, um tiefgekühlte Teigrohlinge pünktlich zu den Kunden der Backwarenhersteller zu chauffieren.

Regelmäßig wertet Hallog das Fahrverhalten seiner Kraftfahrer in Bezug auf eine wirtschaftliche und vorausschauende Fahrweise aus. Zusätzlich lädt man das Fahrpersonal kontinuierlich zu Schulungen und Weiterbildungen im Umgang mit moderner Fahrzeugtechnik ein. Letztlich schont das den Antriebsstrang, verringert den Verschleiß am Fahrzeug und hilft, den Dieseldurst der Lkw zu mindern. Bei rund 14,5 Millionen Fahrkilometern, die die Hallog-Flotte pro Jahr abspult, ergibt sich ein erhebliches Einsparpotenzial.

Investition in die neuen MAN-Lkw macht sich für Hallog bezahlt

Am Fahrtraining haben auch Nils Sparmann und Karsten Günther teilgenommen. Die beiden Chauffeure steuern jeweils einen der neuen TGX und sind von Raumaufteilung, Bedienkonzept und digitalen Anzeigen begeistert. „Der Arbeitsplatz ist perfekt. Das Multifunktionslenkrad liegt gut in der Hand und lässt sich zum Aussteigen in die Waagerechte klappen“, resümiert Sparmann. Der 32-Jährige hat schon mehr als 50.000 ­Kilometer im „Neuen“ zurückgelegt. Ähnlich beeindruckt zeigt sich Karsten Günther von seiner neuen Wohn- und Arbeitsstätte. „Die Bedienung von Radio, Telefon und Navigation über den Dreh-Drück-Steller geht auch während der Fahrt ohne Blickkontakt zielsicher vonstatten.“ Der 53-jährige gelernte Schweißer sitzt bereits gut 20 Jahre hinter dem Lenkrad. Für ihn macht sich die elektrische Feststellbremse und Wegrollsperre MAN EasyStart bezahlt. Es sei eine feine Sache, einfach gegen die Haltekräfte der Bremse anzufahren und sich nicht mehr um ein manuelles Lösen kümmern zu müssen.

Die Investition in die neuen MAN-Lkw scheint sich für Hallog bezahlt zu machen. Zum einen sind die Fahrzeuge sparsam und wirtschaftlich unterwegs, zum anderen hat das Fahrpersonal viel Freude am Fahren der modernen TGX. Beste Voraussetzungen also, um auch künftig Menschen pünktlich mit Tiefkühl-Teigwaren aller Art zu versorgen.

Foto: Steffen Loeffler
Die 15 neuen TGX verfügen über 430 bis 500 PS.

Der TGX bei HALLOG

Modell: TGX-Sattelzugmaschinen
Fahrerhaus: GX-Großraumfahrerhaus
Motor: MAN D2676 LF80, Sechszylinder-Reihendiesel mit 12.412 cm3 und 430 PS bei 1.800/min und 2.200 Nm bei 930 bis 1.350/min
Dauerbremse: MAN EVBec, Retarder
Getriebe: MAN TipMatic 14.27 DD mit EfficientRoll, EfficientCruise und Idle Speed Driving
Sonderausstattung: Licht-und-Sicht-Paket, LED-Scheinwerfer, Standklima­anlage, ACC-Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, Spurhalteassistent, Notbrems­assistent u. v. m.

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